Starbulls Rosenheim verlieren deutlich gegen starke Lindauer1:5-Niederlage gegen die Islanders

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Kyle Gibbons hätte die Starbulls bereits nach einer guten Minute in Führung bringen können, sein abgefälschter Schuss prallte aber gegen den Pfosten des Lindauer Gehäuses. Weitere Torgefahr entfachten die Hausherren in der Anfangsphase trotz vier Minuten Überzahlspiel jedoch nicht. Und wie in den letzten Spielen geriet das Team von Trainer John Sicinski in Rückstand. Mark Heatley überlief Tobias Draxinger und versenkte die Scheibe über die Schulter von Torwart Jonas Stettmer hinweg im rechten oberen Eck – 0:1 (8.). Beim nächsten Rosenheimer Überzahlspiel lief die Scheibe dann gut und Gästetorwart Lukas Di Berado musste zahlreiche Schüsse parieren. Es war aber auch fehlende Abschluss-Konsequenz, die dem Rosenheimer Ausgleich im Wege stand. Alexander Höller und Dominik Daxlberger hatten in der 15. Spielminute jeweils das leere Tor vor Augen, ließen sich aber viel zu lange Zeit, sodass Lindauer Spieler noch rettend eingreifen konnten.

70 Sekunden waren im zweiten Drittel erst gespielt, als Curtis Leinweber dann doch zum zu diesem Zeitpunkt verdienten 1:1 abstauben konnte. Ein Diagonal-Pass von Daxlberger auf Gibbons prallte von der Schlittschuhkufe eines Lindauers Spielers exakt vor den Schläger des Torschützen, der aus kurzer Distanz einschieben konnte (22.). Die Hausherren waren nun das dominante Team, die größte Chance gehörte trotzdem den Gästen vom Bodensee. Nikolas Oppenberger traf den rechten Innenpfosten, von wo aus der Puck ins Feld zurück sprang (25.). „Trotzdem hätten wir in dieser Phase das Spiel auf unsere Seite ziehen können und müssen, die Torchancen dazu waren da“, sagte John Sicinski nach der Partie. In Führung ging aber erneut der Gegner. Daniel Schwammberger scheiterte zunächst an Torwart Stettmer, legte dann zurück auf Raphael Grünholz und dessen verdeckten Schuss lenkte Linus Lundström noch minimal ab, bevor er im linken unteren Eck einschlug – 1:2 (35.). Während die Starbulls einmal mehr ein Überzahlspiel nicht nutzen konnten, erhöhte Gästekapitän Andreas Farny eine halbe Minute vor der zweiten Pausensirene aus der Halbdistanz auf 1:3. Ein Schuss von Grünholz war hängen geblieben und die Rosenheimer Abwehr schaute verdutzt zu, anstatt den Torschützen zu stören (40.).

Im letzten Spielabschnitt waren die Starbulls augenscheinlich bemüht, fanden aber keinen Weg, der Partie noch eine Wende zu geben. Bei einem Lindauer Überzahlspiel sorgte Dominik Ochmann mit einem satten Schuss von der blauen Linie, der zum 1:4 hoch neben dem linken Pfosten einschlug, für die Vorentscheidung (44.). Die Hausherren hatten auch noch einige Torchancen, die sie fahrlässig oder mit Pech (erneuter Pfostentreffer von Gibbons/55.) vergaben. 15 Sekunden vor Spielende erhöhte Florian Lüsch frei vor dem Tor eiskalt auf 1:5 und bestrafte damit einen von zuvor schon mehreren völlig unnötigen Rosenheimer Scheibenverlusten im eigenen Drittel.

Gästetrainer Gerhard Puschnik freute sich nach dem Spiel zurecht über drei verdiente Punkte. Seine Islanders hatten einfaches und schnörkelloses Eishockey zelebriert, mit taktischer Disziplin überzeugt und das im Vergleich zu den Starbulls deutlich konsequentere Zweikampfverhalten an den Tag gelegt.

Am Sonntag reisen die Starbulls Rosenheim ins Allgäu. Um 18 Uhr beginnt das Kräftemessen mit dem EV Füssen in der Halle 1 des Eissportzentrums am Kobelhang. Bereits am Dienstag treten die Grün-Weißen dann im heimischen ROFA-Stadion um 19:30 Uhr zur Nachtragspartie gegen den Deggendorfer SC an, um sich für die 5:6-Auswärtsniederlage nach Penaltyschießen gegen diesen Gegner vom Dreikönigstag zu revanchieren. Beide Spiele werden live im Internet übertragen (www.sprade.tv).


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