Torjäger Andreas Geigenmüller verstärkt Selber OffensiveEin Tiger wird zum Wolf

Andreas Geigenmüller (Mitte) wechselt von den Bayreuth Tigers zum VER. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)Andreas Geigenmüller (Mitte) wechselt von den Bayreuth Tigers zum VER. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
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Für die Tigers schnürte „Geige“, wie er in der Spielerszene nur genannt wird, in 435 Pflichtspielen die Schlittschuhe. Seine dabei erzielte Ausbeute kann sich mit 272 Toren und 293 Vorlagen (bei 284 Strafminuten) wahrlich sehen lassen. Vereinstreue ist im heutigen Sport eine Seltenheit. Andreas Geigenmüller, der in Pegnitz geboren und in Bayreuth mit sechs Jahren das Eishockeyspielen erlernte, war seinem EHC Bayreuth treu. Kommt nun Wehmut bei ihm auf, wenn man nach so einer langen Zeit Abschied nimmt und dann zum langjährigen Erzrivalen wechselt? „Leicht war es natürlich nicht für mich, ich hatte in Bayreuth eine schöne Zeit, lernte viele Leute kennen und es wuchsen viele Freundschaften. Aber nachdem wir finanziell nicht zusammenfanden, war klar, dass das Kapitel Bayreuth beendet ist und ich mir einen neuen Verein suchen muss“, so Andreas Geigenmüller. Der Kontakt nach bzw. mit Selb bestand nach Aussage von Geigenmüller schon länger, bereits vor Jahren gab es erstmals lose, unbedeutende Gespräche, die aber zuletzt aufgelebt und intensiviert wurden. „Und als in den Play-downs gegen Weißwasser Henry Thom persönlich als Zuschauer da war, ging es sehr schnell und in den Gesprächen merkte ich sofort, dass wir beide – Selb und ich – gut zusammenpassen.“

Dem 31-Jährigen lagen natürlich aufgrund seiner tollen Eishockey-Vita zahlreiche Angebote vor. Warum fiel seine Entscheidung am Ende zugunsten der Wölfe aus? „Das Angebot von Selb war einfach perfekt, alles stimmte und somit musste ich nicht lange überlegen“, so „Geige“. Ein Aspekt war natürlich auch die Entfernung nach Selb für Geigenmüller, der momentan mit seiner Freundin in Creußen ein Haus renoviert und dort auch weiterhin seinen Lebensmittelpunkt haben wird.

Auf die Frage, welche sportlichen Ziele sich Andreas Geigenmüller persönlich setzt, ist für ihn vordergründig  einiges sehr wichtig: „Mein größter Wunsch ist, dass mich die Selber Fans gut aufnehmen, immerhin war ich über Jahre hinweg, als ich noch das Tigers-Trikot trug, in gewisser Weise ihr „Feindbild“. Auf die neue Herausforderung bei den Wölfen freue ich mich riesig und verspreche: ich werde mein Bestes für den mannschaftlichen Erfolg tun und will natürlich mit den Wölfen in die Play-offs kommen – das muss das Ziel von uns sein.“

Andreas Geigenmüller, im besten Eishockeyalter stehend, hat einen Jahresvertrag mit den Wölfen

geschlossen, schließt aber ein längeres Engagement nicht aus. „Wenn alles gut läuft, man mit mir zufrieden ist, ich mich wiederum wohlfühle, warum nicht länger“, so Geigenmüller mit einem leichten Grinsen im Gesicht.

„Natürlich sind wir absolut happy, einen Spieler seines Formats bekommen zu haben. Bei ihm wissen wir, wie offensiv gefährlich er ist“, so Wölfe-Trainer Henry Thom erleichtert, als die Unterschrift unter dem Vertrag getrocknet war. So beeindruckend die Scorerpunkte des gebürtigen Pegnitzers der letzten Jahre auch sind, für Henry Thom war eine Erkenntnis, die er aus zahlreichen persönlichen Gespräche mit Andreas Geigenmüller gewonnen hat, noch wichtiger: „Ich bin fest der Überzeugung, dass Andreas menschlich voll in unser Team passen wird – er ist ein Spieler, der das Eishockey wahnsinnig liebt und dafür alles geben wird.“

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