Starbulls Rosenheim verlieren bei den AlligatorsNiederlage in Höchstadt lässt Kontakt zur Spitze abreißen

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Der erste Spielabschnitt war aus Rosenheimer Sicht zum Vergessen. Gegen den Anfangsdruck der heimstarken Hausherren schienen sich die Starbulls nicht wehren zu können. Vier Sekunden bevor die erste Spielminute abgelaufen war reichte ein Nachsetzen der Höchstadter Paradereihe, um Milan Kostourek so in Scheibenbesitz zu bringen, dass er raffiniert per Rückhand und zu überraschend für Starbulls-Torwart Andreas Mechel einschieben konnte. Nach einem Diagonalpass von Kostourek in den Slot, den Jari Neugebauer aus kurzer Distanz eintippte, erhöhten die Alligators auf 2:0 (9.). Wiederum begleitete die Rosenheimer Abwehr in Person von Dennis Schütt die Aktion nur, anstatt sie zu stören, wieder war Torwart Mechel chancenlos. Offensiv konnten sich die Starbulls deutlich seltener effektiv in Szene setzen als die Gastgeber, zweimal hatten sie freilich auch Pech. Einmal rettete der Pfosten des Höchstadter Tores (4.), und als Maximilian Vollmayer bei angezeigter Strafe die Scheibe per Direktabnahme in die Maschen wuchtete, hatte der Hauptschiedsrichter voreilig und unnötig abgepfiffen, Sekundenbruchteile bevor das Spielgerät die Torlinie überschritt (14.).

Kurz vor der ersten Pausensirene war das Glück aber auch einmal auf Seiten der Grün-Weißen: Niklas Jentsch traf nur die Latte anstatt auf 3:0 zu stellen (19.). Das holte Jentsch dann aber Mitte des zweiten Drittels nach, als er einen Rückpass von Guft-Sokolov per Direktabnahme aus sehr spitzem Winkel ins kurze Eck mogelte (31.). Zuvor konnten die Starbulls bei zwei Überzahlmöglichkeiten – ebenso wie bei einer Powerplaychance im ersten Spielanschnitt – nur wenig Gefahr für das Höchstadter Tor entfachen. Mehr Offensivaktion als die Gastgeber hatten die Starbulls im weiteren Verlauf des zweiten Abschnitts, die klarste Torchance aber gehörte den Alligatoren: Ein raffinierter Handgelenkschuss von Kostourek prallte vom Innenpfosten des Rosenheimer Tores zurück ins Spielfeld (36.). Rosenheims Simon Heidenreich war da bereits unter der Dusche, er erhielt wegen eines Checks gegen den Kopf von Jentsch eine berechtigte Spieldauer-Disziplinarstrafe (34.).

Ins letzte Drittel starteten die Starbulls engagiert, setzten sich wiederholt in der gegnerischen Zone fest, brachten den erstaunlich ruhig und souverän agierenden jungen Höchstadter Torhüter Filip Rieger aber weiterhin nicht in große Verlegenheit. Der 19-jährige Goalie aus dem Nürnberger Nachwuchs schien in seinem ersten Oberligaspiel über die gesamte Distanz gleich seinem ersten Shutout entgegen zu steuern. Mit Anbruch der vorletzten Spielminute fand die Scheibe schließlich aber doch noch den Weg ins Tor der Gastgeber. Die Starbulls agierten ohne Torwart und mit sechs Feldspielern und Tobias Meier versenkte einen Rückpass von Alexander Höller aus kurzer Distanz zum 3:1 (59.). In der allerletzten Sekunde der Partie – die Grün-Weißen hatten erneut sechs, die Hausherren nur vier Spieler auf dem Eis – verkürzte Dominik Daxlberger, der einen Flachschuss von Kyle Gibbons ablenkte, noch auf 3:2.

„Im ersten Drittel hatten wir große Schwierigkeiten, da hat uns der erste Block von Höchstadt schwindlig gespielt“, sagte Rosenheims Cheftrainer John Sicinski nach Spielende. „Im zweiten Drittel waren wir besser im Spiel, im letzten Drittel haben wir noch einmal alles versucht. Aber der Höchstadter Torwart hat einen Sahnetag erwischt. Der Gegner war heute effektiver als wir und hat verdient gewonnen.“

Die in der Tabelle vor den Starbulls liegende Konkurrenz aus Regensburg (drei Zähler beim 5:4-Sieg in Passau) und Selb (ein Zähler bei der 2:3-Niederlage nach Verlängerung in Weiden) punktete, sodass die Rosenheimer Chancen, den dritten Tabellenrang bis zum Ende der Hauptrunde noch nach oben verlassen zu können, auf ein Minimum gesunken sind. Die Eisbären Regensburg sind bei gleicher Spielanzahl bereits sechs Punkte weg, die Selber Wölfe sogar schon acht Zähler (allerdings bei bereits zwei mehr absolvierten Spielen).

Am Sonntag sind die Starbulls spielfrei, am Dienstag empfangen sie im heimischen ROFA-Stadion den EC Peiting (19.30 Uhr, Sprade TV).

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