Starbulls Rosenheim sind nun Tabellenführer Überzeugender Heimsieg gegen Regensburg

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Genau wie Regensburg hat das Rosenheimer Team nach 27 Spielen nun 66 Punkte erbeutet, weist aber das bessere Torverhältnis auf. Schon am Dienstag kommt es zur Neuauflage des Gipfeltreffens zwischen den Starbulls und den Eisbären, dann in Regensburg (20 Uhr).

Im Team der Starbulls waren im Spitzenspiel Verteidiger Tobias Draxinger und Stürmer Kyle Gibbons wieder mit dabei, die zwei Tage zuvor beim 8:0-Sieg gegen Tabellenschlusslicht Landsberg noch geschont wurden. Stürmer Kevin Slezak und Verteidiger Benedikt Dietrich, die sich im Aufbautraining befinden, fehlten weiterhin. Die Gäste mussten neben dem verletzten Stürmer Tomas Gulda auch auf Kapitän Peter Flache verzichten, der sich am Freitagabend wegen unsportlichen Verhaltens eine Spieldauerdisziplinarstrafe einhandelte, als das Regensburger Heimspiel gegen die Selber Wölfe (5:4 nach Verlängerung) bereits beendet war.

Das intensive Spitzenspiel zwischen den Starbulls und den Eisbären stand bis zum Beginn des letzten Drittels auf des Messers Schneide. Die Starbulls gingen kurz vor der ersten Drittelpause in Unterzahl in Führung. Michael Baindl und Alexander Höller hatten gegen vier gegnerische Spieler in der Regensburger Zone zwar nur wenige Optionen, aber dank Durchsetzungsvermögen und etwas Scheibenglück traf Höller flach aus fünf Metern durch die Schoner des Gästetorwarts zum 1:0 (19.). Es war der Lohn für einen engagierten Rosenheimer Auftritt von der ersten Minute an. Und zu Beginn des zweiten Spielabschnitts hätten die Hausherren weitere Tore nachlegen können. Die größten Chancen dazu hatte Enrico Henriquez-Morales, der zweimal aus zentraler Position ungehindert abschließen konnte, einmal am guten Gästetorwart Patrick Berger scheiterte und einmal das leere Regensburger Tor verfehlte (23.).

Für das Auslassen der Chancen wurden die Hausherren bestraft. Bei einer Regensburger Überzahlphase wurde der aus dem eigenen Drittel startende Thomas Schwammberger bei seiner Reise über fast die komplette Eisfläche nicht gestört und bei seinem Handgelenkschuss ins kurze Eck machte auch Rosenheims Torwart Andreas Mechel nicht die glücklichste Figur – 1:1 (27.). Zuvor hatte Mechel bei einem Alleingang von Lukas Heger allerdings prächtig reagiert und einen Regensburger Unterzahltreffer verhindert.

Es gab nun einige Großchancen auf beiden Seiten. Bei einem Schuss von Dominik Daxlberger, den Curtis Leinweber abfälschte, verhinderte der Pfosten die abermalige Rosenheimer Führung (30.). Stattdessen konnten erneut die Gäste jubeln, denn die Starbulls verteidigten zu offensiv bzw. wechselten zu riskant, sodass Richard Divis einen schnellen Regensburger Gegenstoß mit einem trockenen Flachschuss zum 1:2 abschließen konnte (34.). Erneut war es ein Überzahltor für die Gäste von der Donau, erneut aber kein typischer Powerplaytreffer. Die Starbulls zeigten sich völlig unbeeindruckt und blieben bissig – der rasche Ausgleichstreffer war die logische Folge. Kyle Gibbons zeigte all seine Klasse und versenkte den Puck nach schönem Zuspiel von Michael Baindl platziert im linken Eck zum 2:2, obwohl er von drei Gegenspieler umringt war (36.). Eine Minute später rettete erneut der Pfosten für die Gäste, diesmal nach einem Solo von Tobias Meier (37.).

Der Spielstand und die Vita der Partie ließen ein spannendes Schlussdrittel erwarten, es kam aber anders. Die Gäste, die zuvor eine geduldige, abgeklärte, aber stets gefährliche Aktionen erzwingende Spielweise an den Tag gelegt hatten, konnten sich gegen extrem sicher und konzentriert wirkende Rosenheimer offensive kaum noch in Szene setzen. Vor allem leisteten sich die Grün-Weißen keine Fehler, nutzten dafür aber die Unzulänglichkeiten des Kontrahenten eiskalt aus. Enrico Henriques-Morales luchste Petr Heider an der blauen Linie der Rosenheimer Zone die Scheibe ab, nahm Tempo auf, schüttelte den ihn verfolgenden Nikola Gajovsky ab und versenkte frei vor Torwart Berger technisch brillant zum 3:2 (44.).

In Überzahl erhöhte Dennis Schütt mit einem Handgelenkschuss von der blauen Linie ins linke obere Eck auf 4:2 (47.), als die Regensburger Defensive weniger schnell wirkte als bei ihren vier Unterzahl-Herausforderungen in den ersten beiden Spieldritteln. Und dass Kyle Gibbons zum 5:2-Endstand abstauben konnte (55.), nachdem Torwart Berger gegen Daxlberger noch retten konnte, hatte den Ursprung in einem bösen Fehlpass von Richard Divis im eigenen Drittel in einer eigentlich unspektakulären Situation

Bereits am Dienstag kommt es zur Neuauflage des Spitzenspiels, dann in der Regensburger Donau-Arena. Erstes Bully ist um 20 Uhr. Alle Eishockeyfans können den Kracher live auf Sprade TV verfolgen.


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