Starbulls Rosenheim treffen auf „angeschlagene Boxer“In Weiden und gegen Miesbach

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Doch auch die Starbulls müssen sich nach einer herben Auswärtspleite und dem Verlust der Tabellenführung neu beweisen. Die personelle Situation dürfte im Vergleich zum letzten Spiel aber wieder etwas besser aussehen – und es wird aller Voraussicht nach kein Feldspieler im Tor stehen.

Es waren besondere Umstände, die es bei der Analyse der Rosenheimer 2:8-Niederlage am vergangenen Sonntag in Peiting einzupreisen galt. Neun Spielern fehlten, weitere waren gesundheitlich geschwächt und lange Zeit musste Stürmer Michael Baindl als Torhüter agieren: „Natürlich war es dann vor allem wichtig, dass wir das Spiel anständig zu Ende bringen und sich nicht noch jemand zusätzlich und unnötig verletzt. Aber wir haben die Partie nicht einfach abgehakt, sondern trotzdem analysiert und wissen, was wir verbessern müssen“, sagt Trainer Manuel Kofler, der darauf hofft, am Wochenende wieder auf Torwart Lukas Steinhauer zurückgreifen zu können. Trainieren konnte die etatmäßige „Nummer eins“ der Starbulls allerdings bis Donnerstag noch nicht.

Luca Endres fällt für die Spiele an diesem Wochenden definitiv aus. Deshalb wird mit Michael Fischer oder Lennard Brunnert mindestens einer der Torhüter aus dem DNL-Kader der Starbulls in Weiden und gegen Miesbach auf dem Spielbericht stehen.

Vor der Rückkehr ins Team stehen Stürmer Dominik Daxlberger und Verteidiger Matthias Bergmann. Beide konnten im Laufe der Woche wieder ins Training einsteigen. Bei Stürmer Michael Fröhlich wird dies dagegen frühestens am kommenden Montag der Fall sein. Außerdem fehlen weiterhin Michael Rohner, Andreas Nowak, Valentin Hein und Peter Lindlbauer.

Die personelle Situation im Rosenheimer Kader ist also noch lange nicht perfekt. Und die Aufgaben des Wochenendes trotz – oder gerade wegen – der Gegner mit seit langer Zeit ausgebliebenen Erfolgserlebnissen alles andere als anspruchslos: „Weiden hat eine richtig gute Mannschaft, die in der Tabelle viel weiter oben stehen müsste als auf Tabellenrang acht. Die haben zuletzt einen echten Negativlauf, aber angeschlagene Boxer sind bekanntlich besonders gefährlich“, meint Manuel Kofler, der auch am Sonntag im Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht heftige Gegenwehr erwartet: „Wie schwer es uns der TEV Miesbach mit Kampfgeist und Defensivtaktik machen kann, haben wir Ende Oktober im Auswärtsspiel beim knappen 2:1-Sieg schon zu spüren bekommen. Aber wir sind bereit und werden so auftreten, dass wir unserer Favoritenrolle gerecht werden können.“

Der TEV Miesbach hat zwar die letzten neun Spiele verloren – allerdings nicht immer klar und deutlich. So war der Aufsteiger nicht nur gegen die Starbulls, sondern auch bei der knappen 3:4-Niederlage in Deggendorf drauf und dran, für eine faustdicke Überraschung zu sorgen. Beim 1:2 nach Verlängerung gegen Sonthofen erbeuteten die Schlierachstädter immerhin einen Punkt. Und dass die Mannschaft von Markus Wieland, der in den 90er-Jahren für die Starbulls Rosenheim in der höchsten deutschen Eishockeyspielklasse verteidigt hat, am 1. Adventssonntag im emilo-Stadion topmotiviert antreten wird, steht außer Frage.

Doch zunächst steht für die Starbulls die Fahrt in die Oberpfalz an. Spielbeginn in der 2.560 Zuschauer fassenden Hans-Schröpf-Arena in Weiden ist am Freitag um 20 Uhr. Für die gastgebenden Blue Devils war der November ein Desaster. Alle sieben in diesem Monat absolvierten Spiele gingen verloren. Gegen Peiting (3:4 nach Penaltyschießen) und in Landshut (5:6 nach Verlängerung) konnte die von Tscheche Milan Mazanec trainierte Mannschaft aber zumindest jeweils einen Punkt ergattern. Und nicht nur in diesen beiden Spielen bot das Team über weite Strecken richtig gutes Eishockey. Doch im Gegensatz zu Saisonbeginn schlug sich das nicht in den Endresultaten nieder. Damit rutschten die Blue Devils binnen weniger Wochen vom dritten auf den achten Rang ab und müssen bei nur noch einem Punkt Vorsprung vor dem Neunten Sonthofen um den Einzug in die Meisterrunde und damit um die Playoffs bangen.

Die Weidener Talfahrt scheint unmittelbar mit der eingebrochenen Offensivausbeute des Sturmduos Josef Straka und Martin Heinisch verknüpft zu sein. Tscheche Straka erbeutete in den zehn Spielen bis Ende Oktober im Schnitt 2,3 Scorerpunkte je Spiel, im November dagegen im Schnitt weniger als einen Punkt pro Partie. Heinisch, zweitbester Weidener Scorer der vergangenen Spielzeit hinter dem Kanadier Matt Abercrombie, erzielte in den ersten zehn Spielen 15 Tore – im November kam kein einziges mehr dazu. Und über die Defensive Spiele zu gewinnen ist für die Oberpfälzer ausweislich 76 Gegentoren in 17 absolvierten Partien derzeit nur ganz schwer möglich.

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