Tölzer Löwen drehen Spitzenspiel in Selb und gewinnen mit 5:3Starke Moral

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Schon vor dem Spiel knisterte es im Stadion. Die gut gefüllte Arena war in Erwartung des Spitzenspiels der Oberliga Süd. 2140 Zuschauer fanden den Weg in die Netzsch-Arena, und sie sollten ihr Kommen nicht bereuen. Von Anfang an entwickelte sich ein Spiel, das Play-off-Niveau offenbarte. Der bessere Start gehörte aber fraglos den Hausherren. Etwas mehr als vier Minuten waren absolviert, und die Wölfe führten mit 2:0. Michael Dorr und Marvin Deske hießen die Torschützen. Alles deutete auf ein verkorkstes Anfangsdrittel der Tölzer hin. Ein Löwe hatte allerdings etwas dagegen: Stefan Reiter erzielte nur knapp eine Minute nach dem zweiten Gegentreffer den Anschluss. Er ließ sich nach einem schönen Pass von Josef Frank frei vor Sebastian Stefaniszin nicht zweimal bitten. So gingen die „Buam“ nur mit einem Tor Rückstand in die Pause – auch weil beide Teams gute Chancen ausließen.

Die Wölfe starteten aber auch im zweiten Drittel druckvoll und hochmotiviert. Den ersten Fehler der Löwen – Josef Frank verlor den Puck im Vorwärtsgang – nutzte Herbert Geisberger um den Zwei-Tore-Vorsprung wieder herzustellen. Die Isarwinkler hatten allerdings erneut nur kurze Zeit später die richtige Antwort parat. 22 Minuten waren gespielt, als Johannes Sedlmayr den freistehenden Julian Kornelli erblickte, der keine Mühe hatte einzuschieben. Kornelli war es auch, der wenig später wieder in den Blickpunkt rückte. Nach einem Check von Nikolaus Meier hielt sich der junge Stürmer die Schulter. Er musste kurz behandelt werden, konnte im letzten Drittel aber wieder eingreifen. Ein Umstand, der Axel Kammerer durchaus gelegen kam. Gerade, weil mit Michael Endraß ein wichtiger Part seiner ersten Sturmreihe mit einer Matchstrafe weggebrochen war. Die Löwen waren gegen Ende des zweiten Abschnitts fast zwei Minuten in doppelter Unterzahl, verteidigten aber stark und ließen keinen Gegentreffer zu.

Kaum war die Unterzahl überstanden übernahmen die „Buam“ im Schlussdrittel das Kommando. Kaum einmal kamen die gefährlichen VER-Stürmer zum Abschluss, es waren einzig und allein die Löwen, die auf das nächste Tor drängten. Die mitgereisten Fans mussten sich aber bis zur 58. Spielminute gedulden. Dann die Erlösung: In Überzahl traf Stefan Reiter nach einer schönen Kombination zum Ausgleich. Doch damit nicht genug. Die Löwen hatten nun Blut geleckt und erzielten 56 Sekunden später sogar den Führungstreffer. Johannes Sedlmayr nutzte einen Wechselfehler der Gastgeber eiskalt zum 4:3 aus – der Siegtreffer. Das Empty-Net-Tor von Stefan Reiter besiegelte nicht nur den Endstand, sondern auch den Hattrick für den Stürmer. So gewinnen die Tölzer Löwen dank einer furiosen Schlussphase und einer moralischen Glanzleistung mit 5:3 bei den Selber Wölfen.

Vor dem letzten Meisterrunden-Wochenende führen sie die Liga nun mit fünf Punkten Vorsprung an. Als Gegner warten nun noch der EV Regensburg und am Sonntag zuhause der EC Peiting.

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