Topscorer Jared Mudryk verabschiedet sich von den Selber Wölfen614 Punkte in 339 Spielen

Jared Mudryk hat ungeheuer oft für die Selber Wölfe gejubelt. Nun verlässt er den VER. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)Jared Mudryk hat ungeheuer oft für die Selber Wölfe gejubelt. Nun verlässt er den VER. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
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Nach sieben sehr erfolgreichen Jahren kehrt der Publikumsliebling Oberfranken und dem Wolfsbau den Rücken und baut sich zusammen mit seiner Familie im Raum Augsburg, woher seine Ehefrau Michaela stammt, eine neue berufliche und private Zukunft auf.

Es ist ein Abschied, der beiden Seiten – dem VER sowie dem Spieler Jared Mudryk selbst – sehr schwerfällt. Verständlich, denn Mudryk war über Jahre ein fester Bestandteil des Teams, hatte sich in der Region mit seiner Familie wohl gefühlt, seine beiden Kinder (Tochter Zoe, Sohn Liam) sind in Oberfranken zur Welt gekommen. Sportlich gehörte Mudryk seit Jahren stets zu den herausragenden Spielern der Oberliga, Jahr für Jahr war er ganz vorne in die Scorerwertungen der Liga zu finden. Topscorer, Torjäger, Spielmacher und Führungsspieler – auf dem Eis und in der Kabine – Jared Mudryk füllte jede ihm zugedachten Rollen perfekt und vollumfassend aus.

Der gebürtige Kanadier kam einst im Jahr 2005 aus der NCAA zum Neusser EV in die vierte Liga Deutschlands und machte sich danach bei seinem fünfjährigen Gastspiel beim EHC Klostersee nicht nur im Süden der Republik schnell einen Namen. In den letzten sieben Jahren prägte Mudryk mit seiner spielerischen Fähigkeit ein Spiel zu lesen, der Partie seinen persönlichen Stempel aufzudrücken, das Wölfe-Spiel wie kein Zweiter. Mudryk von den eigenen Fans geliebt, von den gegnerischen Spielern wegen seiner technischen Raffinesse und seinen erstklassigen läuferischen Fähigkeiten gefürchtet wie kein Zweiter, wird bei  den Wölfen eine große, nicht zu schließende Lücke hinterlassen. 204 Tore und 410 Vorlagen in 339 Spielen sind im Wolfsbau Werte für die Ewigkeit, die mit Sicherheit nicht so schnell von irgendjemand nur annähernd erreicht, geschweige denn überboten werden.

Aber Jared Mudryk war für den VER Selb nicht nur wegen seiner herausragenden Scorerbilanzen ein unwahrscheinlicher Gewinn. „Jared ist und war ein Super-Typ, menschlich immer korrekt und absolut loyal, solche Typen Spieler gibt es leider nicht sehr viele, deshalb sage ich mal so: So traurig wie es ist, dass Jared uns nun verlassen wird. Wir können froh sein, dass wir einen Spieler seines Kalibers über so eine lange Zeit in unserer Mannschaft haben durften“, so 1.VER-Vorstand Jürgen Golly.

Für Golly wie auch seine Vorstandskollegen kam der Abgang von Mudryk nicht zu überraschend. „Jared bat um ein Gespräch im November, als er mich und meinen Kollegen Thomas Manzei erstmalig über seine weiteren beruflichen und privaten Pläne im Vertrauen informierte und einweihte. Jared teilte uns mit, dass er zusammen mit seiner Frau Michaela, die aus einem Ortsteil von Augsburg stammt, ein Haus bauen oder kaufen möchte.“

Selbstverständlich versuchten die Wölfe-Verantwortlichen inklusive Trainer Henry Thom Jared bis zum Schluss in mehreren Gesprächen nochmals umzustimmen, aber Jared Mudryk blieb bei seiner Entscheidung: Pro Familie, contra VER Selb. „Das müssen wir akzeptieren, auch wenn es uns noch so schwerfällt“, so der VER-Vorstand. Jared Mudryk selbst bat den VER um absolutes Stillschweigen, zumal er Angst hatte, Fans könnten ihn bei einem schlechten Spiel unterstellen, er sei nicht mehr mit dem Herzen bei den Wölfen und schon gedanklich weg. Dass dies in keinster Weise so war, demonstrierte der Kanadier, der 2016 seinen deutschen Pass bekam, Woche für Woche eindrucksvoll. Mudryk war in Play-off-Topform, in jedem Spiel gehörte er zu den Topakteuren, seine Reihe zuletzt mit McDonald und Moosberger war brand- und torgefährlich für jede gegnerische Abwehrreihe. Einen riesigen Anteil daran gebührte dem Spieler mit der Rückennummer 11: Jared brillierte als Vorbereiter, starker Bullyspieler und eiskalter Vollstrecker in einer Person.

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