Starbulls Rosenheim duellieren sich mit RegensburgHeimspielkracher am Freitag läutet Endspurt ein

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Noch sechs Spieltage sind im Rahmen der Meisterrunde der Oberliga Süd zu absolvieren, und der Endspurt im Kampf um eine möglichst gute Platzierung für die Play-offs verspricht Spannung pur. Ganz besondere Bedeutung kommt dabei dem drittletzten Rosenheimer Runden-Heimspiel am Freitagabend gegen Regensburg zu: Mit 80 Zählern auf Platz vier rangierend, können die Starbulls von der Mangfall die Eisbären von der Donau (81 Punkte, Tabellenplatz zwei) überholen. Nachdem das viele Wochen souverän mit großem Punktepolster die Tabelle anführende Team der Memmingen Indians zuletzt mehrfach leer ausging, scheint auch der „Platz an der Sonne“ bei nur noch vier (Rosenheim) bzw. drei Punkten (Regensburg) Rückstand plötzlich nicht mehr unerreichbar. Andererseits drängt sich das immer stärker werdende Team des SC Riessersee auf, doch noch in den Kampf um Platz vier einzugreifen, um sich den Heimvorteil für das Playoff-Achtelfinale zu holen. Das Polster der Starbulls auf die Werdenfelser, bei denen sie übrigens am vorletzten Spieltag gastieren, ist zwar noch sechs Punkte dick, in den vergangenen drei Wochen aber um den gleichen Betrag geschrumpft.

Der Blick von Starbulls-Cheftrainer John Sicinski ist aber klar nach vorne gerichtet: „Wir haben es selbst in der Hand, als Tabellenzweiter in die Playoffs zu gehen. Das ist unser Ziel, und den ersten Schritt dafür wollen wir mit einem Heimsieg am Freitag gegen Regenburg tun“. Zweimal hat das in dieser Spielzeit schon geklappt. Mit 7:3 und 4:0 fielen die Erfolge sogar recht deutlich zu Gunsten der Starbulls aus. Knapper zu ging es bei den Spielen in Regensburg, wo die Starbulls während der Hauptrunde einmal mit 3:2 die Oberhand behielten und einmal mit 3:4 nach Penaltyschießen unterlagen und im Meisterrunden-Hinspiel beim 3:5 ohne Punkte blieben. Jenes Spiel war der Auftakt zu einer Eisbären-Serie von neun Siegen am Stück, die erst am vergangenen Sonntag gegen den SC Riessersee (1:4) endete. Da standen dem Tabellenzweiten aber nur noch 13 Feldspieler zur Verfügung. Verletzungen und eine Grippewelle zwangen mit Peter Flache und Richard Divis zwei der drei Regensburger Topscorer und darüber hinaus Heider, Weber, Keresztury, Tausch, Mühlbauer, Sokolov, Bühler, Klaus, Diel, Herrmann und Zitzer zum Aussetzen. Mehr als die Hälfte dieser 13 (!) ausgefallenen Akteure dürften am Freitagabend in Rosenheim aber wieder dabei sein.

Bei den Starbulls fällt Verteidiger Tobias Draxinger krankheitsbedingt aus. Die Stürmer Tadas Kumeliauskaus, Enrico Henriquez-Morales und Henry Wellhausen fehlen weiterhin. Bei Michael Fröhlich, der wieder am Training teilnehmen konnte, fällt die Entscheidung für ein mögliches Comeback nach dem Abschlusstraining. Um möglichst vier Sturmreihen aufbieten zu können, will John Sicinski Akteure aus dem DNL-Team (spielt erst am Sonntag) nominieren. Das Rosenheimer Tor wird im Spitzenspiel gegen Regensburg von Andreas Mechel gehütet werden.

Mit den Eisbären Regensburg stellt sich am Freitagabend im Rosenheimer ROFA-Stadion das punktbeste Team der bisherigen Meisterrunde vor. Kaum zu glauben, dass die Mannschaft Mitte November noch auf dem vorletzten Tabellenplatz und damit außerhalb der Meisterrunden-Ränge stand. Seit der Demission von Igor Pavlov und der Installation von Maximilian Kaltenhauser als Cheftrainer werden die Eisbären ihrer Mitfavoriten-Rolle auf den Aufstieg nun aber vollauf gerecht. Ungeachtet dessen wollen die Starbulls ihre Serie von elf Heimsiegen am Stück am Freitag gegen die Donaustädter fortsetzen. Wenn dies gelingt, ganz gleich ob nach 60 Minuten oder aber wie am vergangenen Sonntag gegen Selb (4:3 nach Verlängerung) erst danach, wäre das tabellarische Überholmanöver mit den Eisbären geglückt – und der von John Sicinski angesprochene „erste Schritt für Platz zwei in der Endabrechnung“ getan.

Am Sonntag gastieren die Starbulls beim EV Füssen. Spielbeginn in der „Halle 1“ des Eissportzentrums am Kobelhang ist um 18 Uhr. Beim starken Aufsteiger gewannen die Starbulls in der Anfangsphase der Saison mit 4:3 nach Penaltyschießen. Noch immer ist der EVF klar auf Playoff-Kurs und damit deutlich erfolgreicher unterwegs, als vor der Saison erwartet. Zu was die Allgäuer dank mannschaftlicher Geschlossenheit und eines ausgebufften Coaches fähig sind, haben sie jüngst eindrucksvoll bewiesen: Am Sonntag lagen die Gelb-Schwarzen in Weiden Mitte des letzten Drittel mit 1:4 in Rückstand. Zehn (!) Minuten vor Spielende nahm Trainer Andi Becherer den Torwart vom Eis, und mit sechstem  Feldspieler gelang der zweite Treffer, dem im Minutentakt vier weitere folgten. Sechs Minuten vor der Schlusssirene führte Füssen plötzlich mit 6:4 – und konsternierte Oberpfälzer hatten nichts mehr entgegen zu setzen. Die Starbulls erwartet nach dem Heimspielkracher gegen Regensburg also am Sonntag eine weitere anspruchsvolle Aufgabe.

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