Starbulls Rosenheim vor dem Play-off-ViertelfinaleStart in die „schönste Jahreszeit“ zu Hause gegen Peiting

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Damals, vor nun elf Jahren, endete die „schönste Eishockey-Jahreszeit“ mit dem Aufstieg der Starbulls in die DEL2. Das Auftaktspiel der maximal über fünf Partien gehenden Serie gegen Peiting findet am Dienstag im Rosenheimer ROFA-Stadion statt (19.30 Uhr, Sprade TV).

Den finalen Rosenheimer Hauptrundengegner Blue Devils Weiden ereilte wegen Quarantäne-Anordnung ebenso ein abruptes Saisonende wie den Deggendorfer SC, auf den die Starbulls eigentlich in der ersten Play-off-Runde getroffen wären. Die Starbulls bekamen deshalb einen neuen Viertelfinal-Gegner: Es ist der EC Peiting, der sich als Tabellensiebter eigentlich über die Pre-Play-offs für das Viertelfinale hätten qualifizieren müssen, dann aber in der Play-off-Rangliste einen Platz nach oben rückte. So kommt es nun zur Wiederauflage der Finalpaarung am Ende der Spielzeit 2009/2010, welche die Starbulls Rosenheim mit 3:0-Siegen für sich entschieden und ind die DEL 2 aufstiegen.

Die Viertelfinals.rie beginnt am Dienstag im Rosenheimer ROFA-Stadion. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr. Weitere Spieltermine sind der 26. März in Peiting (19.30 Uhr) und der 28. März in Rosenheim (17 Uhr). Falls nötig wird am 30. März wieder in Peiting und am 1. April wieder in Rosenheim gespielt (jeweils um 19.30 Uhr). Es gilt der Modus Best of Five, zum Aufstieg in die nächste Runde sind also drei Siege notwendig. Im Halbfinale würden die Starbulls entweder auf die Selber Wölfe treffen, falls sich die Favoriten Regensburg (gegen Memmingen) und Selb (gegen Lindau) in ihren Duellen durchsetzen. Sollte Regensburg oder Selb scheitern, wäre der Rosenheimer Halbfinalgegner der Sieger der Paarung Höchstadt – Riessersee. Im überaus unwahrscheinlichen Fall, dass weder Tabellenführer Regensburg noch der Tabellenzweite Selb ihre Viertelfinalserien erfolgreich bestreiten, wäre Memmingen der Halbfinalgegner der Starbulls.

Zunächst gilt es für die Starbulls Rosenheim aber natürlich einzig und allein, sich im Viertelfinale gegen den EC Peiting selbst durchzusetzen. Und das wird schwer genug. Zweimal trafen die Teams in der Hauptrunde aufeinander. Am 4. Februar behielten die Grün-Weißen im heimischen ROFA-Stadion mit 4:2 die Oberhand, am 23. Februar mussten sie sich an gleicher Stelle dem EC Peiting mit 1:3 geschlagen geben. Und diese Partie vor nunmehr exakt vier Wochen war auch das letzte Spiel, dass Rosenheims „neuer“ Viertelfinalgegner überhaupt bestritten hat, bevor er – zum dritten Mal in der laufenden Saison! – in Quarantäne musste. Die Mannschaft aus dem „gallischen Dorf“, wie sich der Oberliga-Dino selbst gern bezeichnet, geht also einerseits ausgeruht in die Play-offs, andererseits hat sie dabei freilich einen „Kaltstart“ zu absolvieren. Ob die Situation einen Vor- oder einen Nachteil darstellt, ist völlig spekulativ.

Was sicher ist: Die „Pfaffenwinkler“, bei denen Cheftrainer Sebastian Buchwieser mit Ablauf dieser Saison nach fünf Jahren sein Engagement beendet, werden wie in jedem Duell gegen die Starbulls Rosenheim hochmotiviert sein. Mit dem niederländischen Spielgestalter Nardo Nagtzaam und dem tschechischen Defensivstrategen Martin Mazanec stehen herausragende Importspieler im Kader. Mit Stürmer Ty Morris, Verteidiger Andreas Feuerecker und Torwart Florian Hechenrieder kommt exquisite Oberliga-Qualität und geballte Erfahrung auf Schlüsselpositionen hinzu. „Peiting ist ein schwererer Gegner als Deggendorf und würde bei einem normalen Saisonverlauf sicher weiter vorne in der Tabelle stehen als auf Platz sieben“, ist sich Starbulls-Cheftrainer John Sicinski sicher. Am Freitagabend verfolgte er noch akribisch die Übertragung des im Nachhinein irrelevanten Pre-Play-off-Spiels zwischen Memmingen und Lindau in der Erwartung, hier den Rosenheimer Viertelfinalgegner zu sehen. „Aber wir müssen es nehmen wie es kommt. Und wenn wir Meister werden wollen, müssen wir jeden Gegner schlagen“, so Sicinski, der eine weitgehend komplette Peitinger Mannschaft als Gegner erwartet, die aber natürlich nun keinen Spielrhythmus hat. Speziell im Auftaktmatch fordert er daher von seiner Mannschaft, die Favoritenrolle anzunehmen und entsprechend aufzutreten.

Verzichten muss der Rosenheimer Chefcoach im ersten Spiel der Viertelfinalserie am Dienstag auf alle Fälle noch auf Timo Bakos. Und statt dem Kanadier Curtis Leinweber (Sicinksi: „eine Vorsichtsmaßnahme“) wird der Tscheche Bohumil Slavicek stürmen. Weitere Ausfälle im Rosenheimer Kader waren am Tag vor dem Beginn der „schönsten Jahreszeit“ in der Eishockey-Oberliga Süd nicht bekannt.

Alle Play-off-Spiele der Oberliga werden live im Internet auf Sprade TV übertragen.


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