Tölzer Löwen treffen auf Schönheide, Waldkraiburg und SonthofenDrei Spiele in fünf Tagen

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Am morgigen Freitag (19 Uhr) sind die „Buam“ zu Gast beim EHV Schönheide, am Sonntag (18 Uhr) ist der EHC Waldkraiburg zu Gast und schon am Dienstag (18 Uhr) geht es – ebenfalls mit einem Heimspiel – gegen den ERC Sonthofen weiter. Auf dem Papier sind es drei lösbare Aufgaben für die Löwen, denn die Gegner stehen aktuell auf den letzten drei Plätzen der Liga.

Platz elf hat derzeit der EHV Schönheide inne. Die Sachsen taten sich schon in ihrer letztjährigen Premieren-Saison schwer, mit dem Rest der Liga mitzuhalten. Ganze 19 Punkte trennten sie am Saisonende vom Vorletzten, dem EHC Klostersee. Sehnsüchtig warten die Wölfe-Fans auch in dieser Spielzeit auf den ersten Heimsieg – und auch auswärts konnte der EHV erst einmal gewinnen. Ein großes Problem des Teams von Victor Proskuryakov sind die Special-Teams. Ihr Unterzahlspiel ist das schwächste der Liga und auch mit drei Überzahltoren steht Schönheide am unteren Ende der Rangliste. Da helfen auch die bislang sechs Treffer von Topscorer Tomas Vrba nicht entscheidend weiter. Stammtorhüter ist Patrick Glatzel, der aktuell im Schnitt 3,58 Gegentore pro Partie hinnehmen muss. Allgemein ist die Defensive allerdings keine Großbaustelle. Bei den zuletzt fünf Niederlagen in Folge kassierten sie zwar 20 Gegentreffer, doch vergleicht man diesen Wert mit der Konkurrenz, ist er einen Platz im Mittelfeld wert.

Anders stellt sich das beim EHC Waldkraiburg dar. Mit 39 Gegentoren hat das Torhütergespann um Björn Linda und Thomas Hingel ligaweit die zweitmeisten Treffer kassiert. Schon in der Vorbereitung kam es zum Duell der beiden „Löwen“. Damals konnte Linda seinen Kasten aber weitestgehend sauber halten – nur Stefan Reiter gelang ein Tor in der regulären Spielzeit. So mussten sich die Tölzer Löwen mit einem Erfolg im Penaltyschießen zufriedengeben. Einziger Torschütze für Waldkraiburg war Michael Trox, der auch in der regulären Saison schon zehn Punkte gesammelt hat. Geschlagen wird er in dieser Statistik nur von Fabian Zick mit zwölf Zählern. Ihre einzigen beiden Siege konnten die Waldkraiburger Löwen gegen den EHV Schönheide und den Gegner der Tölzer Löwen am Dienstag – den ERC Sonthofen – einfahren.

Sonthofen belegt aktuell mit drei Punkten den letzten Tabellenplatz und hat die mit Abstand schlechteste Abwehr der Liga. Schon 46-mal konnten Martin Morczinietz, Jenny Harß und Förderlizenz-Spieler Marc-Michael Henne überwunden werden. Bereits am ersten Spieltag trafen die Löwen auf die Bulls, damals behielten die „Buam“ mit 7:1 klar die Überhand. Einziger Torschütze für die Allgäuer damals: Chris Stanley. Der 37-Jährige war auch in den restlichen Partien der treffsicherste Akteur und führt die teaminterne Scorerliste mit acht Treffern deutlich an. Ein weiterer heißer Anwärter auf die Krone des besten Scorers wäre Charlie Taft gewesen, doch der US-Amerikaner zog sich in Höchstadt eine schwere Verletzung zu und wird Trainer Gerd Wittmann wohl länger fehlen. Die Verantwortlichen reagierten und verpflichteten mit Michael Neal einen AHL-erfahrenen Stürmer, der in seinen ersten beiden Spielen zwei Punkte sammeln konnte. Rein statistisch gehen die Zweitplatzierten Löwen also in alle drei Partien als klarer Favorit. Dennoch ist spätestens seit dem Last-Minute-Ausgleich in Höchstadt klar, dass man keinen Gegner unterschätzen darf.

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