Starbulls Rosenheim wollen endlich wieder in Überzahl treffenFreitag gegen Selb, Sonntag in Weiden

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Eine knackige Aufgabe für die Starbulls, denn der Tabellensechste aus Oberfranken ist nicht nur eines der aktuell am erfolgreichsten spielenden Teams der Liga, sondern kommt auch mit drei erst vor Kurzem verpflichteten Neuzugängen ins Emilo-Stadion. Am Sonntagabend gastieren die grün-weißen Kufenflitzer dann beim Tabellensiebten Blue Devils Weiden. Manuel Kofler und sein Team wollen beide Spiele gewinnen – und endlich das erste Powerplaytor im Jahr 2019 feiern.

Tatsächlich gelang den Starbulls in den sieben bisher seit Jahreswechsel in der Oberliga Süd absolvierten Spielen (erst Haupt-, dann Meisterrunde) noch kein einziger Treffer in Überzahl. Insbesondere im Heimspiel gegen Regensburg am vergangenen Sonntag gab es mit einem Mann mehr auf dem Eis zwar reichlich Rosenheimer Chancen, aber ein (eis-)bärenstarker Torwart Peter Holmgren hatte gewaltigen Anteil daran, dass die grün-weiße Powerplay-Durstrecke auf 27 Situation und knapp 50 Minuten anwuchs.

Das Überzahlspiel stand daher auf der Agenda des Abschlusstrainings vor dem Spiel gegen Selb ganz oben: „Wir werden die Reihen dabei noch variabler gestalten. Verkehr vor dem Tor und Schüsse waren zuletzt ja auch schon reichlich da. Die Jungs müssen einfach weiter hart arbeiten und an den Torerfolg glauben, dann stellt er sich auch ein“, sagt Starbulls-Trainer Manuel Kofler, der auf der anderen Seite auf ein derzeit sehr erfolgreiches Unterzahlspiel seiner Mannschaft verweisen kann: In den vergangenen zehn Spielen klingelte es ganze zweimal im Rosenheimer Tor, als der Gegner mit einem Spieler mehr agieren durfte.

Ohne Dominik Daxlberger, der im Spiel gegen Regensburg verletzt vom Eis ging, aber auch ohne Christoph Echtler und Tobias Draxinger werden die Starbulls Rosenheim am Wochenende antreten. Echtler muss nach einem Stocktreffer eine Rippenverletzung auskurieren. Draxinger dürfte zwar nach seiner Sperre wieder ran, verletzte sich aber im Training. Kofler hofft auf die Rückkehr aller drei Akteure zum nächsten Wochenende mit den Spielen in Peiting und gegen Memmingen.

An diesem Freitag steht nun aber zunächst das interessante Heimspiel gegen die Selber Wölfe auf dem Programm. Die Gäste haben in den vergangenen Wochen gleich dreimal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Der junge Verteidiger Michael Fink, der auch als Außenstürmer eingesetzt werden kann, wurde in Bietigheim ausgebildet und kam dort auch bereits in der DEL2 zum Einsatz. Nachdem er während seiner Try-Out-Phase voll überzeugte, wurde er jüngst fest verpflichtet. Von der Eishockey-Akademie von Red Bulls Salzburg wechselte vorletzte Woche der 20-jährige Carl Zimmermann nach Selb. In seinem ersten Spiel gegen Memmingen konnte der aus Crimmitschau stammende Stürmer gleich mit einem Tor und zwei Vorlagen überzeugen. Mit Charley Graaskamp verpflichteten die Oberfranken zudem einen weiteren Kontingentspieler. Der 22-jährige US-Amerikaner soll im Sturm den längeren Ausfall von Ryan McDonough kompensieren. Im letzten Spiel der Wölfe gegen Lindau erzielte Graaskamp den 2:1-Siegtreffer.

Trotz mehrerer verletzungsbedingter Ausfälle über Wochen haben die Selber Wölfe einen Positivlauf. Von den letzten 14 Spielen haben sie elf gewonnen. Vor allem zeigt sich die Mannschaft von Henry Thom in der laufenden Saison – ganz im Gegensatz zu den Starbulls – sehr erfolgreich, wenn es in die Verlängerung oder bis in das Penaltyschießen geht. In sieben von acht Fällen nahmen die Wölfe dann den Zusatzpunkt mit – Ligaspitzenwert! Da die Oberfranken aber im Herbst schwächelten, rangieren sie aktuell mit 51 Punkten aus 35 Spielen (das wegen Schneelast auf dem Hallendach ausgefallene Spiel in Peiting wird am 12. Februar nachgeholt) nur auf dem sechsten Tabellenplatz. In den beiden bisherigen Saisonvergleichen zwischen Rosenheim und Selb ging es knapp her. Auswärts zogen die Starbulls mit 1:2 den Kürzeren, im emilo-Stadion behielten sie mit 3:2 die Oberhand. Beide Partien wurden aber in der regulären Spielzeit entschieden.

Am Sonntag gastieren die Starbulls beim Tabellensiebten Blue Devils Weiden. Gegen das Team von Trainerfuchs Ken Latta waren die Grün-Weißen in zwei torreichen Spielen bisher zweimal erfolgreich. Einem 8:5-Heimsieg folgte ein 5:3-Auswärtsdreier. Die Blue Devils verloren am vergangenen Wochenende zweimal knapp und unglücklich (jeweils 2:3 gegen Sonthofen und in Memmingen), bestreiten an diesem Freitag das schwere Auswärtsspiel in Regensburg und müssen mit Maximilian Deichstetter, Lukas Zellner, Marco Pronath, Philipp Siller und Daniel Willaschek verletzungsbedingt auf ein Spielerquintett verzichten. Ob das für die Starbulls eher ein Vor-, oder aber ein Nachteil ist wird sich am Sonntag in der Weidener Hans-Schröpf-Arena ab 18.30 Uhr zeigen.


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