Starbulls Rosenheim nach acht Jahren wieder vor Duell mit FüssenAm Freitag in Füssen, am Sonntag gegen Peiting

(Foto: EV Füssen)(Foto: EV Füssen)
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Am Sonntag kommt es dann auf Rosenheimer Eis zu einer besonderen Partie: Die Starbulls empfangen mit dem EC Peiting jenen Club, bei dem ihr Cheftrainer John Sicinski seine Karriere als Verantwortlicher hinter der Bande startete. Spielbeginn im ROFA-Stadion ist um 17 Uhr.

„Natürlich ist das für mich ein besonderes Spiel“, sagt John Sicinski im Hinblick auf das Heimspiel mit seinen Starbulls gegen den EC Peiting. „Im und hinter dem Team gibt es noch viele Aktive aus meiner Zeit dort. Aber Geschenke werden nicht verteilt, das haben wir schon im letzten Heimspiel gegen Selb gemacht und das darf uns einfach nicht mehr passieren. Wir haben vor unseren Fans etwas gut machen und wollen unbedingt gewinnen“, verspricht der 45-jährige Rosenheimer Übungsleiter, der im Januar 2014 vom Spieler zunächst zum Spielertrainer des EC Peiting wurde. Es folgten zwei komplette Spielzeiten, in denen Sicinski als Cheftrainer mit den Pfaffenwinklern für Furore in der Oberliga sorgte. 2016 gelang fast der Einzug ins Playoff-Finale, erst in der Verlängerung des fünften und letzten Halbfinalspiels musste sich Peiting damals dem späteren Meister Tilburg Trappers geschlagen geben.

In der laufenden Saison hat der EC Peiting ebenso wie die Starbulls an den ersten fünf  Spieltagen acht Punkte ergattern können. Auch die Tordifferenz (Rosenheim 22:19, Peiting 19:16) ist identisch. Auf dem Papier ist es also ein Vergleich auf Augenhöhe, der am späten Sonntagnachmittag im ROFA-Stadion über die Bühne gehen wird. ECP-Trainer Martin Buchwieser (geht in seine vierte Saison in dieser Funktion) muss mit Verteidiger Andreas Feuerecker und Stürmer Ty Morris aber auf zwei Stützen im Team verzichten. Beide Spieler fallen mit Schulterverletzungen wochenlang aus. Doch auch bei den Starbulls muss ein wichtiger und in den letzten Spielen wertvoller Akteur langfristig pausieren: Stürmer Michael Fröhlich bekam beim Spiel in Regensburg den Puck ins Gesicht und zog sich dabei einen Bruch der Kieferhöhle sowie des Nasenbeins zu.

Beim Auswärtsspiel am Freitag in Füssen wird zunächst Vitezslav Bilek den Platz von Fröhlich in der Reihe mit Dominik Daxlberger und Josh Mitchell einnehmen. „Vielleicht ist das ja eine Chance für ihn. In Rosenheim weiß man aus der vergangenen Saison, was er kann. Aber wir brauchen jetzt seine Punkte und Tore. Als einer von nur zwei ausländischen Spielern muss er liefern“, spricht John Sicinski Klartext. Im Tor wird der Rosenheimer Trainer am Freitag im Allgäu übrigens wie schon beim erfolgreich absolvierten Spiel in Regensburg am vergangenen Sonntag erneut auf Luca Endres setzen. Wichtig ist dem Coach auch, das er vier Sturmreihen ins Rennen schicken kann: „Füssen ist läuferisch sehr gut und bringt Energie und Tempo auf das Eis, da müssen wir mitgehen können. Deshalb werden wir wieder Spieler aus dem DNL-Kader dabei haben.“

Aufsteiger EV Füssen ist mit neun Punkten aus den ersten drei Spielen (3:2 gegen Selb, 5:2 in Lindau, 4:1 gegen Sonthofen) überaus erfolgreich in die Saison gestartet. Am vergangenen Wochenende folgten aber zwei Niederlagen (1:2 in Höchstadt und 4:8 gegen Weiden). Das Team von Trainer Andi Becherer präsentiert sich mit wenigen Ausnahmen so, wie es in der vergangenen Saison die Bayernliga „gerockt“ hat – also nach wie vor auch mit dem inzwischen 45 Jahre alten Routinier Eric Nadeau. Neben der mannschaftlichen Geschlossenheit und einem gesunden Mix aus erfahrenen Akteuren und „jungen Wilden“ profitiert die EVF-Truppe gerade zum Saisonstart sicher auch von der Aufstiegs-Euphorie und der langen Vorbereitungsphase auf Eis, die schon Anfang Juli begann.

Gespielt wird am Freitagabend nicht in der Füssener Arena am Kobelhang, sondern in der nur 1.354 Zuschauer fassenden angrenzenden Halle 1 des Bundesleistungszentrums. Dort bestritten die Starbulls zuletzt vor knapp acht Jahren ein Spiel: Im Achtelfinale des DEB-Pokals behielten die Grün-Weißen am 16. November 2011 mit 6:3 die Oberhand. Doppelter Torschütze damals war übrigens der heutige Starbulls-Kapitän Michael Baindl, der zusammen mit Alexander Höller und Kevin Slezak natürlich an diesem Freitag und dann am Sonntag im Heimspiel gegen Peiting den erfolgreichen Lauf der Rosenheimer „Paradereihe“ fortsetzten will. In den ersten fünf Spielen erbeutete das Trio zusammen 27 Scorerpunkte.

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