Starbulls Rosenheim siegen vor GeisterkulisseUngefährdeter 4:1-Heimsieg gegen Passau

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Zahlreiche, zumeist schön herausgespielte Torchancen ließen die Starbulls aber ungenutzt, auch ein Überzahltreffer gelang den Hausherren nicht.

Starbulls-Trainer John Sicinski konnte wieder auf die zwei Tage zuvor beim 11:3-Auswärtssieg in Füssen pausierenden Simon Heidenreich, Florian Krumpe, Kevin Slezak und Thomas März zurückgreifen. Dominik Kolb, Tobias Draxinger und Maximilian Hofbauer fehlten aber weiterhin. Brad Snetzinger, der wie schon am Freitag eine herausragende Leistung zeigte, agierte nicht nur in der gewohnten Sturmreihe mit Max Brandl und Zack Philipp, sondern fuhr auch Zusatzschichten neben Nicolas Cornett und Thomas März.

Nach einer frühen guten Passauer Torchance für Manuel Malzer (2.), dessen abgefälschter Schuss knapp am Rosenheimer Tor vorbeizischte und für Torwart Christopher Kolarz wohl unhaltbar gewesen wäre, übernahmen die Gastgeber das Kommando auf dem Eis. Florian Krumpe gelange per „Bauerntrick“ im zweiten Versuch der Führungstreffer (3.). Nach einer Doppelchance für März und Snetsinger erhöhte Aaron Reinig auf 2:0, sein Schlagschuss von der blauen Linie knallte unhaltbar vom Innenpfosten ins Netz (11.). In der Folge brannten die Starbulls ein spielerisches Feuerwerk ab und kamen zu einem Dutzend bester Torchancen, die aber allesamt ungenutzt blieben. Kurz vor der ersten Pausensirene traf Alexander Biberger nur die Latte.

Im zweiten Spielabschnitt verkürzten die Gäste aus der Dreiflüssestadt wie aus heiterem Himmel auf 2:1, weil nach einem ungenutzten Rosenheimer Überzahlspiel Verteidiger Marcel Pfänder einen Alleingang in Torjäger-Manier vollendete und Kolarz keine Abwehrchance ließ (23.). Weil der starke Leon Meder im Passauer Tor mehrere weitere Rosenheimer Einschussmöglichkeiten entschärfte, hatte Santeri Ovaska sogar den 2:2-Ausgleich auf dem Schläger. Kolarz lenkte den Puck per Reflex mit dem Schoner aber noch am Pfosten vorbei (27.) und zeigte sich auch beim anschließenden Passauer Powerplay auf dem Posten. Danach hatten die Hausherren aber wieder alles im Griff, und der dritte Treffer nach der Hälfte der Spielzeit sollte sich schon als eine Art Vorentscheidung erweisen. Nach schönem Spielzug über Curtis Leinweber und Marc Schmidpeter war es Kevin Slezak, der mit einer kurzen Körpertäuschung Gästekeeper Meder eine Reaktion entlockte und die Scheibe cool in das sich damit öffnende Eck unter das Tordach hebelte (31.)

Fortan war wieder das aus dem ersten Drittel bekannte Einbahnstraßen-Hockey in Richtung Gästetor zu beobachten – allerdings auch die Fahrlässigkeit der Starbulls mit ihren Torchancen. Das war auch bei zwei weiteren Überzahlspielen der Fall, in denen die Grün-Weißen den Abschluss tendenziell kompliziert als zielorientiert suchten. Und schließlich hatte Biberger bei einem weiteren Eisentreffer Pech (53.). Das Rosenheimer Tor geriet hingegen kaum noch in Gefahr. Der Aufwand, die Angriffsversuche der im letzten Spielabschnitt kraftlos wirkenden Niederbayern früh zu unterbinden, gestaltete sich für die Starbulls überschaubar.

Der Treffer zum 4:1-Endstand fiel nach einem sehenswerten Rosenheimer Spielzug über Maximilian Vollmayer und Dominik Daxlberger gegen in der eigenen Zone eingeschnürte Gäste. Alexander Höller konnte sich in zentraler Position das Eck schließlich aussuchen und versenkte oben rechts (58.). Erst danach durfte sich Starbulls-Torwart Kolarz noch einmal mit einer Glanzparade gegen Anders Poulsen auszeichnen (59.). Leinweber brachte den Puck per Abstauber sogar noch ein fünftes Mal im Gästetor unter, allerdings Sekundenbuchteile nachdem der Ton der Schlussirene ertönte, sodass der Treffer keine Anerkennung finden konnte.

Mit 34 Zählern aus 14 Spielen stehen die Starbulls Rosenheim im Klassement auf dem zweiten Rang – punktgleich mit den Memmingen Indians, bei denen die Grün-Weißen am nächsten Spieltag kommenden Freitag zu Gast sind.


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