Starke Leistung beim DerbysiegSelber Wölfe

Starke Leistung beim DerbysiegStarke Leistung beim Derbysieg
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Die von ihren gut 500 mitgereisten Anhängern mit blau-weißen Luftballons empfangenen Wölfe traten in der ersten Viertelstunde im Stile einer Spitzenmannschaft auf und erteilten den Hausherren eine Eishockey-Lektion. Auch ohne Kapitän Schadewaldt, der nach dem Aufwärmen passen musste. Bereits nach 18 Sekunden tauchte Geisberger erstmals gefährlich vor dem Weidener Tor auf. In der zweiten Minute war EV-Keeper Huber bei einem Schlagschuss von Jeschke auf dem Posten, wenig später zielte Hendrikson aus aussichtsreicher Position knapp vorbei. Die Holden-Schützlinge ließen den Oberpfälzern auch in der Folge keine Zeit zum Luftholen, kombinierten flüssig und störten die Weidener schon in deren eigenem Drittel.

In der neunten Minute dann die längst überfällige Führung durch Mudryk, der im Nachschuss zur Stelle war. Und die Wölfe legten nach. Ronny Schneider spazierte durch die Abwehr der Blue Devils und traf im Fallen zum 2:0. Eine bis dahin mehr als verdiente Führung, die der Tabellenzweite in der elften Minute leicht hätte ausbauen können. Bei den Schüssen von Geisberger und Piwowarczyk rettete EV-Verteidiger Domke gerade noch auf der Linie.

Es war eine Vorführung der Selber. Auch was die Stimmung in der fast ausverkauften Halle betraf, hatten die Hochfranken deutliche Vorteile. Weiden sah das Gästetor bis zu diesem Zeitpunkt nur mit dem Fernglas. Erst als die Wölfe das hohe Tempo etwas drosselten und Jeschke die erste Strafzeit dieses Spiels verbüßen musste, kam der Gastgeber zu ersten Möglichkeiten. Waldowsky, Flamik und Kirchberger fanden ihren Meister aber in VER-Keeper Suvelo. Der musste sich in der 19. Minute nach Andrasovskys Schuss dann aber doch geschlagen geben. Weiden, lange nur ein Spielpartner der Holden-Schützlinge, war wieder in der Partie zurück und schöpfte neuen Mut.

In der 24. Minute schien sogar der Ausgleich fällig. Andrasovsky fuhr alleine auf Suvelo zu. Der Selber Torwart parierte gegen den auffälligsten Weidener aber ebenso bravourös wie bei Flamiks Nachschuss. Die Hausherren, die im Kampf um einen Play-off-Platz jeden Punkt benötigen, besannen sich nun ihrem Kampfgeist und waren am Drücker. Der VER hatte es in dieser Phase Torwart Suvelo zu verdanken, dass er in Führung blieb. Und genau zum richtigen Zeitpunkt fasst sich Schiener ein Herz, tankte sich durch die heimische Abwehr und schloss erfolgreich ab. Nach dem 1:3 kontrollierten die Wölfe die Begegnung wieder. Kurz vor Drittelende hatte Mudryk in Überzahl sogar das 1:4 auf dem Schläger, scheiterte aber ganz knapp.

So ganz sicher durften sich die selber Anhänger vor Beginn des Schlussabschnitts also noch nicht fühlen. „Wir haben einfach noch zu wenig aus unseren vielen Möglichkeiten gemacht“, fand Uwe Dutkiewicz vom VER-Presseteam den einzigen Kritikpunkt. Große Gefahr drohte dennoch keine mehr. Die Wölfe spulten ihr Pensum konzentriert und routiniert herunter. Und spätestens nach Meiers 1:4 in Überzahl durften die Selber ihre Kräfte für Sonntag schonen. Der Torschütze sorgte wenig später noch einmal für Jubel im 60 Minuten lang sehr stimmungsvollen Selber Fanblock, als er eine Auseinandersetzung mit dem Weidener Kritzenberger deutlich für sich entschied.

Am Sonntag empfängt der VER Selb den Tabellendritten EV Regensburg. Gegen den nächsten Nachbarrivalen aus der Oberpfalz könnten die Wölfe mit einem Sieg einen weiteren großen Schritt im Kampf um Platz zwei machen. Spielbeginn in der Autowelt-König-Arena ist um 18 Uhr. Der VER Selb rechnet mit einem großen Zuschaueraufkommen und empfiehlt ein frühzeitiges Erscheinen.

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