Toll gekämpft, aber kein Glück

Passaus Andreas Popp (vorne) und der Tölzer Johannes Sedlmayr kämpfen um den Puck. (Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de)Passaus Andreas Popp (vorne) und der Tölzer Johannes Sedlmayr kämpfen um den Puck. (Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de)
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Dabei hatte das Topspiel der Oberliga Süd äußerst vielversprechend für die Passauer begonnen. Nachdem sie die erste Offensive der „Buam“ schadlos überstanden hatten, verwandelte Igor Bacek in der vierten Minute einen Drehschuss zur Passauer Führung. Die über 700 Fans, davon rund fünfzig mitgereiste Tölzer, sahen in der Folge einen offenen Schlagabtausch beider Teams. Da hielt sich keiner lang mit Geplänkel in der neutralen Zone auf, sondern jeder suchte sofort den Weg zum gegnerischen Tor. Dort standen an diesem Abend die beiden besten Spieler. Auf Passauer Seite Martin Cinibulk und bei den Gästen Andreas Jenike. Der Hawks-Goalie bekam dabei allerdings in der ersten Unterzahl auch Hilfe von der Latte. Einen Schuss von Fischer hatte er dann aber sicher mit der Fanghand. Das zweite Tölzer Powerplay brachte dann aber doch den Ausgleich. Ein Schlagschuss von Johannes Sedlmayer traf die Unterkante der Latte und Schiedsrichter Cori Müns entschied sofort auf Tor. Die Black Hawks hatten aber gleich wieder die passende Antwort parat. Stephan Stiebinger setzte sich halblinks durch und prüfte Jenike. Der konnte den Puck nur nach vorne abwehren, aber kein Hawk da um die Chance zu verwerten. Die letzten beiden Minuten des Drittels dann das erste Powerplay für Passau. Doch Jenike blieb gegen die Schüsse von Bacek, Vogl und Piecha stets Sieger. So blieb es beim leistungsgerechten 1:1.

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts gleich wieder numerische Überzahl für Passau, doch jetzt spielten die Löwen aggressives Forechecking und verhinderten damit klare Chancen für die Gastgeber. Ähnlich präsentierten sich dann aber auch die Black Hawks, die nach einer zweifelhaften Strafe gegen Martin Piecha ebenfalls für zwei Minuten sich dem Tölzer Druck entgegen stemmten. Immer wieder im Blickpunkt Martin Cinibulk, der mit tollen Paraden seinen Kasten sauber hielt. Kurz danach die riesen Chance für Stiebinger die Habichte erneut in Führung zu bringen. Doch Jenike verhinderte mit einer Glanzparade die hundertprozentige Chance. Auch Igor Bacek fehlte in der 30. Minute nach einer tollen Einzelleistung das Glück im Abschluss. Anders bei den Löwen. In der 35. Minute parierte Cinibulk bravourös einen Schuss von Sedlmayr, doch der Puck sprang Urban in Torraumabseitsverdächtiger Position an den Oberschenkel und von dort ins Tor. Nur rund drei Minuten später war es wieder ein abgefälschter Schuss der den Weg ins Passauer Tor fand und die Löwen mit 3:1 in Front brachte. Danach hatten die Black Hawks die Chance in Überzahl den Abstand noch vor der zweiten Pause zu verkürzen. Doch wieder war Andreas Jenike nicht zu überwinden.

Den Druck setzten die Habichte dann auch im Schlussabschnitt fort und sorgten damit für insgesamt vier weitere Überzahlmöglichkeiten. „Passau war dann unheimlich stark und wir mussten die Strafen einfach nehmen weil wir sie anders nicht mehr hätten stoppen können“, machte Gästetrainer Funk nach dem Spiel den Hawks indirekt ein Kompliment. Doch es wollte an diesem Abend nichts mehr so richtig klappen. Die Chancen waren da, doch entweder warfen sich die Löwen in die Schüsse oder Jenike zeigte eine seiner Blitzreaktionen. Auch Jukka Ollila wollte seiner Mannschaft nach der Niederlage keinen Vorwurf machen: „Wir haben heute ein sehr tolles Eishockeyspiel von beiden Seiten gesehen. Die Mannschaft hat heute über 60 Minuten alles gegeben. Sie haben aufopferungsvoll gekämpft, sich die Chancen erarbeitet und alles gegeben. Wir konnten einfach die Tore nicht machen. Wir sind irgendwie nicht befreit im Kopf. Solange wir aber an jedem Wochenende punkten und weiter da oben mitspielen bin ich auch mit der Mannschaft zufrieden. Wenn wir so weiter arbeiten, dann kommen auch wieder die Resultate.“ Die Black Hawks verteidigten trotz der Niederlage den vierten Tabellenrang.

Tore: 1:0 (3:55) Igor Bacek (Stephan Stiebinger, Petr Gulda), 1:1 (13:46) Johannes Sedlmayr (Peter Lindlbauer, Christoph Fischhaber/5-4), 1:2 (34:32) Christian Urban (Johannes Sedlmayr, Andreas Andrä), 1:3 (36:55) Martin Leismüller (Markus Ritschel, Dominik Walleitner). Strafen: Passau 6, Bad Tölz 14. Zuschauer: 724.

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