Topspiele für die Starbulls RosenheimAm Sonntag kommt der Deggendorfer SC

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Die ersten Saisonvergleiche gegen diese beiden Teams haben die Starbulls trotz jeweils starker Auftritte mit begeisternden Aufholjagden letztlich unglücklich verloren – jetzt wollen sie den Spieß umdrehen.

„Wir haben nicht vergessen, wie die Hinspiele gelaufen sind. Zuhause gegen Selb waren wir stark und jederzeit überlegen, haben uns aber unnötig mehrfach auskontern lassen. In Deggendorf haben wir das erste Drittel verschlafen, in den 40 Minuten danach aber bewiesen, dass wir auch mit so einer starken Mannschaft auf Augenhöhe agieren können. Wir haben uns auf beide Gegner entsprechend richtig gut vorbereitet“, sagt Starbulls-Coach John Sicinsiki. Von den Trainingsleistungen seiner Schützlinge, die nach dem 9:0-Kantersieg gegen Füssen am vorletzten Mittwoch zunächst vier Tage „eishockeyfrei“ hatten, war der Rosenheimer Trainer jedenfalls angetan. Die größten Fortschritte seines Teams stellt Sicinski im Unterzahlspiel und im Umschaltspiel bei gegnerischem Scheibenbesitz fest: „Wir haben in den letzten Spielen schon viel weniger gegnerische Konter und Abschlüsse bei Gegenstößen zugelassen“. Und tatsächlich – vor dem anstehenden Wochenende mit den Spieltage 14 und 15 weist die Statistik die auf Tabellenplatz vier rangierenden Starbulls mit 40 Gegentoren als das inzwischen defensivbeste Team der Liga aus!

Sieben dieser 40 Gegentreffer klassierten die Grün-Weißen am 4. Oktober im Heimspiel gegen Selb – die letzten drei in den letzten beiden Spielminuten binnen 68 Sekunden. Die tolle Aufholjagd mit einer 5:4-Führung nach 1:3- und 2:4-Rückstand war ebenso Makulatur wie das klar für die Starbulls sprechende Torschussverhältnis von 51:22. Nun wollen sich John Sicinski und seine Mannschaft die damals ebenso bitter wie unnötig verlorenen Punkte auf dem Selber Eis wiederholen. Spielbeginn am Freitagabend ist um 20 Uhr in der Netzsch-Arena, wo die Mannschaft von Henry Thom außer gegen den Deggendorfer EC (1:5) alle ihre Heimspiele bisher gewinnen konnte, dabei aber viermal (gegen Riessersee, Weiden, Sonthofen und Füssen) einen Punkt abgab und in die Verlängerung musste. Der einzige Heimdreier gelang gegen Höchstadt (6:1). Im Tableau stehen die Oberfranken derzeit als Dritter mit 25 Punkten um einen Zähler und einen Rang besser da, als die Starbulls.

Unabhängig vom Ausgang der Partie in Selb dürfen sich alle Eichockeyfans auf ein echtes Highlight am Sonntag im ROFA-Stadion (Spielbeginn um 17 Uhr) freuen: Die Starbulls empfangen Meisterschaftsfavorit und Tabellenführer Deggendorfer SC. Der gewaltige Punktevorsprung des letztjährigen Zweitligisten ist nach nur einem Sieg aus den letzten sechs Spielen aber gewaltig zusammengeschmolzen. Auf die Starbulls beträgt er nur noch drei Zähler. Die Memmingen Indians konnten mit einem 4:0-Sieg im direkten Duell am vergangenen Spieltag gar nach Punkten mit dem Spitzenreiter gleichziehen. Allerdings werden sich die Niederbayern an der Mangfall wieder deutlich besser aufgestellt zeigen als in den letzten Partien, in denen wichtige Akteure angeschlagen spielten oder ganz fehlten. So sind die zuletzt mehrfach nicht spielenden Curtis Leinweber und Christoph Gawlik jetzt wieder mit dabei.

Aber die Starbulls haben im Auswärtsspiel Anfang Oktober bewiesen, dass sie auch mit einem top aufgestellten DSC mithalten können – allerdings erst nach einem 0:4-Rückstand. Wie zuhause gegen Selb konnten die Grün-Weißen aber auch an der Donau eine tolle Aufholjagd nicht krönen. Die grün-weiße Überlegenheit im zweiten und dritten Spielabschnitt mündete im verdienten 4:4-Ausgleich, ehe Deggendorfs abgezockter Starspieler Thomas Greilinger zum 5:4 traf und ein Empty-Net-Goal die Rosenheimer Niederlage besiegelte. Aber wie John Sicinski, der ja vor zwei Jahren als Trainer Deggendorf zum Aufstieg in die DEL 2 führte, schon sagt: Auch diese Niederlage aus der Anfangsphase der laufenden Spielzeit haben er und sein Team nicht vergessen.

Personell sieht es bei den Starbulls Rosenheim vor den beiden Spitzenspielen in Selb und gegen Deggendorf recht gut aus. Neben Michael Fröhlich – der Befund der jüngsten Untersuchung und damit verbunden das medizinische „Ja“ zur Rückkehr ins Eistraining standen am Donnerstag noch aus – fehlt nur der erkältete Daniel Bucheli. Verteidiger Marinus Reiter, der die letzten sechs Spiele verpasste, ist dagegen wieder fit. Gespannt darf man sein, wie sich Rosenheims Neuzugang Tadas Kumeliauskaus nach seinem guten Einstand gegen Füssen nun in den anstehenden Spielen gegen Topteams präsentiert. Verstärkung aus der DNL wird es für den Rosenheimer Oberligakader zumindest am Freitag in Selb, wo Luca Endres das Tor hüten wird, aber nicht geben.


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