Tölzer Löwen geben 3:0-Führung aus der Hand3:4-Niederlage nach Penaltyschießen gegen den EVR

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Die Löwen bestimmten das erste Drittel. Mit Druck kamen sie aus der Kabine und erspielten sich zahlreiche Chancen. Zählbares kam heraus, als die Tölzer das erste Mal in Überzahl waren. Florian Strobl, bedient von Stefan Reiter, brachte die Hausherren in Führung (10.). Nur 21 Sekunden später fand ein platzierter Schlenzer von Christian Kolacny ebenfalls den Weg ins Regensburger Tor. Die Löwen spielten weiter wie im Rausch. In doppelter Überzahl sorgte Klaus Kathan für das 3:0 (15.): Josef Franks brachialer Schlagschuss prallte vom Pfosten ab, Kathan verwertete den Abpraller. „Im ersten Drittel hatten wir null Chance“, sagte Regensburgs Trainer Doug Irwin. „Wir können unserem Torwart danken, dass es da nicht schon 6:0 oder 7:0 für Tölz stand.“

Im zweiten Abschnitt spielten die Tölzer nicht mehr ganz so stürmisch nach vorne, und Regensburg wurde stärker. Obwohl die Löwen-Fans ihre Mannschaft pausenlos anfeuerten, blieb dieses Drittel torlos. Nach der zweiten Pause hatte dann plötzlich Regensburg das Spiel im Griff. Nach nur 33 Sekunden gelang Barry Noe der Anschlusstreffer. Und als Benedikt Böhm unter großem Jubel der mitgereisten EVR-Anhänger das 2:3 erzielte (47.), stand das Spiel auf der Kippe. Die Gäste hatten nun die besseren Chacen und nutzten ein Powerplay in der 54. Minute zum Ausgleich. Regensburg hätte das Spiel sogar noch in regulärer Spielzeit für sich entscheiden können. So blieb es aber beim 3:3.

Wenige Sekunden nach Beginn der Verlängerung hatten die Tölzer den Siegtreffer auf dem Schläger. Josef Frank kam völlig frei zum Schuss, scheiterte aber an Holmgren. Weitere Chancen durch Michael Endraß und Stefan Reiter blieben ungenutzt. So musste das Penaltyschießen entscheiden. Keiner der vier Tölzer Schützen traf. Anian Geratsdorfer, der den erkrankten Markus Janka im Tor vertrat, parierte zwar drei der Regensburger Versuche. Beim zweiten Anlauf von Nikola Gajovsky war er aber machtlos, und der Zusatzpunkt ging in die Oberpfalz.

„Wir haben das Spiel in den ersten 40 Minuten verloren“, sagte Trainer Axel Kammerer nach der Partie. „Wir waren haushoch überlegen und haben die Chancen fahrlässig vergeben. Wir haben es versäumt, das Spiel frühzeitig zu entscheiden.“ Dass Regensburg dann mit seiner Qualität in der Lage sei, drei Tore aufzuholen, sei klar. „Aber so etwas passiert.“ Anian Geratsdorfer bescheinigte er eine „großartige Leistung“.

Die wird der Ersatz-Goalie auch in Deggendorf am Sonntag abrufen müssen. Aller Voraussicht nach kann Markus Janka dann noch nicht ins Team zurückkehren.

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