TSV Peißenberg verspricht Löwen heißen TanzEHC Waldkraiburg spielt um den Klassenerhalt

(Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)(Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)
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Nach dem 5:4-Penaltysieg in Memmingen am vergangenen Sonntag konnte EHC-Coach Rainer Zerwesz hinter dem ersten Etappenziel auf dem Weg zum erhofften Oberliga-Klassenerhalt ein Häkchen setzen. Das Playoff-Viertelfinale wurde erreicht, wenn auch dank des Punktabzuges ohne Heimrecht, aber immerhin. Nach einer enorm durchwachsenen Saison, der im Sommer massiv verjüngten Waldkraiburger Mannschaft, mit drei Trainerwechseln, vielen Verletzungen und vier verschiedenen Kontingentspielern, durchaus ein Erfolg. „Ja, es war schon ein sehr, sehr schweres Jahr mit wenigen Highlights“, blickte auch Löwen-Coach Zerwesz zurück. „Aber im zweiten Jahr in einer neuen Liga ist es meistens schwer“ so der 49-Jährige weiter. Dennoch, in den letzten Wochen ging die Formkurve nach oben: „Wir haben jetzt vier Spiele in Folge gewonnen, auch wenn uns im Nachhinein Punkte abgezogen wurden. Aber wir haben die Spiele ja gespielt. Das ist auch ein Indiz dass es passt und es geht schon in die richtige Richtung.“

Jetzt geht es gegen die Eishackler aus Peißenberg wieder bei null los und in maximal sieben Spielen wird der Sieger der Serie, Halbfinalist und Oberligist für die Saison 2018/ 2019 gesucht. Nach ihrem letzten Gruppenspiel der Verzahnung gegen Füssen, versprachen die Peißenberger den Löwen auf der Pressekonferenz bereits einen heißen Tanz und der EHC hat sein Schuhwerk bereits entsprechend auf Hochglanz poliert. Die Bayernliga-Vorrunde beendete Peißenberg auf dem vierten Platz mit 14 Siegen in 26 Spielen und insgesamt 46 Punkten. Damit hatte das Team vom ehemaligen Zweitliga-Verteidiger Josef Staltmayr, der im letzten Jahr seine Karriere bei seinem Heimatklub beendet gehabt hatte, zwar 19 Punkte weniger auf dem Konto als Vorrunden-Meister Höchstadt- mit 83 Gegentoren hinter Höchstadt aber die zweitbeste Defensive und mit 128 erzielten Toren den drittbesten Angriff. Highlight der Vorrunde war sicherlich der 10:2-Heimsieg gegen Dorfen, zur besseren Einschätzung des Gegners durch die EHC-Fans kann auch die 3:4-Niederlage nach Verlängerung auswärts und der 6:2-Heimsieg gegen Landsberg aufgeführt werden. Schließlich war Landsberg auch Gegner der Löwen in der Verzahnungsrunde.

In der Peißenberger Verzahnungsrunde hießen die Gegner Füssen, Geretsried, Höchstadt, Lindau und Miesbach und hier feierten die Eishackler  in zehn Spielen sieben Siege, sechs davon in regulärer Spielzeit. Mit 21 Punkten belegten die Mannen um Kapitän Florian Barth den zweiten Platz, der Kanadier Brandon Morley ist aktuell Top-Scorer des kommenden Löwen-Gegners: In 36 Spielen erzielte der 23-Jährige Stürmer 24 Tore, weitere 39 Treffer bereitete Morley vor. „Jede Mannschaft hat ihre Stärken und Schwächen und Peißenberg hat momentan einen guten Lauf und eine richtig gute Stimmung. Was das bewirken kann, hat man die letzten Jahre bei uns gesehen“, meinte Rainer Zerwesz über den kommenden Gegner, der sich sicher ist: „Das wird eine sehr, sehr schwere Serie werden.“

Auf Waldkraiburger Seite steht hinter dem Einsatz des nach wie vor angeschlagenen Kapitäns Max Kaltenhauser weiterhin ein Fragezeichen, ebenso lässt sich noch keine einhundertprozentige Aussage bei Michail Sokolov und Lukas Wagner machen. Mehr Verletzte sind derzeit aber nicht zu beklagen und Rainer Zerwesz kommentiert dies bereits mit dem nötigen Humor: „So viele Verletzte können wir gar nicht haben, bei unserem kleinen Kader“, meinte Zerwesz mit einem Lachen. „Wenn ich bei anderen Mannschaften höre, dass sie zehn verletzte Spieler haben – so viele haben wir ja fast nicht im Kader.“

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