Torhüter Niklas Deske verlängert bei den Selber WölfenDritte Saison beim VER

(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
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VER-Vize Thomas Manzei sagt: „Ich bin froh und gleichzeitig überzeugt, dass Niklas die richtige Entscheidung getroffen hat. Der VER ist der richtige Club für Niklas und Niklas wiederum der richtige Goalie für die Wölfe – das passt einfach und mit Henry haben wir den Trainer, der an Niklas glaubt und unter dessen Leitung er sich auch noch weiter entwickeln kann und wird.“

Kölner EC, Mannheimer ERC, Jungadler, Heilbronner Falken, Ader Mannheim, Bad Nauheim, Hamburg Freezers, Bremerhaven, Hamburger SV, Crimmitschau, Heilbronn und Hannover – so hießen die zahlreichen Arbeitgeber in chronologischer Reihenfolge, ehe Deske 2017 von den Hannover Indians nach Oberfranken wechselte. Aber die insgesamt 13 Vereinsstationen müssen relativiert gesehen werden, immerhin waren dabei auch sieben Förderlizenzstationen dabei, zu denen Deske vom höherklassigen Arbeitgeber ausgeliehen wurde, um die nötige Spielpraxis beim unterklassigeren Verein zu bekommen. Dennoch scheinen die Selber Wölfe für Deske etwas ganz Spezielles darzustellen, denn drei Spielzeiten hintereinander band sich Deske in seiner bisherigen Spielerkarriere noch nie an einen Verein.

Niklas Deske hat mit einen erst 24 Jahren schon einige Eishockeystationen hinter sich, er kennt zahlreiche Städte und die dazugehörigen Eishallen. Aber Selb hat es ihn sehr angetan. „Man muss wirklich sagen, Selb ist für mich schon zu etwas Besonderem geworden, mittlerweile habe ich viele nette Menschen durchs Eishockey aber auch abseits davon kennengerlernt - und das verbindet ungemein“, so Deske weiter. Der gebürtige Troisdorfer schätzt in Selb vor allem die kurzen Wege und die überschaubare Größe der knapp 16.000 Mann großen Porzellanstadt. „Selb ist cool, ein jeder kennt jeden und anders als in Großstädten trifft man natürlich auch immer wieder die gleichen Leute und das taugt mir voll“, so der 24-Jährige. Für Deske ist Selb ein eishockeyverrücktes Städtchen, das Interesse am Eishockey ist hoch, „und es bleibt nur zu hoffen, dass sich diese Begeisterung im kommenden Winter noch besser in den Zuschauerzahlen niederschlagen wird als dieses Jahr“, so der Wölfe-Goalie mit der Rückennummer 29.

Nach einigen Abgängen steht den Wölfen erneut ein Umbruch im Team bevor. Während einige Fans schon große Sorgen haben, ob es den Wölfen gelingt wieder eine schlagkräftige und konkurrenzfähige Mannschaft an den Start zu schicken, sieht Deske in einem Umbruch auch eine gewisse Chance. Unabhängig der zu tätigen Neuverpflichtungen schätzt Deske die Situation überaus realistisch ein. „Ich denke, wir müssen uns fürs erste ohnehin einmal vom Gedanken, unter die Top vier zu kommen, verabschieden. Realistisch sind die Play-offs und dieses Ziel visieren wir mit aller Macht an. Dass dann alles möglich ist, haben wir ja vergangene Saison bewiesen.“