Top-Spiel zwischen Rosenheim und Regensburg steht anRohner-Comeback bei den Starbulls

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Danach stehen für die Starbulls zwei Derby-Vergleiche mit den Waldkraiburger Löwen, die kürzlich Tomas Martinec als neuen Trainer verpflichtet haben, auf dem Programm. Das erste dieser Duelle findet am zweiten Weihnachtsfeiertag in der Waldkraiburger Raiffeisen Arena statt. Zwei Tag später, am Donnerstag um 19.30 Uhr, kommt es zum Rückspiel in Rosenheim.

Auch wenn nach aktueller Tabellensituation „nur“ der Zweite auf den Sechsten trifft, so darf das Duell der Starbulls am Freitag gegen die Eisbären Regensburg guten Gewissens als Topspiel tituliert werden. Dass die von Torwart-Legende Peppi Heiß trainierten und personell herausragend besetzten Donaustädter mit bislang 36 erzielten Zählern 15 Punkte hinter den Starbulls rangieren, ist eigentlich völlig unerklärlich. Erst recht, wenn man einen Blick auf die Scorerwertung der Liga wirft. Diese führt der in Regensburger Diensten stehende Tscheche Nikola Gajovsky mit satten 50 in 23 Spielen verbuchten Punkten an. Fast die identische Erfolgsquote (48 Punkten in 22 Spielen) weist sein Teamkollege Arnoldas Bosas (Litauen) auf. Die beiden Deutsch-Kanadier Jason Pinizzotto (32 Punkte in 23 Spielen) und Peter Flache (31 Punkte in 22 Spielen) sind ebenfalls unter den „Top 15“ der Ligascorer platziert. Zum Vergleich: Als bester Starbulls-Spieler rangiert in dieser Wertung Michael Baindl mit 24 Punkten jenseits des 30. Platzes.

Einen Favoriten für das nun dritte Aufeinandertreffen der Teams zwei Tage vor Heilig Abend in Rosenheim auszumachen, fällt trotzdem schwer. Zu herausragend besetzt und höherklassig erfahren ist das Regensburger Team, als dass die derzeitige Tabellenposition die grundsätzliche Leistungsfähigkeit adäquat spiegeln könnte. Heißt aber auch, dass die Eisbären unter Druck stehen. Der offiziell als Ziel ausgegebene vierte Tabellenrang ist neun Punkte entfernt – drei Zähler mehr, als das Polster auf Platz 9, der die Abstiegsrunde bedeuten würde! Im Umfeld rumort es. Ende November trennten sich die Wege der Eisbären Regensburg Spielbetriebs GmbH und des erst im Frühjahr installierten Geschäftsführers Stefan Liebergesell, wobei die Gründe „nebulös“ blieben.

Vor dem vergangenen Spielwochenende gab es eine „Aussprache-Veranstaltung“ zwischen Mannschaft und den unzufriedenen Fans. Es folgte ein 4:0-Auswärtssieg in Waldkraiburg, aber auch eine 2:4-Heimniederlage gegen Peiting, bei der die Mannschaft ihre Fans allerdings über weite Strecken begeistern konnte. Für den längerfristig verletzten Stammtorwart Peter Holmgren wurde Justin Schrörs (zuletzt in der Oberliga Nord für Duisburg und Essen aktiv) verpflichtet. Gegen Peiting streifte er erstmals das Regensburger Trikot über, fungierte aber nur als Backup für Jonas Leserer. Es wäre keine Überraschung, wenn er nun in Rosenheim seine Premiere zwischen Holmen in der Oberliga Süd hätte.

Das Rosenheimer Tor wird am Freitag aller Voraussicht erneut der junge Luca Endres hüten, auf der Bank wohl Nachwuchskeeper Tim Uhrig Platz nehmen. Die Rückkehr von Lukas Steinhauer, der unter der Woche nur einmal trainierte, wird vermutlich erst nach Weihnachten möglich sein. Richtig gut sieht es dagegen mit dem sehnsüchtig erwarteten Comeback vom lange verletzten und dann durch eine Grippe zurückgeworfenen Michael Rohner aus. Trainer Manuel Kofler rechnet jedenfalls fest damit; er will das Rosenheimer Urgestein neben  Christoph Gottwald verteidigen lassen. Bei einigen anderen Akteuren war Kofler dagegen im Vorfeld noch skeptisch, ob ein Einsatz möglich ist. Verteidiger Maximilan Vollmayer sowie die Stürmer Jussi Nättinen, Michael Fröhlich, Fabian Zick und der Doppeltorschütze vom letzen Spiel in Miesbach, Michael Baindl, konnten krankheitsbedingt nicht oder kaum trainieren. Im schlechtesten Fall müsste der Rosenheimer Trainer seine Sturmreihen also kräftig durcheinander wirbeln – im besten Fall könnte es sogar für eine komplette vierte Offensivformation reichen. Auf alle Fälle steht der etatmäßige Verteidiger Florian Krumpe wieder zur Verfügung, der die letzten sechs Spiele wegen seiner WM-Einsätze für die U20-Auswahl des DEB fehlte.

Nach Weihnachten steht für die Starbulls der Doppelvergleich mit den Waldkraiburger Löwen auf dem Spielplan. Das erste von zwei Duellen findet am 2. Weihnachtsfeiertag (Dienstag) in der Industriestadt – Spielbeginn um 17.15 Uhr – statt. Zwei Tage später, am Donnerstag, kommt es um 19.30 Uhr zum Rückspiel im Rosenheimer Emilo-Stadion.

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