Starbulls Rosenheim empfangen den EV LandshutDerby am Freitag

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Vor allem die traditionellen Rivalitäten, die Tabellensituation und die auf beiden Seiten vorhandenen Aufstiegsambitionen verleihen dem Aufeinandertreffen ganz besondere Aufmerksamkeit. Außerdem gibt in beiden Teams je ein nach Ende der Hauptrunde neu verpflichteter Spieler sein mit Spannung erwartetes Debüt. Am Sonntag um 18 Uhr gastieren die Starbulls dann zu einem weiteren Topspiel bei den Eisbären Regensburg.

Für die Starbulls Rosenheim erstmals auflaufen wird am Freitag gegen Landshut Verteidiger Felix Linden, der damit sein oberbayerisch-niederbayerisches Premieren-Derby quasi gleich als Geburtstagsgeschenk bekommt: Am Vortag der Begegnung wurde Linden 25 Jahre alt. Der 191 Zentimeter große und 92 Kilogramm schwere Neuzugang kommt mit der Erfahrung von fast 200 Spielen in der zweithöchsten deutschen Spielklasse DEL 2 von den Bayreuth Tigers an die Mangfall. Mit wem er im Starbulls-Trikot ein Verteidigerpaar bilden wird, das sollte sich in den letzten Trainingseinheiten vor dem Freitagsderby noch herauskristallisieren. Sicher ist dagegen, dass Alexander Höller weiterhin in einer Reihe mit Michael Baindl und Chase Witala stürmen wird. Der ebenfalls kürzlich aus der DEL2 (von den Dresdner Eislöwen) zu den Starbulls gestoßene 35-jährige trug sich in seinen ersten beiden Spielen für Rosenheim am vergangenen Wochenende gleich fünfmal in die Scorerliste ein (zwei Tore, drei Beihilfen).

Fehlen wird bei den Starbulls am Freitag nach wie vor Stürmer Michael Fröhlich (Kniescheibenbruch). Hinter dem Einsatz von Verteidiger Florian Krumpe (Bänderverletzung) steht ein Fragzeichen. Bei den Gästen aus Landshut fehlt unter anderem Stürmer Julien Pelletier. Der Frankokanadier, der bislang in 30 Spielen 28 Scorerpunkte sammelte, zog sich eine Schulterverletzung zu. Der aktuelle Ausfall von Pelletier steht aber laut offiziellem Statement aus Landshut nicht in Zusammenhang mit der jüngsten Verpflichtung von Tomas Pilhal. Mit dem 35-jährigen tschechischen Stürmer hat der EVL nun drei Ausländer im Kader – und mit Pilhal dabei einen absoluter Hochkaräter: Von den San Jose Sharks gedraftet, absolvierte er zwischen 2001 und 2009 insgesamt 93 Spiele in der NHL (sieben Tore, neun Vorlagen) und 262 Partien in der AHL (43 Tore, 61 Vorlagen). In der laufenden Saison spielte er bisher in der dritten tschechischen Liga, wo er für den HC Jablonec in 24 Einsätzen 14 Mal traf und 26 Tore vorlegte. Am Freitag im emilo-Stadion soll Pilhal nun das erst Mal im Landshuter Trikot auf Torejagd gehen, gemeinsam mit seinem ein Jahr älteren Landsmann Miloslav Horava. Der Landshuter Topscorer – zunächst mit einem Tryout-Vertrag in diese Saison gegangen, inzwischen bis zum Ende der Spielzeit fest verpflichtet – brachte es in 32 Einsätzen bisher  auf 17 Treffer und 28 Beihilfen.

„Wir werden  am Freitag ein Spiel mit viel Tempo und Einsatz und vier Sturmreihen auf beiden Seiten erleben“ prognostiziert Starbulls-Trainer Manuel Kofler, dem das Auftaktprogramm in die Meisterrunde mit gleich zwei Spielen gegen Topmannschaften am ersten Wochenende gerade recht kommt. „Das haben wir uns gewünscht. Da sind wir gleich voll gefordert und wissen, wo wir stehen. Jeder Spieler ist heiß auf das Derby zum Auftakt auf eigenem Eis.“ – wo die Gastgeber ja vor sechs Wochen in der Hauptrundenauflage des Derbys eine 4:2-Führung verspielten und sich nach Verlängerung mit 4:5 geschlagen geben mussten. Diesmal sollen alle drei Punkte in Rosenheim bleiben, was zur Folge hätte, dass die Starbulls bis auf einen Zähler an den Tabellendritten von der Isar heranrücken würden. Im Auswärtsspiel im Rahmen der Hauptrunde Ende Oktober haben die Grün-Weißen beim 7:4-Sieg ja bereits bewiesen, dass sie gegen den EVL gewinnen können.

Ebenfalls auswärts gewonnen (4:3) und zuhause verloren (3:4) haben die Starbulls Rosenheim in dieser Spielzeit gegen die Eisbären Regensburg. Und wie schon in der Hauptrunde führt es die Grün-Weißen auch in der Meisterrunde nun am zweiten Spieltag zum ersten Auswärtsspiel in die Domstadt. Spielbeginn in der Donau-Arena ist am Sonntag um 18 Uhr. Die von Igor Pavlov trainierten Regensburger beendeten die Hauptrunde auf dem zweiten Platz (punktgleich mit Spitzenreiter EC Peiting). Dabei sahen die Eisbären am vergangenen Sonntag nach einer schnellen 3:0-Führung beim Gastspiel in Landshut schon wie der sichere „Hauptrundenmeister“ aus, ehe sie doch noch mit 3:6 den Kürzeren zogen. Auf die Starbulls wartet nach dem Freitagsderby gegen Landshut am Sonntag eine weitere richtig große Herausforderung.

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