Tigers gehen mit Heimrecht in die „Crunchtime“Bayreuth trifft auf Deggendorf

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Am Freitag um 20 Uhr kommt Deggendorf in den Tigerkäfig, wo der EHC als Vizemeister die Favoritenrolle sicher genauso annimmt, wie am Sonntag um 18.30 Uhr beim Rückspiel an der Trat. Der DSC setzte sich am Dienstag erst in den Pre-Play-offs knapp mit 2:1 Siegen gegen Klostersee durch, während die Oberfranken einige Tage durchschnaufen konnten. Man tritt diese Reise zwar müde wegen der aufreibenden drei Partien in nur fünf Tagen an, aber mit einem Erfolgserlebnis im Gepäck. Das häufige Hin und Her zwischen Vorsprung und Rückstand hat physisch und psychisch sicher Kraft gekostet, aber das gute Gefühl am Ende überwiegt meist beim Sieger. Dagegen sind die Bayreuther nicht mehr ganz im Spielrhythmus, aber alles in allem dürfte sich das gegeneinander ziemlich aufwiegen.

Nach gutem Start verloren die Niederbayern im Saisonverlauf etwas ihre Form und später mit Jiri Otoupalik auch noch ihren Trainer aus privaten Gründen. Mit Christian Zessack übernahm ein erfahrener Insider aus dem Club für die letzten Spiele das Zepter an der Bande und führte das Team dann aber doch noch in diese K.o.-Runde. Besonders in der Offensive ist das Team aus dem Donautal relativ breit und gut besetzt. Die gefährliche Arbeitsbiene Schembri, Torjäger Slanina oder der tschechische Spielmacher Hubacek sind genauso zu beachten wie die Janzen-Brüder oder der Ex-Schweinfurter Litesov. Hinten sticht der höherklassig erfahrene Gawlik neben dem Slowaken Koma offensiv und defensiv heraus und im Tor steht Routinier Agricola schon seit vielen Jahren fast immer seinen Mann.

Die direkten Duelle endeten bisher im Tigerkäfig mit 1:2 zum Saisonauftakt und später hoch überlegen 8:1, während die Bayreuther auswärts mit zwei richtig starken Vorstellungen jeweils mit 7:3 bzw. 4:2 verdient die Oberhand behielten.

Im Lager der Wagnerstädter sind alle Mann an Bord, auch wenn Förderlizenzgoalie Eisenhut nicht von seinem Stammverein abgestellt wird. „Natürlich hatten wir die Hoffnung, ihn auch in den Play-offs einsetzen zu können, aber wir wussten immer, dass Ingolstadt da die Entscheidungsgewalt hat“, ist Teamchef Habnitt auch etwas enttäuscht, sieht aber genauso den lange bekannten Tatsachen ins Auge. „Nach der Saison werden wir das ganze Thema Förderlizenz dann in Ruhe einmal analysieren und weiter sehen, was für uns dann zukünftig der beste Weg sein wird“, schließt er das vorerst ab. „Wir sind mit unseren Torhütern dennoch gut aufgestellt, denn Julian Bädermann gehört statistisch nicht umsonst zu den Besten der Liga und ist nach seiner Verletzung auch wieder belastbar. Auch Freddy Hartung hat z.B. in Selb seine Sache toll gemacht“, haben Habnitt und auch Coach Waßmiller volles Vertrauen in ihre Schlussmänner. Der deutsch-russische Tigerdompteur baut wieder auf seine homogene und eingespielte Truppe, in der Pavlu weiter fest als Verteidiger spielen wird und er sich ein paar taktische Überraschungsfeinheiten für den Gegner ausgedacht hat. „Beim letzten Spiel in Deggendorf war der neue Trainer dort bereits im Amt, und wir konnten somit die Unterschiede zu seinem Vorgänger schon live erleben“, ist er wie üblich gut vorbereitet und weißt wie immer darauf hin: „Der Fokus liegt aber sowieso viel mehr auf uns und unserer eigenen Leistung. Wir sind alle heiß auf diese neue Saisonphase, sind fit und gut vorbereitet und wollen mit unseren Fans im Rücken gleich voll durch starten, wissen aber auch um die Qualitäten der Deggendorfer“, sprudelt die Vorfreude aus ihm heraus. „Einen Schritt nach dem anderen blicken wir auf die einzelnen Spiele und hoffen dass die Reise möglichst lange geht“, sind sich Habnitt und Waßmiller auch in diesem Punkt einig. Freude und etwas Euphorie ja, aber nicht überdrehen, denn in den Play-offs war und ist immer absolut alles möglich.“

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