Starbulls Rosenheim starten gegen Weiden Auftakt in der Meisterrunde

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Die Oberpfälzer konnten sich trotz des stark besetzen Kaders erst am vorletzten Spieltag der Hauptrunde für die Meisterrunde qualifizieren. Dafür, dass die Blue Devils und ihr bislang enttäuschender Saisonverlauf in dieser Woche zum Gesprächsthema in ganz Eishockey-Deutschland wurden, sorgten schließlich emotionale Interview-Aussagen von Stürmer Marcel Waldowsky. Der Routinier rechnete am Sonntagabend vor laufender Kamera schonungslos ehrlich mit den vergleichsweise schwachen Leistungen seines Team ab, nachdem im Derby gegen die Selber Wölfe eine 5:10-Heimniederlage zu Buche stand. Am Donnerstag gab der Verein dann auch noch die Beurlaubung von Trainer Milan Mazanec und die Verpflichtung von Ken Latta als Nachfolger bekannt. Entsprechend gespannt ist man nun auf den Auftritt der Mannschaft in Rosenheim. Am Sonntagabend um 18 Uhr gastieren die Starbulls dann zum Spitzenspiel in Selb.

Die verlässlich scorenden Importstürmer Josef Straka und Matt Abercrombie, mit Vitali Stähle, Adam Schusser, Daniel Willascheck, Petr Heider und Martin Heinisch gleich fünf „Zweiflaggenspieler“, dazu noch Marcel Waldowsky im Sturm sowie Ralph Herbst, Barry Noe und Peter Hendrikson in der Verteidigung, im Tor Johannes Wiedemann – der Kader der Blue Devils Weiden strotzt nur so vor herausragender Oberliga-Routine und reichlich höherklassiger bzw. Auslandserfahrung. Dass die Mannschaft nach ordentlichem Saisonbeginn abstürzte, sogar aus den Playoff-Rängen fiel und sich erst am letzten Hauptrunden-Wochenende doch noch im Fernduell gegen den EV Lindau durchsetzen und für die Meisterrunde qualifizieren konnte, ist schwer nachvollziehbar –auch für Assistenzkapitän und Publikumsliebling Waldoswky, der nach der Schlusssirene des letzten Hauptrundenspiels am vergangenen Sonntag vor laufender Kamera ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen loslederte und seinen Emotionen freien Lauf ließ.

Die Starbulls sind im Duell des Zweiten gegen den Achten natürlich favorisiert sind. 26 Punkte beträgt der Rosenheimer Vorsprung auf die Blue Devils, die derzeit fünf Zähler Rückstand auf den Tabellensiebten Regensburg aufweisen. Zumindest einen Platz gutzumachen, muss aber das Weidener Ziel sein, um im Play-off-Viertelfinale dem Meister der Oberliga Nord aus dem Weg zu gehen. Das werden, wenn nichts extrem Außergewöhnliches und Überraschendes mehr passiert, die Niederländer aus Tilburg werden – es drohen also der mit Abstand stärkste Gegner und die mit Abstand weitesten Fahrten. Es wäre ein echtes Kontrastprogramm zum Vorjahr, als man im Viertelfinale an Lokalrivale Selb mit 1:3 Siegen scheiterte.

Starbulls-Coach Manuel Kofler kann pünktlich zur Meisterrunde – mit Ausnahme von Peter Lindlbauer – auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Auch der lange verletzte Youngster Andreas Nowak wird sein Trikot wieder überstreifen; wieviel Eiszeit er bekommt, wird sich zeigen.

Am Sonntag gastieren die Starbulls bei den Selber Wölfen. Erstes Bully bei diesem Spitzenspiel des Hauptrundendritten gegen den Zweiten in der Netzsch-Arena ist um 18 Uhr. Zum Start in die Meisterrunde sind die beiden Kontrahenten nur durch zwei Punkte getrennt, wobei die Selber mit 136 Toren in 32 Spielen drei mehr als die Starbulls erzielen konnten. Die beiden bisherigen Duelle endeten mit Heimsiegen. In Selb behielten die Wölfe Anfang Dezember mit 8:4 die Oberhand, in Rosenheim waren die Starbulls vorletzten Freitag vor über 4.000 Zuschauern mit 6:1 erfolgreich.

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