Starbulls Rosenheim gehen gegen Selb mit 1:6 unterSchwache Leistung der Grün-Weißen

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Vor 1703 Zuschauern im Rosenheimer Emilo-Stadion fanden die Starbulls zu keinem Zeitpunkt ein Rezept, den taktisch geschickt auftretenden Tabellensechsten aus dem Konzept zu bringen. Die Hoffnung auf eine Wende nach dem einzigen Rosenheimer Treffer – Michael Baindl traf zum zwischenzeitlichen 1:3 im letzten Drittel – erstickte im Keim.

Bereits im ersten Spielabschnitt zeigten sich die gut eingestellten Gäste deutlich effektiver als die Starbulls. Während sich die Hauherren recht erfolglos um Torabschlüsse mühten, überbrückten die Oberfranken selten, dann aber schnell die neutrale Zone. Erik Gollenbeck traf bei einem solchen schnellen Gegenangriff den Pfosten! Der Selber Führungstreffer entsprang dann jedoch einem Rosenheimer Abwehrfehler. Nach einem verunglückten Klärungsversuch kam Ian McDonald frei vor dem Tor zum Abschluss. Dass Hauptschiedsrichter Dominik Erdle auf Tor entschied, stellte sich aber als Fehlentscheidung heraus, denn die von Torwart Lukas Steinhauer abgelenkte Scheibe hatte die Torlinie nicht vollständig überschritten (15.).

Trotzdem führten die Gäste mit 1:0, und angesichts des Spielverlaufs war das auch verdient. Die Starbulls Rosenheim hatten es zuvor nicht geschafft, in einer über eineinhalb Minuten andauernden Phase mit zwei Spielern mehr auf dem Eis für nennenswerte Gefahr für das Selber Tor zu sorgen. Gästetrainer Henry Thom führte die erfolgreiche Abwehrarbeit seiner Mannschaft in dieser Phase als Hauptgrund für den weiteren Spielverlauf an. Sein Team wich vom taktisch klaren Konzept keinen Millimeter ab – auch nicht, als die Hausherren mit verstärktem Tordrang aus der zweiten Pause kamen. Der war schnell wieder verflogen, denn die Oberfranken nutzten den ersten Gegenstoß zum 0:2. Gollenbeck war nach schönem Doppelpass mit McDonald erfolgreich und versenkte die Scheibe eiskalt im rechten oberen Eck (24.). Nur drei Minuten später erhöhte McDonald über den rechten Schoner von Torwart Steinhauer auf 0:3 (27.) und schließlich rettete ein weiteres Mal der Pfosten für die Starbulls.

Im letzten Drittel kamen die Starbulls noch einmal auf 1:3 heran. Michael Baindl scheiterte nach Rückpass von Chase Witala im ersten Versuch noch am Pfosten und drückte den Abpraller über die Linie (53.). Die Hoffnung auf eine späte Wende war aber sofort wieder verflogen, denn McDonald sorgte nur eine gute Minute später mit seinem dritten Treffer für die Vorentscheidung. Der Topscorer der Gäste traf aus der Halbdistanz flach links unten (54.). Schließlich war Landon Gare aus der eigenen Zone ins verlassene Rosenheimer Tor zum 1:5 erfolgreich (56.), ehe knapp zwei Minuten vor der Schlusssirene Erik Gollenbeck mit seinem zweiten Treffer gegen eine abwesend scheinenden Rosenheimer Defensive das halbe Dutzend vollmachte – 1:6 (58.)

Gästetrainer Henry Thom sprach von einem sehr gutes Auswärtsspiel seiner ersatzgeschwächten Mannschaft: „Die Jungs haben sich von Beginn an konsequent an die Taktik gehalten, sich in der Defensive sehr gut im Zweikampf präsentiert und die Scheibe schnell bewegt. Vorne sind die Chancen reingegangen, weil es bei uns momentan einfach läuft. Die Situation, in der sich Rosenheim momentan befindet, kennen wir auch schon. Die Starbulls werden hier aber auch wieder rausfinden.“

Rosenheims Coach Manuel Kofler sah den Grund der Niederlage vor allem in der schlechten Passqualität im Spiel der Starbulls: „Wenn die Scheibe auf drei Meter nicht ankommt, kannst Du keine Spiele gewinnen. Das war heute eine geschlossen schlechte Mannschaftsleistung und wir haben verdient verloren.“

Die nächste Chance, es besser zu machen, haben die Grün-Weißen am Sonntag im Auswärtsspiel gegen den Tabellensiebten Blue Devils Weiden. Spielbeginn in der Weidener Hans-Schröpf-Arena ist um 18.30 Uhr. Das nächste Heimspiel bestreiten die Starbulls dann am Sonntag darauf gegen den Tabellenfünften Memmingen Indians. Spielbeginn im Emilo-Stadion am 3. Februar ist um 17 Uhr.


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