Tabellenführer und Schlusslicht Gegner von FireDeggendorfer SC

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Nach dem Coup in Peiting und den zwei Siegen gegen Schweinfurt geht Fire aber mit neu gewonnenem Selbstvertrauen in die beiden Wochenendpartien.

Am Freitag tritt Fire die lange Auswärtsfahrt in den Breisgau an. Von der Papierform her scheinen die Rollen klar verteilt zu sein. Freiburg geht als der große Favorit in die Partie, führt man doch mit großem Abstand die Tabelle an, nur die Selber Wölfe können mit der Sulak-Truppe Schritt halten. Einzig das erste Heimspiel gegen den EV Füssen ging verloren, seither gelangen sechs Siege auf heimischen Eis. Spieler wie Wiecki, Vozar oder Appel können ein Spiel allein entscheiden, mit dem Ex-Peitinger Milos Vavrusa steht zudem ein torgefährlicher Abwehrspieler im Diensten der Freiburger. Die beiden Torhüter Fabian Hönkhaus und Christoph Mathis stehen abwechselnd im Tor und gehören zu den Besseren in der ganzen Liga.

Letzte Saison konnte Deggendorf Fire in einem kuriosen Spiel mit 8:6 in Freiburg gewinnen und auch im ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison verlor man nach toller Aufholjagd nur knapp. Jan Benda will nach der weiten Fahrt auch nicht mit leeren Händen dastehen. „Wir fahren nicht nach Freiburg, um zu verlieren“, gibt er sich kämpferisch. Auftrieb sollten die jüngsten Ergebnisse geben, der Fire-Coach war am Wochenende mit den Leistungen all seiner Schützlinge zufrieden. Eine sehr starke Leistung bestätigte er Christian Retzer, der zu den beiden Siegen über Schweinfurt drei Treffer beisteuerte. Einzig die Tatsache, dass man sich nach einer Drei-Tore-Führung in Schweinfurt nur noch den Extrapunkt sicherte, bedauerte Benda. Auf Christian Retzer wird er in Freiburg allerdings aus beruflichen Gründen verzichten müssen, wie auch auf Andreas Maier, der nach einem harten Check in Schweinfurt diesmal nicht mitwirken kann. Da auch Sandro Agricola aus Studiengründen passen muss, wird Louis-Vincent Albrecht sein Debüt im Fire-Tor geben. Auf alle Fälle kann Deggendorf in diesem Spiel als krasser Außenseiter befreit aufspielen.

Anders sieht die Situation am Sonntag aus, wenn man die Blue Devils aus Weiden im Deggendorfer Eisstadion begrüßen kann. Es ist eine stattliche Zuschauerzahl zu erwarten, was aber nicht unbedingt dem Tabellenstand der Gäste zu schulden ist – schließlich ist Weiden aktuell Letzter. Vielmehr nutzen die Fans wohl in Scharen die Möglichkeit, das in Rekordzeit neu errichtete Stadiondach zu bewundern. Der emsige Bauunternehmer Günther Karl hat das Unmögliche möglich gemacht und binnen ein paar Wochen das marode Gebälk entfernt und ein modernes Dach errichtet. Coach Benda bittet am Samstagnachmittag sein Team zum ersten Training auf dem Eis, sicherlich ein gutes Gefühl, nach der „Wanderschaft“ durch die umliegenden Eisstadien wieder im eigenen „Wohnzimmer“ trainieren und spielen zu können. Mit einem bunten Rahmenprogramm wird bereits ab 12 Uhr ein Tag der offenen Tür gefeiert, der unter dem Motto „Toleranz und Integration steht“. Höhepunkt dieses Tages wird der Vergleich gegen den Tabellenletzten Weiden sein, zu dem freier Eintritt gewährt wird.

Keine Geschenke will aber Deggendorf Fire verteilen, Chefanweiser Jan Benda sieht in den Oberpfälzern auch einen schweren Gegner. „Die sind auch im Aufwind“, weiß Benda über Weiden zu berichten, die nach sieben Niederlagen am Stück zuletzt fünf Punkte aus den vergangenen drei Partien holten. Auswärts brachten die Devils noch nichts zu Stande, außer jüngst einen Overtime-Sieg in Schweinfurt. Die Paradereihe um Dusan Andrasovsky, David Musial und Marcel Waldowsky übt noch nicht die Dominanz aus der letzten Saison aus. Allerdings scheint man mit Max Grassi einen guten Fang gemacht zu haben, der mit 13 Treffern bislang bester Torschütze der Devils ist. Goalie Daniel Huber wird wohl bis Ende Dezember ausfallen, so lastet die Verantwortung auf Oliver Engmann im Tor. So suchen die Oberpfälzer händeringend nach einer Verstärkung auf dieser Position, auch in der Abwehr sieht man Bedarf. Übrigens genauso wie Deggendorf Fire, aber „bezahlbare, gute deutsche Verteidiger zu finden, ist schwer“, analysiert Benda die derzeitige Lage.

Nichtsdestotrotz ist es am Sonntag angerichtet zu einem Eishockey-Fest unter dem neuen Dach. Da man sich vor dem Umbau mit einem Sieg gegen Klostersee verabschiedet hat, wäre es nur zu schön, mit einem Sieg in die neue Ära zu starten. Zumal Fire auch noch eine Rechnung offen hat, denn die Blue Devils brachten Deggendorf im Hinspiel mit 7:2 eine empfindliche Niederlage bei.

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