Tigers wollen ihr gelungenes Startwochenende veredelnEHC Bayreuth

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Die Peitinger hatten einen durchwachsenen Start zu verzeichnen. Einem spät heraus geschossenen 5:2-Heimsieg gegen Weiden folgte mit vielen Überzahlgegentoren eine heftige 3:9-Klatsche in Freiburg. Zu Hause behielt man zum Ende durch den neu formierten Paradeblock Kreitl, Baindl, McDonald doch noch klar die Oberhand, aber auswärts, wo Torwart Hechenrieder schon nach 20 Minuten und fünf Gegentoren vom Eis ging, klappte fast nichts. Vermutlich sind die Oberbayern also in der Wagnerstadt auf etwas Rehabilitation aus und darauf gilt es sich einzustellen. Trainer Sicinski hat trotz einiger namhafter Abgänge (wie z.B. Topscorer Fröhlich in die DEL2) aber auch wieder einen Kader zur Verfügung bekommen, der höheren Ansprüchen als reines Mittelfeld genügen könnte. Man lotste mit Offensivverteidiger Feuerecker ein großes Talent zum ECP, dazu den lange höherklassig gestählten Center Kreitl und besetzte die Kontingentstellen neu mit den Nordamerikanern Carlson (Abwehr) und MacDonald (Angriff). Dazu verblieben auch zum Beispiel die schon bewährten Sturmasse Baindl, Krabbat, genauso wie Stammgoalie Hechenrieder am Lech und bilden mit den traditionell vielen und gut ausgebildeten Eigengewächsen einen Top-Kader. Noch wichtiger für die Tigers wie sonst eh immer, wird es gegen den letztjährigen Sechsten der Oberliga von der Strafbank fern zu bleiben. Schon vier Powerplaytore zeigen, dass Peiting besonders in diesen Situation erneut brandgefährlich ist.

Am Sonntag geht es dann um 18.30 Uhr beim Deggendorfer SC auswärts ran. Von einigen Experten durch mehrere namhafte Neuzugänge als Geheimfavorit eingestuft, war auch dort der Saisonstart noch holprig. Nach dem ganz knappen 3:2-Erfolg nach Verlängerung gegen Klosteresse folgte nämlich auch für die Niederbayern eine verdiente 3:7-Niederlage in Regensburg, wo man schon früh klar in Rückstand lag und sich davon nicht mehr erholte. Besonders durch die neuen Ausländer wie Mittelstürmer Whitecotton (früher Weiden BL2 und Straubing DEL) und neben dem verbliebenen Routinier Benda der neue Abwehrchef Fatyka (Slowake aus Bremerhaven DEL2) dürften die Erwartung steigen. Nach nur Platz zehn und Klassenerhalt über die Play-downs im Vorjahr sorgen auch Beck vom DEL2-Meister Bremerhaven oder Litesov (Torjäger aus Schweinfurt) bzw. Calovi (Talent von der DEG) und der Ex-Klosterseer Möhle für Aufbruchstimmung an der Trat. Der neue Bandenchef Feistl soll diesmal mindestens die Play-offs mit dem Team um weitere Kracher wie Ortolf, Retzer oder Torwart Agricola schaffen und da die Stadionumbauten auch immer weiter voran schreiten, passen dort inzwischen auch die Trainingsmöglichkeiten nun besser.

Der EHC Bayreuth will dagegen weiter auf die bisher sehr respektablen sechs Punkte aufbauen. Aber Achtung, denn leichte Spiele gibt es in dieser Liga nicht, wie man in einigen Phasen, als es nicht lief, auch schon am letzten Wochenende deutlich merken konnte. Volle Konzentration über die kompletten 60 Minuten ist angesagt, noch dazu wo die kommenden Begegnungen vermutlich noch etwas stärkere Gegner als zuletzt mit sich bringen. Die verschlechterte Personalsituation tut dabei ihr übriges. Pietsch fällt mit Gehirnerschütterung vorerst genauso aus wie weiterhin Verteidiger Mayer. Dazu kommt noch die noch nicht entschiedene Länge der Sperre von Kasten und auch Torwart Bädermann musste zuletzt krankheitsbedingt im Training passen.

Auch durch diese weiteren Ausfälle glühten diese Woche die Telefondrähte zu Kooperationspartner Weißwasser und die Chancen stehen gut, dass der eine oder andere Crack der Füchse zum Tiger mutiert. Da die Oberlausitzer Donnerstag und Samstag in der DEL2 im Einsatz sind, würde sich schon dieses Wochenende anbieten. Genaueres dazu wird noch zwischen den beiden Clubs abgestimmt.

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