Tomas Vrba wirbelt Waldkraiburger Löwen zum Derby-Sieg4:2-Erfolg gegen den ESC Dorfen

Tomas Vrba wirbelte für die Löwen. (Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)Tomas Vrba wirbelte für die Löwen. (Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)
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Christof Hradek traf am „Comeback-Abend“ neben Lukas Wagner und Daniel Hämmerle doppelt, Vorbereiter aller vier Treffer war Tomas Vrba, der erstmals seit Ende November wieder das Trikot der Industriestädter trug.

Aufgrund der Verletzung vom Kanadier Brent Norris kehrte der Tscheche Tomas Vrba ins Team der Löwen zurück. Letztmals stand er für den EHC am 26. November beim 4:1-Sieg in Miesbach auf dem Eis, doch er war nicht der Einzige, der an diesem Abend sein Comeback geben sollte. Denn auch Verteidiger  Florian Ullmann sollte zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz im Jahr 2018 kommen und Martin Hagemeister wurde aus der vereinseigenen 1b-Mannschaft zurück in die „Erste“ gezogen. Mit Daniel Schmidt, Michail Sokolov, Max Kaltenhauser und wie erwähnt Brent Norris gab es aber dennoch wieder einmal einige Ausfälle, die Cheftrainer Rainer Zerwesz zu verkraften hatte.

Vor dem Spiel war die Devise klar vom Coach formuliert worden: Um in der Gruppe B der Verzahnungsrunde bei der Musik dabei zu bleiben, sollte gegen Dorfen ein Sieg her und am Sonntag  in Passau das erste 6-Punkte-Wochenende perfekt gemacht werden. Die Löwen begannen entsprechend druckvoll und motiviert, doch nach einer Zehn-Minuten-Strafe gegen Michael Trox in der vierten Spielminute wusste man bereits, dass Schiedsrichter Michael Kees in dieser Partie nicht viel dulden würde. Die besten Chancen verzeichneten im ersten Abschnitt Lukas Wagner (10.) und Nico Vogl (13.), doch ließ sich Simon von Fraunberg im Tor der Gäste nicht überwinden. Bis auf einen Schuss von Jaroslav Sarsok aus kurzer Distanz, den Korbinian Sertl entschärfen konnte, war von den Eispiraten im ersten Drittel recht wenig zu sehen, doch auch den Löwen fehlte noch oft und deutlich das Zielwasser.

Dieses gab es offensichtlich in der ersten Pause in der Kabine, denn 43 Sekunden nach dem Wiederbeginn stellte Christof Hradek auf 1:0 (20:43). Ihr erstes Powerplay eine Minute später ließen die Löwen denn aber torlos verstreichen und so blieb es spannend. Dorfen zeigte sich unbeeindruckt vom Rückstand, hielt gut dagegen und sollte sich belohnen: Christian Göttlicher kam im Zweikampf mit Philipp Seifert nach einem Break zu Fall, rappelte sich gerade wieder auf und stocherte dabei an die Scheibe und diese fand den Weg durch die Beine von Sertl zum Ausgleich (27:20). Die Löwen wirkten jetzt kurz von der Rolle und hatte Sertl beim Ausgleich noch schlecht ausgesehen, zeichnete er sich nur wenige Sekunden später mit einer grandiosen Parade gegen Ernst Findeis aus und sicherte das 1:1. In der Folge mühten sich die Löwen mächtig, doch Tomas Rousek scheiterte mit einem Alleingang (31.),  Hagemeister verzog knapp (32.), Vrba jagte die Scheibe zweimal am Gehäuse vorbei (34.) und Rousek zum Abschluss drüber (35.). Festhalten konnte man eines: Zu selten kamen auf Waldkraiburger Seite Impulse von der blauen Linie, zu selten suchte man direkt vor dem Tor den Abschluss- schwer wird es so mit dem Tore schießen und dem Gewinnen von Spielen.

Im letzten Drittel wurde die Gangart nach Hämmerles frühen Treffer zur erneuten Waldkraiburger Führung (31:32) härter, das Spiel körperlicher und es folgte die ein oder andere Wangenmassage. Nach knapp 50 Minuten gerieten die Löwen dann in Unterzahl und viele, der rund 900 Zuschauer fürchteten den erneuten Ausgleich durch die nach wie vor stark kämpfenden Eispiraten. Sertl im Löwen-Tor war jedoch der gewohnt starke Rückhalt und wenig später schlugen die Löwen stattdessen zu. Christof Hradek zeigte sich am energischsten im Zweikampf, zog bei angezeigter Strafe gegen Dorfen aus der Drehung ab und stellte auf das umjubelte 3:1 (53:33). Kurz drauf erneut Powerplay für die Gäste, doch schafften die Löwen denn Break mit Nico Vogl und Michael Trox, letzterer verzog jedoch aus aussichtsreicher Position knapp. Bitter aber, denn im Gegenzug überwand Florian Brenninger Korbinian Sertl per Bauerntrick zum 2:3 aus Dorfener Sicht und jetzt war in den Schlussminuten nochmals Dramatik angesagt. Lukas Wagner machte jedoch den Spielverderber und jagte die Scheibe trocken und humorlos in die Maschen zum 4:2-Endstand (58:51).

Tore: 1:0 (20:43) Hradek Ch. (Vrba T., Wagner L.), 1:1 (27:20) Göttlicher Ch. (Seidlmayer Ch.), 2:1 (41:32) Hämmerle D. (Vrba T., Thalhammer T.), 3:1 (53:33) Hradek Ch. (Rott Th. Vrba T.), 3:2 (58:06) Brenninger F. (Sarsok J., Kroner J.), 4:2 (58:51) Wagner L. (Vrba T., Vogl N.). Strafen: Waldkraiburg 6 + 10 (Trox M.), Dorfen 6. Zuschauer: 908.

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Oberliga Süd Meisterrunde

Freitag 21.02.2020
Starbulls Rosenheim Rosenheim
4 : 1
Eisbären Regensburg Regensburg
EV Lindau Lindau
1 : 5
EV Füssen Füssen
EC Peiting Peiting
5 : 3
Selber Wölfe Selb
SC Riessersee Riessersee
7 : 2
Deggendorfer SC Deggendorf
Blue Devils Weiden Weiden
5 : 4
ECDC Memmingen Memmingen
Sonntag 23.02.2020
Selber Wölfe Selb
- : -
EV Lindau Lindau
Eisbären Regensburg Regensburg
- : -
Blue Devils Weiden Weiden
ECDC Memmingen Memmingen
- : -
SC Riessersee Riessersee
EV Füssen Füssen
- : -
Starbulls Rosenheim Rosenheim
Deggendorfer SC Deggendorf
- : -
EC Peiting Peiting
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