Starbulls Rosenheim empfangen Crocodiles HamburgPlay-off-Start am Freitag

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Die Crocodiles Hamburg treten mit einer über drei Reihen ausgeglichen besetzten Mannschaft an, die ein bockstarkes Unterzahlspiel in die Waagschale werfen kann. Beim ersten Aufeinandertreffen der Achtelfinalserie haben die Starbulls Heimrecht und sind heiß auf einen Auftaktsieg vor großer und stimmungsvoller Kulisse. Spielbeginn am Freitagabend im ROFA-Stadion ist um 19.30 Uhr.

Das zweite Spiel findet am Sonntag – Spielbeginn bereits um 16 Uhr – in Hamburg statt, Spiel drei folgt am Dienstag wieder im ROFA-Stadion (19.30 Uhr). Falls ein viertes Spiel nötig wird, findet dieses am darauffolgenden Freitag in Hamburg (20 Uhr) statt. Ein entscheidendes fünftes Spiel würde zwei Tage später am Sonntag (17 Uhr) auf Rosenheimer Eis über die Bühne gehen. Um sich im Achtelfinale durchzusetzen und in die nächste Runde einzuziehen sind drei Siege notwendig; auch Viertelfinale, Halbfinale und Finale werden im Best-of-Five-Modus ausgetragen.

Von allen acht Achtelfinalpaarungen ist Rosenheim – Hamburg diejenige mit der größten Entfernung der beiden aufeinandertreffenden Eishockey-Standorte. Knapp 900 Straßenkilometer trennen die Spielstätten der beiden Teams. Die Hamburg Crocodiles tragen ihre Heimspiele im „Eisland“ Farmsen (die Halle hat eine Kapazität von 1.955 Zuschauern) gut zehn Kilometer nordöstlich des Zentrums der Hansestadt aus. Dort haben sie 18 ihrer 24 Hauptrundenspiele gewonnen und waren mit 54 von 72 möglichen Zählern drittbeste Heimmannschaft der Eishockey-Oberliga Nord (2,25 Punkte pro Partie). Auswärts verbuchten die Crocodiles 1,56 Zähler im Schnitt, insgesamt kamen sie auf einen Punktequotienten von 1,90 bei 49 Spielen (Starbulls Rosenheim: 2,22 bei 41 Spielen).

Topscorer im Team von Cheftrainer Henry Thom, der zwischen 2016 und 2020 die Selber Wölfe coachte und in der Vorsaison bis Anfang Februar für den Deggendorfer SC tätig war, ist Harrison Reed. Der 34-jährige Kanadier sammelte in 46 Partien 77 Punkte (30 Tore, 47 Vorlagen). Mit dem  zweiten „Importspieler“ Victor Östling (26-jähriger Schwede) und dem 28-jährigen Center Dennis Reimer, der zwischen 2010 und 2012 übrigens im Starbulls-Nachwuchs aktiv war, bildete Reed in den vergangenen Spielen den Hamburger Paradesturm. Weitere prominente Namen mit höherklassiger Erfahrung bei den Crocodiles sind Verteidiger und „Captain“ Norman Martens sowie die Stürmer Sam Verelst und Thomas Zuravlev. Mit dem 23-jährigen Carl Zimmermann als feste Größe (Mittel- oder Außenstürmer) in der dritten Reihe steht auch ein Spieler in der Mannschaft, der bereits einen Play-off-Serienerfolg gegen die Starbulls in seiner Vita stehen hat: Im letztjährigen Süd-Halbfinale (zweite Play-off-Runde) trug er das Trikot der Selber Wölfe, denen die Grün-Weißen damals mit 2:3 Siegen unterlagen. Im Tor der Crocodiles hat sich Kai Kristian im sechsten Jahr seiner Aktivität für die Hansestädter einmal mehr als Nummer eins etabliert (Gegentorschnitt 2,70).

Während die Mannschaft von Henry Thom im Powerplay-Ranking der Oberliga Nord mit lediglich 16,9 Prozent Erfolgsquote im Keller steht, funktioniert das Penalty-Killing hervorragend. Den starken Gesamt-Hauptrundenwert von 85 Prozent konnten lediglich die Icefighters Leipzig um eine Nuance toppen. Bemerkenswert ist aber vor allem auch die Saison-Entwicklung der „Hanse-Krokodile“ in dieser Disziplin: In den letzten 20 Partien kassierten sie ganze fünf Treffer bei gegnerischer Überzahl bei einer Powerplay-Abwehrquote von fast 91 Prozent.

„Die Special Teams spielen in den Play-offs eine entscheidende Rolle und sind wichtiges Thema in der Vorbereitung darauf. Wir haben uns das starke Hamburger Unterzahlspiel sehr genau angesehen und werden versuchen, die Lücken zu finden“, sagt Starbulls-Cheftrainer John Sicinski, der dem Gegner großen Respekt zollt: „Die Mannschaft von Henry Thom gehört definitiv zu den richtig guten Mannschaften im Norden. Sie haben drei ausgeglichene Blöcke mit individueller Klasse in jeder Reihe und einen sehr guten Torwart. Das wird ein gutes und hartes Duell.“

Angesichts der enorm langen Fahrt nach Hamburg fällt dem ersten Spiel am Freitagabend natürlich eine noch wichtigere Rolle zu, als ein Auftaktduell einer Play-off-Serie über drei Gewinnspiele ohnehin hat. Mit einem Heimsieg zum Start hätte sich das Team von John Sicinski die Chance erarbeitet, den weiten Tripp an die Elbe eventuell nur einmal machen zu müssen. Und so ließe es sich nach einem morgendlichen Training am Samstagvormittag definitiv entspannter in den Bus gen Norden einsteigen. Denn eines ist für die Starbulls klar: Dem Achtelfinale sollen noch weitere Play-off-Etappen – mit kürzeren Fahrtstrecken zu den Auswärtsspielen – und tollen, spannenden, stimmungsgeladenen Eishockeyabenden im ROFA-Stadion folgen.


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