Starbulls Rosenheim treffen auf Teams hinterer TabellenregionenRechnung begleichen, Tabellenrang zwei untermauern

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Dass die Starbulls ihre Siegesserie fortsetzen und das vierte Sechs-Punkte-Wochenende in Folge feiern wollen, steht aber außer Frage. Am Freitag gilt es im oberbayerischen Derby gegen Riessersee außerdem, eine offene Rechnung vom ersten Spieltag zu begleichen.

Im Auftaktspiel am 7. Oktober lagen die Starbulls Rosenheim im Olympia-Eisstadion Garmisch-Partenkirchen bis sechs Minuten vor Ende der regulären Spielzeit verdient mit 3:1 in Führung – um am Ende nur einen Punkt für die Rückfahrt an die Mangfall einpacken zu können. Die Riesserseer nahmen die Rosenheimer Einladungen zu zwei späten Toren artig an und triumphierten in der Verlängerung. Es sollte die bisher einzige Auswärtsniederlage der Starbulls bleiben, die seither in der Fremde sechsmal glatt und einmal nach „Shoot-Out-Lotterie“ gewannen. Nun soll am Freitag – nach zuletzt zwei „Geisterspielen“ im ROFA-Stadion wieder vor einer begrenzten Zuschauerkulisse – die erfolgreiche Derby-Revanche gelingen.

Der SC Riessersee hat in bisher 15 Spielen 18 Punkte ergattert und steht damit nur auf dem achten Tabellenrang. Auswärts haben die Werdenfelser aber zuletzt viermal in Folge punkten können und am vergangenen Sonntag die Passau Black Hawks auf deren Eis mit 6:1 regelrecht deklassiert. Headcoach Pat Cortina konnte dank zahlreicher Förderlizenzspieler von Kooperationspartner EHC München mit vier Sturmreihen agieren und hofft auch gegen die Starbulls auf diese Option. Matchwinner in Passau war aber Robin Soudek. Der 30-jährige Tscheche, der im gesamten Saisonverlauf zuvor erst drei Treffer verbuchen konnte, netzte in Passau gleich viermal ein.

In der Verteidigung hat sich der SC Riessersee jüngst mit Alexandre Perron-Fontaine verstärkt. Der 29-jährige Kanadier besetzt die zuvor vakante zweite Kontingentstelle und überzeugte in seinen ersten beiden Oberligaspielen nicht nur in der Verteidigung, sondern trug sich auch schon viermal in die Scoerliste ein (ein Tor, drei Vorlagen).

Am Sonntag führt die Starbulls Rosenheim die Auswärtsfahrt an den Bodensee zum Tabellenzehnten Lindau Islanders (16 Spiele, 14 Zähler). Drei Wochen zuvor hatten die Grün-Weißen auf eigenem Eis gegen diesen Gegner trotz klarem Chancenplus ihre liebe Mühe, lagen zur ersten Pause 0:2 hinten und konnten die Partie erst im Schlussdrittel noch auf Heimsieg drehen. Und die Islanders sind in dieser Saison als Mannschaft ähnlich unberechenbar wie die Verhältnisse im dortigen halboffenen Stadion. Vor einer Woche gab es eine satte 2:9-Niederlage gegen Regensburg, davor und danach aber starken Leistungen entsprungene 4:3-Erfolge nach Verlängerung gegen Riessersee und Peiting.

„Wir sind vor beiden Gegnern gewarnt. Wir müssen mit der gleichen Einstellung und Konzentration in die Spiele an diesem Wochenende gehen wie zuletzt gegen Memmingen und Deggendort“, fordert John Sicinski von seiner Mannschaft und warnt mit Nachdruck davor, die Aufgaben zu unterschätzen. Der Rosenheimer Cheftrainer muss weiterhin auf Verteidiger Tobias Draxinger verzichten, mit dessen Rückkehr er am Folgewochenende rechnet, aber auch auf Aaron Reinig. Der Scharfschütze musste sich einer kurzfristigen Operation unterziehen und droht bis zu vier Wochen auszufallen. Außerdem muss Maximilian Hofbauer seine Aktivitäten für voraussichtlich vier Wochen auf Trainingsbetrieb drosseln.

Am Freitag gegen Riessersee wird Tobias Beck als sechster Verteidiger auflaufen, sodass eine vierte Rosenheimer Offensivlinie (Nicolas Cornett, Simon Heidenreich, Thomas März) zur Verfügung steht. Weil Beck am Sonntag in der DNL spielen soll und Heidenreich deshalb in der Verteidigung gebraucht wird, werden die Starbulls in Lindau nur mit drei Sturmreihen auflaufen. Michael Gottwald, der vor zwei Wochen in Landsberg die Starbulls-Defensive bravourös unterstütze, ist leider angeschlagen und deshalb derzeit keine Option.

Die Spiele der Starbulls am Freitag im ROFA-Stadion gegen den SC Riessersee (Spielbeginn 19:30 Uhr) und am Sonntag in der Lindauer Eissportarena am Eichwald (18 Uhr) werden natürlich auf www.sprade.tv übertragen, sodass alle Freunde des Rosenheimer Eishockeys auch von zuhause aus live und in bewegten Bildern mit dabei sein können, wenn die Starbulls am dritten Adventswochenende ihre Siegesserie von zuletzt sechs Drei-Punkte-Erfolgen nacheinander weiter ausbauen und den zweiten Tabellenplatz (sechs Punkte Vorsprung auf den Dritten Memmingen, zwei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Weiden) untermauern wollen.

Zuschauer sind im Rahmen des Konzepts „2G plus“ (Testpflicht und FFP2-Maskenpflicht im Stadion) bis zu einer maximalen Anzahl von 999 Besuchern zugelassen. Detaillierte Informationen zu den Rahmenbedingungen des Spielbesuchs im ROFA-Stadion und zum Ticketkonzept sind auf www.starbulls.de veröffentlicht.


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