Starbulls Rosenheim wollen als Erster in die Play-offsSpannung pur am letzten Meisterrunden-Wochenende

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Die Tabellenkonstellation verspricht Hochspannung. Die Starbulls können vor dem Start in die am 9. März beginnenden Play-offs aus eigener Kraft den Platz an der Sonne ergattern – aber auch noch auf den vierten Platz zurückfallen.

Drei Zähler Rückstand auf Tabellenführer Deggendorfer SC, punktgleich mit den Selber Wölfen, fünf Zähler Vorsprung auf den EV Landshut – und gegenüber allen drei „Top-vier-Kontrahenten“ das beste Torverhältnis: Die Ausgangslage vor den letzten beiden Spieltagen der Meisterrunde könnte schlechter sein für die Starbulls. Sie könnte aber auch deutlich besser sein, wenn das Team von Manuel Kofler in den letzten Wochen – vornehmlich auswärts – nicht so viele Punkte leichtfertig und unnötig liegen gelassen hätte. Mit zwei Siegen nach regulärer Spielzeit am Freitag in Sonthofen und am Sonntag zuhause gegen Deggendorf wäre der inoffizielle Oberliga-Süd-Meistertitel für die Starbulls aber nach wie vor aus eigener Kraft möglich. Und dass dies im Hinblick auf die bestmögliche Platzierung für die Play-offs auch das Ziel von Team und Trainer ist, steht außer Frage.

Am vergangenen Freitag konnten sich die Grün-Weißen im Heimspiel gegen Sonthofen mit 5:1 durchsetzen, und ihr erstes Gastspiel im Allgäu im November gewannen die Starbulls mit 3:1. Trotzdem sind die Bulls vom ERC Sonthofen mit ihrer defensiv geprägten und tendenziell destruktiven Spielweise ein unangenehmer Gegner, was sie auch schon beim unerwarteten 4:1-Sieg im Rosenheimer emilo-Stadion am zweiten Adventssonntag unter Beweis stellten. Im Gegenzug zu den Starbulls kann Sonthofen von jeglichem Druck befreit aufspielen. An der Tatsache, dass das Team von Trainer Heiko Vogler als Tabellensechster in die Playoffs gehen wird, ist nichts mehr zu rütteln. Immerhin sind das zwei Ränge besser als vor Jahresfrist. Damals scheiterten die Allgäuer als Tabellenachter erst im Halbfinale an Aufsteiger Bad Tölz. Und vor allem dank der Nachverpflichtungen Ralf Rinke und Kyle Just sind die Gelb-Schwarzen diesmal noch stärker einzuschätzen.

„In Sonthofen ist es immer unangenehm zu spielen. Aber egal, wie motiviert und befreit der Gegner aufspielt, wir müssen und wollen die Partie unbedingt gewinnen“, nimmt Starbulls-Coach Manuel Kofler seine Spieler in die Pflicht: „Es darf keine Ausreden mehr geben“. Zwar plagten den ein oder anderen Spieler zuletzt kleinere Wehwehchen – Simon Heidenreich konnte diese Woche krankheitsbedingt nicht trainieren –, trotzdem geht Kofler davon aus, dass ihm der gleiche, fast komplette Kader wie vor Wochenfrist zur Verfügung steht. Weiterhin ausfallen wird Petri Lammassaari. Beim finnischen Stürmer hat sich eine Fußverletzung als komplizierter als zunächst angenommen herausgestellt, entsprechend langsamer gestaltet sich nun der Heilungsverlauf.

Unabhängig vom Ausgang der Partie am Freitag im Allgäu kommt dem Heimspiel am Sonntag gegen Spitzenreiter Deggendorfer SC für die Rosenheimer Kufenflitzer herausragende Bedeutung zu. Entweder, um die Niederbayern vom Thron zu stoßen, oder aber, um sich im Fernduell mit den Selber Wölfen zu behaupten. Die haben am letzten Spieltag Regensburg zu Gast und spekulieren selbst noch damit, die Meisterrunde vor den Starbulls auf Platz eins oder zwei zu beenden. Jedes Tor, das am Sonntagabend in den Stadien fällt, könnte demnach entscheidend sein für die finale Platzierung und die Ausgangsposition für die fünf Tage danach beginnenden K.o.-Serien.

Die bisherigen vier Saisonvergleiche zwischen Deggendorf und den Starbulls waren ausnahmslos eng. Am 1. November siegten die Niederbayern im emilo-Stadion mit 4:2 und brachten den Grün-Weißen die erste von insgesamt nur zwei Heimniederlagen nach regulärer Spielzeit bei. Am 7. Januar revanchierten sich die Rosenheimer mit einem 4:3-Sieg nach Verlängerung an der Donau, um dann beim ersten Aufeinandertreffen in der Meisterrunde am 26. Januar mit einem knappen 2:1-Erfolg gar alle drei Punkte aus Deggendorf zu entführen.

Der von John Sicinski trainierte DSC hat sich im Laufe der Saison von einem Geheim- zu einem Topfavoriten auf den Aufstieg in die DEL2 etabliert. Im Januar hat der Club mit der Verpflichtung des DEL-Topstürmers Rene Röthke von den Straubing Tigers hinter diese Ambition noch ein Ausrufezeichen gesetzt. Röthke erzielte in seinen seither zehn für Deggendorf absolvierten Partien schon 17 Scorerpunkte (zwölf Tore). Gemeinsam mit den abgezockten Kontingentstürmern Curtis Leinweber (Kanada) und Kyle Gibbons (USA) bildet er die wohl effektivste Sturmformation eines deutschen Eishockey-Oberligateams überhaupt. Während sich Röthke am Sonntag zum ersten Mal auf Rosenheimer Eis präsentieren wird, stand hinter dem Einsatz von Gibbons im Vorfeld noch ein kleines Fragezeichen. Doch auch die übrige Qualität des Deggendorfer Teams mit seinen zahlreichen „Zwei-Flaggen-Spielern“ verspricht ein Oberliga-Spitzenspiel auf Top-Niveau zum Meisterrunden-Abschluss im Emilo-Stadion.


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