Starbulls verspielen in Weiden die Tabellenführung leichtfertig5:7-Niederlage für Rosenheim

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Die Mannschaft von Manuel Kofler dominierte die Partie vor 829 Zuschauern in der Hans-Schröpf-Arena dabei zwar deutlich, ließ aber viel zu viele Torchancen ungenutzt. Trotzdem gelangen noch die Anschlusstreffer zum 3:4 und zum 5:6. Letztlich gingen die Starbulls aber leer aus und müssen die Tabellenführung daher nun an den in Landshut siegreichen Deggendorfer SC abtreten.

Der Spieltag begann eigentlich gut für die Starbulls, denn sowohl Verteidiger Tobias Draxinger, als auch Stürmer Michael Fröhlich konnten den Daumen nach oben strecken: Beide Routiniers gaben in der Hans-Schröpf-Arena ihr Comeback. Auf den zuletzt so torgefährlichen, an diesem Wochenende aber in DEB-Nationalteam-Diensten (U19) stehenden Thomas Reichel musste Trainer Manuel Kofler dagegen verzichten.

Das Rosenheimer Tor hütete wie angekündigt Förderlizenzspieler Michael Boehm (Tölzer Löwen), der sofort im Mittelpunkt stand. Denn seine Vorderleute zeigten sich von der Offensivlust der Gastgeber augenscheinlich überrascht. So kam Martin Heinisch schon nach wenigen Sekunden völlig frei zum Abschluss, scheiterte aber noch knapp. In der zweiten Spielminute war es dann Matt Abercrombie, der im Slot viel zu viel Freiraum hatte und zudem tolles Auge und tolle Technik beim Querpass auf den ebenfalls freistehenden Marcel Waldowsky bewies. Für Waldowsky war es dann Formsache, zur 1:0-Führung einzuschieben. Ganze 23 Sekunden später, noch immer in Spielminute zwei, erhöhte Lukas Zellner bereits auf 2:0. Auch diesmal wurden Torschütze und Vorbereiter in der gefährlichen Zone nicht bzw. viel zu spät gestört.

Die Starbulls rissen das Spiel nun förmlichen an sich, dominierten klar, nahmen das Weidener Tor mehr und mehr unter Beschuss – und wurden erneut eiskalt erwischt. Diesmal spielte das Scheibenglück den Hausherren in die Karten, denn die Scheibe fiel nach einem harmlosen, mehrfach zufällig abgelenkten Schuss von Adam Schusser dem freistehenden Martin Heinisch vor die Füße, der nicht lange fackelte und ins offene kurze Eck traf (9.).

Starbulls-Coach Manuel Kofler nahm eine Auszeit – und die zeigte Wirkung. Fortan waren die Starbulls nicht nur in der Spielkultur dominant, sondern machten auch die neutrale Zone effektiv zu. Zudem konnte Maximilian Vollmayer ganze 14 Sekunden nach dem dritten Gegentreffer bereits auf 3:1 verkürzen. Nach Pass von Michael Baindl kurz verzögernd, nahm er exakt Maß und platzierte die Scheibe aus der Halbdistanz im Torwinkel (9.).

Von nun an war Johannes Wiedemann endgültig der meistbeschäftigte Spieler auf der Eisfläche. Doch der Weidener Keeper strahlte zwischen seinen unzähligen großartigen Paraden viel Ruhe und große Souveränität aus. Glück hatte er, als Michael Fröhlich nach einer tollen Kombination mit Chase Witala per Rückhand nur den Pfosten traf (18.). Natürlich war mehrfach auch Rosenheimer Inkonsequenz Grund dafür, dass der Anschlusstreffer bis zur zweiten Pause nicht fallen wollte. So hatte Witala sowohl in der 14., als auch in der 23. Spielminute Torwart Wiedemann bereits „auf dem Bierdeckel“ ausgespielt, um dann jeweils zu lange zu brauchen, um die Scheibe ins leere Tor zu schieben. Beide Male kam der Weidener Keeper dann doch noch irgendwie mit der Beinschiene auf der Torlinie ran.

Die Starbulls zeigten sehenswerte Kombinationen und schnürten die Blue Devils phasenweise in deren Zone ein – allerdings ohne Ertrag. Von den Hausherren war dagegen in der Offensive lange Zeit kaum etwas zu sehen. Erst in der Schlussphase des zweiten Drittels gelangen Abercrombie und Heinisch wieder der ein oder andere Abschluss.

Tore satt fielen dann im Schlussabschnitt. Zunächst traf Abercrombie gegen nach wie vor spielbestimmende Hausherren bei einem Gegenangriff satt in den rechten Torwinkel zum 4:1 (42.). Wie schon im ersten Drittel ließ die Rosenheimer Antwort nur 14 Sekunden auf sich warten. Fröhlich verkürzte nach idealem Rückpass von Bilek zum 4:1 (42.). Die Starbulls blieben am Drücker. Christoph Echtler, der zu Beginn des zweiten Drittels mehrere Zähne verloren hatte, versenkte einen schönen Rückpass von Fabian Zick, der sich in der Rundung gut durchgesetzt hatte, per Direktabnahme zum 4:3-Anschlusstreffer ins kurze Eck (44.). Noch in der gleichen Spielminute hatte Draxinger das 4:4 auf dem Schläger, zielte aber am leeren Tor vorbei. Statt des verdienten Ausgleichs fiel aber auf der Gegenseite das 5:3. Torwart Böhm konnte einen Schuss von der blauen Linie nicht festhalten, Petr Heider staubte aus kurzer Distanz ab (48.). Als die Gastgeber dann ihr erstes Powerplay des Spiels in der 52. Minute in Person von Vitali Stähle gleich zum 6:3 nutzten, schien das Spiel entschieden.

Starbulls-Trainer Kofler riskierte aber noch einmal alles, nahm Torwart Böhm bereits viereinhalb Minuten vor der Schlusssirene vom Eis. Und die Starbulls kamen auf diese Weise mit einem zusätzlichen Feldspieler tatsächlich noch einmal heran. Vitezslav Bilek staubte nach einem abgeprallten Schuss von Michael Rohner zum 6:4 ab (56.), Tobias Draxinger tunnelte Torwart Wiedemann von der blauen Linie zum 6:5 (57.). In der letzten Spielminute gelang den Blue Devils dann aber doch noch der Treffer ins leere Tor zum 7:5-Endstand durch Vitali Stähle.

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