Stürmer David Hördler macht nach 23 Profijahren SchlussRekordspieler und Urgestein der Selber Wölfe hört auf

David Hördler hört auf. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)David Hördler hört auf. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
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Mit David Hördler verliert das Selber Eishockey einen ganzen großen Spielertyp, eine Integrationsfigur, ein Vorbild für die vielen jungen Nachwuchsspieler. Hördler, der in der Saison 1996/97 beim einstigen ERC Selb seine ersten Gehversuche in der Ersten machte, zeigte bereits sehr früh, welches Talent in ihm steckte. Kein Wunder, stammt er doch aus einer sehr eishockeybegeisterten Familie. Da wäre sein Vater Jochen zu nennen, ehemaliger DDR-Nationalspieler und über viele Jahre Kapitän und Leitfigur des ERC Selb sowie sein jüngerer Bruder Frank. Letzterer seit über 15 Jahren Stammspieler beim DEL-Club Eisbären Berlin, mit den er siebenmal Meister wurde und als Krönung in seiner Karriere letztes Jahr die Silbermedaille mit dem DEB-Team gewann.

Seine Heimat Selb ließ David Hördler nie aus den Augen, kehrte im Jahre 2011 nach Dresden, Leipzig, Rostock und Dortmund wieder zum VER Selb zurück. „Das war die einzig richtige Entscheidung“, ist Hördler auch heute noch voll überzeugt. Für den VER Selb schnürte der im Dezember 40 Jahre alt werdende Stürmer in 392 Pflichtspielen seine Schlittschuhe und verbuchte dabei 66 Tore und 165 Vorlagen. Tore und Punkte waren für Hördler aber nie wichtig. Der mannschaftliche Erfolg stand für ihn an erster Stelle, zudem war er derjenige, der eine Reihe führen konnte und wollte, junge und unerfahrene Cracks an seiner Seite stärker machte. Ein echter Leadertyp, sein Wort hatte Gewicht – sowohl auf, als auch abseits des Eises.

Es wird eine gewisse Zeit dauern, bis David Hördler für sich selbst realisiert hat, dass nach über 1000 Ligaspielen und 23 Profijahren nun wirklich Schluss für ihn ist. „Momentan fühlt es sich wie immer an, nach jeder Saison ist eine Pause. Ich gehe davon aus, dass es erst richtig komisch und ungewohnt für mich wird, wenn das Sommertraining anstehen würde und die Saison langsam wieder eingeläutet wird“, so David Hördler zu seinem momentanen Gefühlszustand.

Der Entschluss, dem aktiven Eishockey Lebewohl zu sagen, war kein leichter und natürlich gut überlegt. Und was waren die ausschlaggebenden Punkte für seinen Entschluss? Hördler holt ein wenig aus. „An oberster Stelle steht meine Familie, die über Jahre viel auf mich verzichten musste. Meiner Familie kann ich nun mehr Zeit widmen. Aber ich bin auch ehrlich. Bereits im letzten Sommer merkte ich, dass es mir immer schwerer fiel, mich für das Sommertraining zu motivieren. Und bevor Stimmen laut werden, ich sei zu alt und nicht mehr fit, mache ich lieber von mir aus Platz für die jungen Spieler.“

Was David Hördler künftig mit seiner vielen Zeit anfangen wird, weiß er noch nicht, auch nachgefragt nach seinen Plänen nach der Karriere winkt er vorerst ab. „Erst mal alles sacken lassen und ruhig angehen lassen.“ Es ist davon auszugehen, dass Hördler dem Selber Eishockey aber nicht komplett verloren geht, durchaus vorstellbar, dass er sich noch intensiver als Trainer im Nachwuchs engagieren wird. „Und nachdem mein Sohn ja auch schon mit dem Eishockeyfieber infiziert ist, werde ich sicherlich hin und wieder in der Eishalle stehen“, so David Hördler mit einem Augenzwinkern.

Mit dem Entschluss von Hördler endgültig mit Oberligaeishockey abzuschließen, steht auch etwas anderes fest. Zusammen mit Bruder Frank nochmals in Selb in einem Team zu spielen, wird es nicht geben. Schade oder? „Natürlich wäre dies super gewesen, aber wie lange hätte ich spielen müssen bis Frank evtl. mal zurück nach Selb kehrt. Und eines ist auch klar: Für die Eisbären bin ich zu alt.“, so David Hördler.


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