Tigers setzen angriffslustig die Play-offs fortEHC Bayreuth

Tigers setzen angriffslustig die Play-offs fortTigers setzen angriffslustig die Play-offs fort
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Bei den Fachleuten gibt es ja unterschiedliche Ansichten, ob eine Erholungsphase wie jetzt zwischen den Spielen oder doch das „im regelmäßigen Rhythmus bleiben“ die bessere Vorbereitung ist. Doch da es beide Teams nach ihren 4:0-„Sweeps“ gleichermaßen betrifft, hat es zumindest keinen Einfluss auf den Sieger dieser Best-of-Five-Serie gegen den Hauptrundenprimus EHC Freiburg.

Die „Breisgau-Wölfe“ landeten in der Hauptrunde souverän auf Platz eins und bestachen durch einen extrem breit und gleichzeitig hochklassig zusammen gestellten Kader. Schon im Tor nahmen sich die beiden Goalies Hönkhaus und Mathis nicht viel. Wobei Christoph Mathis von Coach Leos Sulak zu Beginn der Play-offs gegen Deggendorf zur Nummer eins erkoren wurde, bei den vier Siegen sehr stark agierte und auch gleich wieder zwei Shutouts für sich verbuchen konnte. Davor befindet sich die beste Defensivabteilung der Liga um den Tschechen Vavrusa und dem aus Schwenningen (DEL) in seine Heimat ausgeliehenen Mirko Sacher. Die ligaweit wenigsten Gegentore (z.B. wieder nur drei in den Play-offs) belegen das eindrucksvoll. Wenn es überhaupt einen Schwachpunkt bei den Südbadenern gibt, dann vielleicht noch die zuletzt auch verbesserte Offensivkraft aus der Abwehr und nach eigenen Angaben ihre Chancenverwertung (das haben sie dann auch mit den Tigers gemeinsam). Seit dem Zugang des Tschechen Petr Haluza im Saisonverlauf steigerte man die Torquote aber deutlich und die Qualitäten der größtenteils noch jungen Eigengewächse wie Tobias Kunz, Niko Linsenmaier oder den Billich Brüdern Chris und Steven sind schon lange bekannt. Bärenstarkes Unterzahlspiel einer insgesamt sehr fairen Truppe rundet das Bild eines der großen Aufstiegsfavoriten dann noch ab. Die enorm gestiegenen Zuschauerzahlen in der altehrwürdigen Franz-Siegel-Halle zeigen ebenfalls, dass man dort wieder nach Höherem strebt. Diese Eindrücke setzten sich auch in den Duellen mit den Niederbayern aus Deggendorf fort, in denen man auch mit noch aggressiverem Forecheking dem Gegner kaum Luft zum Atmen gestattete.

Im Lager der Oberfranken ist man sich aber auch seiner eigenen Qualitäten bewusst. Trainer Waßmillers Aussage bei der Pressekonferenz nach dem Seriensieg gegen Bad Tölz, dass jede Oberligamannschaft mit den Tigers Probleme bekommt, wenn sie so wie gegen die Löwen weiter spielen, war kein Lippenbekenntnis, sondern ein klares Zeichen für das berechtigte Selbstbewusstsein am roten Main. Dazu kommt noch, dass die rot-weißen Freiburger mit drei Niederlagen eine negative Bilanz bisher in dieser Spielzeit gegen seine Jungs erzielt haben. Das etwas gelichtete Lazarett gibt ihm außerdem nun wieder deutlich mehr Variationsmöglichkeiten. Der Amerikaner Ben Warda ist ziemlich sicher wieder dabei und auch bei Jari Pietsch sieht es gut aus. Beide brennen darauf die zuletzt etwas ausgedünnte Mittelstürmerposition bei den Tigers neu zu beleben, wobei sich der Deutsch-Russe noch nicht über die Reihenzusammenstellung in die Karten schauen lässt. Damit dürfte die gegen Tölz aus einer geschlossenen Mannschaft noch etwas herausragende KGB-Paradelinie samt ihres Abwehrpärchens Potac/Mayer wieder etwas mehr offensive Entlastung bekommen und das Team für den Gegner wieder noch unberechenbarer machen. Nicht dabei sein werden aber die noch verletzten Feuerpfeil und Marsall sowie der am Freitag beruflich verhinderte Franz. „Die Jungs ziehen im Training voll mit und man spürt wie heiß und hungrig sie sind, das steigert sich immer weiter“, wird der Deutsch-Russe immer wieder euphorisch wenn er über seine Mannschaft spricht. „Es macht so Spaß und ich bin sehr stolz, diese tolle Truppe trainieren zu dürfen, die den Fokus gerade jetzt noch weiter schärft“, wiederholte er auch nochmals seinen Satz aus der Pressekonferenz nach dem entscheidenden Sieg in Tölz voller Überzeugung. „Wir werden alles versuchen und schauen, wozu das dann reicht gegen diesen sehr starken Gegner, der nicht umsonst klarer Hauptrundensieger wurde.“


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