Tölzer Löwen zerfleischen hilflose WölfeBad Tölz - Freiburg 7:2

Tölzer Löwen zerfleischen hilflose WölfeTölzer Löwen zerfleischen hilflose Wölfe
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1.982 begeisterte Besucher sahen ein schnelles und teilweise atemberaubendes Spiel, in dem die Tölzer „Buam“ die wahren Kräfteverhältnisse der Teams nach einer wechselvollen Spielserie deutlich zurechtrückten.

In einem furiosen Auftaktdrittel ließ der deutsche Oberligameister, der auf den erkrankten Yannick Dubé und seine zeitgleich spielenden DNL-Akteure verzichten musste, keinen Zweifel darüber aufkommen, wer als Sieger das Eis der heimischen Hacker-Pschorr-Arena verlassen sollte. Nach knapp einer Minute konnten sich die Breisgauer dem Ansturm nur durch ein erstes Foul erwehren - bereits 19 Sekunden später lag die Scheibe zum ersten Mal in ihrem Gehäuse. Danach vermochte Freiburg immerhin sieben Minuten ohne weiteres Gegentor zu überstehen, obwohl die „Buam“ bereits im Drittel des Aufsteigers mit konsequent beendeten Checks jeglichen geordneten Spielaufbau unterbanden. Mit einer schönen Einzelleistung vom rechten Freiburger Bullypunkt an, umspielte Thomas Merl zuletzt auch Keeper Christoph Mathis und schlenzte zum 2:0 ein. Als die Freiburger Wölfe in ihrem ersten Überzahlspiel glaubten, erstmals verschnaufen zu können, wurden sie zunächst mit einem Schuss von Florian Strobl vom rechten Bullypunkt aus, den Mathis höchstselbst ins eigene Tor lenkte, eines besseren belehrt. Und um die Ambitionen der Isarwinkler zu unterstreichen, nutzte der starke Marco Pfleger den Tiefschlaf von Freiburgs Kapitän Patrick Vozar an der Mittellinie, um sich nach Paß von Dominic Fuchs aus dem eigenen Drittel in eine 1:0-Situation zu lösen und zum vierten Treffer zu vollenden. Nach dem 5:0, wenige Minuten später, war dann der Arbeitstag von Mathis beendet, der entnervt für Fabian Hönkhaus das Gästegehäuse räumte. Mit einem Schlagschuss aus zentraler Position der blauen Linie beendete Christian Kolacny den Torreigen des ersten Spielabschnitts.

Die folgenden 20 Minuten waren durch einige Disziplinlosigkeiten und insgesamt 57  Strafminuten geprägt. Die aufkommende Härte war für Löwen-Coach Florian Funk immerhin ausschlaggebend dafür, dass seine Mannen nicht in den wohlgefälligen Trott der Schönspielerei verfielen. So gelang es Nikolas Linsenmaier immerhin, nach einer Einzelaktion und ansatzlosem Schuss aus dem Slot, über die Stockhand des Tölzer „Madls“ Viona Harrer im Tor, für Ergebniskosmetik zu sorgen. Nach einem Bandencheck von Jeffrey Szwez verabschiedete sich mit ihm der erste Breisgauer Leistungsträger kurz darauf mit einer Spieldauerstrafe zum Duschen in die Kabine. Und Strobl sorgte kurz vor Drittelende mit dem dritten Unterzahltor der Oberbayern dafür, den alten Abstand wieder herzustellen.

Das Schlussdrittel glich einem Schaulaufen der Tölzer Löwen, das nur durch ein böses Frust-Foul von Konstantin Firsanov gegen Florian Ketterer unterbrochen wurde; damit war auch für ihn die Saison ein paar Minuten früher beendet, und Trainer Thomas Dolak kündigte dafür später "harte Konsequenzen" an. Im übrigen gönnten die „Buam“ ihrem „Madl“ nun mehr und mehr Chancen, sich gegen Freiburger Angriffsbemühungen auszuzeichnen. So gelang Jan Nemecek kurz vor Schluss mit einem Schlagschuss aus dem Slot noch der letzte Treffer einer insgesamt atemberaubenden siebenten Play-off-Partie.

Dolak war anschließend entsetzt über den Auftritt seines Teams im Anfangsdrittel: „So spielt man kein siebentes Play-off-Spiel, ohne Wille und Bereitschaft!“ Dennoch zog er ein mehr als zufriedenes Saison-Fazit: „Wir haben weit mehr erreicht, als vor der Saison erwartet und können rundweg zufrieden sein.“ Sein Gegenüber Florian Funk richtete naturgemäß bereits den Blick auf den nächsten Gegner am kommenden Freitag: „Mit den Frankfurter Löwen empfangen wir die wohl stärkste Mannschaft des Westens. Wir freuen uns auf 7.000 Besucher in Frankfurt - das wird ein Fest. Und wenn wir unser Spiel spielen, wie heute im ersten Drittel, werden wir schwer zu schlagen sein. Wir werden keine Infos über den Gegner einholen und keine Videos ansehen, sondern uns einzig auf unser Spiel konzentrieren“, ließ Funk abschließend das Selbstvertrauen des Titelverteidigers erkennen.

Tore: 1:0 (2.) Lindlbauer (Pfleger, Ketterer) 5-4, 2:0 (9.) Merl (Pommersberger, Mangold), 3:0 (10.) Strobl (Sedlmayr) 4-5, 4:0 (11.) Pfleger (Fuchs) 4-5, 5:0 (14.) Kottmair (Pfleger, Lindlbauer), 6:0 (19.) Chr. Kolacny (Pfleger, Sedlmayr) 5-4, 6:1 (23.) Linsenmaier (Vozar) 5-4, 7:1 (40.) Strobl (Pföderl, Pommersberger) 4-5, 7:2 (56.) Nemecek (Vozar) 4-3

Strafen: Bad Tölz 28, Freiburg 27 + 10 Vozar + Spieldauer Szwez + Matchstrafe Firsanov

HSR: Bidoul, LSR: Bertele, Th. Haas

Zuschauer: 1.982

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