Turbulente Schlussphase im TigerkäfigEHC Bayreuth

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Die Hausherren gingen zwar sofort in den Angriffsmodus über, allerdings fehlte ihnen über weite Strecken die sonstige Leichtfüßigkeit gegen das Oberliga-Ost-Team, wo man sich schon am Freitag beim 4:3-Hinspielsieg nach Penaltyschießen trotz Feldüberlegenheit relativ schwer tat.

Die intensive Trainingswoche, die ihnen schon im Erzgebirge schwere Beine machte, forderte offensichtlich auch diesmal noch etwas ihren Tribut. Trotz deutlichem Torschussübergewicht des EHC von etwa 3:1 über die komplette Spielzeit gingen die Wölfe dann sogar mit dem allerersten Torschuss von Glück in Überzahl in Führung. Begünstigt durch einen Fangfehler von Torwart Bädermann stellten sie zwar die Spielanteile ziemlich auf den Kopf, doch hatten die Gelb-Schwarzen einfach zu wenig Durchschlagskraft im Angriff und den Rest erledigte der gute Goalie Modes souverän.

Das von Gästecoach Pascha angewandte Spielsystem kann man allerdings auch getrost als außergewöhnlich bezeichnen und hatte was von im Eishockey eher unbekannten Catenaccio. Fast freiwillig zogen sich seine Spieler oft extrem weit zurück und überließen den Wagnerstädtern fast völlig die Initiative. Man beschränkte sich meist darauf direkt vor dem eigenen Gehäuse einen engmaschigen Riegel aufzubauen und ermöglichte den Tigers sogar bei 5 gegen 5 viele Überzahlähnliche Spielsituationen, mit denen der EHC, davon ziemlich überrascht wirkend, nur sehr wenig anfangen konnte. Außer mehreren Fernschüssen fiel ihnen dagegen nicht viel ein. Von sonst oft flüssigen Kombinationen war diesmal nicht viel zu sehen. Gegenangriffe des EHV gab es dabei auch nur äußerst sporadisch. Bei zumindest drei hochkarätigen Chancen fehlte zwar nicht viel, doch für einen Treffer reichte es auch nach 40 Minuten nicht. Juhasz traf nach gelungener Einzelaktion nur den Pfosten (28.), Bartosch scheiterte mit seinen Alleingang am guten Modes und genau zur Drittelpause verweigerte der Schiedsrichter in Überzahl dem vermeintlichen Ausgleich wegen Torraumabseits die Anerkennung.

Im Schlussabschnitt lief das Spiel jetzt mit Junior Hartung im EHC-Gehäuse erst genauso weiter, bis Geigenmüller eine Spieldauerstrafe wegen Stockschlag kassierte und weitere Strafzeiten den Gästen fast vier Minuten doppelte Überzahl und danach noch ein weiteres Powerplay bescherte. Dies nutzen die Erzgebirgler durch Piehler und Gläser zu einem eigentlich vorentscheidenden 0:3. Doch damit wollten sich die Bayreuther partout nicht abfinden und stemmten sich nochmal vehement dagegen. Zur Hilfe kamen ihnen dabei nun einige unnötige Fouls der kräftemäßig auch immer mehr nachlassenden Gäste und den daraus resultierenden Überzahlspielen. Kurz nach einem Pfostenschuss von Thielsch traf Potac aus der Distanz und stachelte sein Team damit noch mehr an. Bartosch nach feiner Kombination und Thielsch per Nachschuss egalisierten dann tatsächlich das Ergebnis mit drei Treffern innerhalb von nur 100 Sekunden und führten die Heimmannschaft doch noch in die Verlängerung, wo Juhasz mit einem herrlichen Onetimer bei 4 gegen 3 auch noch der nach den Spielanteilen sicher nicht unverdiente Siegtreffer gelang. Dass alle Tore in Überzahl fielen, war ein weiteres bemerkenswertes Detail dieses irgendwie ungewöhnlichen Eishockeytestspiels.

Tore: 0:1 (11.) Glück (Jenka, Piehler/5-4), 0:2 (48.) Piehler (Albrecht, Kukla/5-3), 0:3 (50.) Gläser (Jenka, Kukla/5-4), 1:3 (55.) Potac (Kasten/5-3), 2:3 (56.) Bartosch (Kolozvary, Kasten/5-3), 3:3 (57.) Thielsch (Sevo, Juhasz/5-4), 4:3 (61.) Juhasz (Thielsch, Sevo/4-3). Strafen: Bayreuth 35, Schönheide 10. Zuschauer: 729.


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