Starbulls Rosenheim bleiben auf Rang einsErfolg gegen Peiting

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In der regulären Spielzeit fielen alle vier Treffer in Überzahl, die beiden überaus sehenswerten Rosenheimer Powerplaytore erzielten Alexander Höller und Aaron Reinig. Peiting rette sich gegen im dritten Drittel deutlich überlegene Starbulls in die Verlängerung, in der Maximilian Vollmayer den Grün-Weißen 32 Sekunden vor der Schlusssirene den Zusatzpunkt sicherte.

Gegen den Tabellensechsten fehlte bei den Starbulls weiterhin Curtis Leinweber – und zudem Kevin Slezak, der beim Spiel am Freitag in Höchstadt von einem gegnerischen Stock im Gesicht getroffen wurde und Zähne verlor. Dafür war Brock Trotter wieder mit dabei, der in einer Reihe mit Marc Schmidpeter und Maximilian Hofbauer bzw. später Simon Heidenreich stürmte. Starbulls-Chefcoach John Sicinski hatte vier komplette Linien zur Verfügung, komprimierte aber im letzten Drittel auf drei Sturmformationen. Peiting musste mit 15 Feldspielern auskommen und auf ein halbes Dutzend Stammkräfte verletzungsbedingt verzichten. Trotzdem präsentierten sich die Gäste aus dem Pfaffenwinkel als gut eingestellter und unangenehmer Gegner und damit völlig anders als noch vor einem Monat an gleicher Stelle, als die Starbulls mit 8:2 die Oberhand behielten.

Die 999 Zuschauer – das ROFA-Stadion war damit angesichts der aktuellen Auflagen als ausverkauft – sahen zwei Drittel lang eine ausgeglichene Partie mit zerfahrenen Phasen, aber auch mit dem ein oder anderen spielerischen Gustostückerl. Voll überzeugen konnten die beiden Keeper: Andreas Mechel auf Rosenheimer Seite und Florian Hechenrieder bei den Gästen glänzten mit einigen spektakulären Paraden und entschärften mehrere Alleingänge auf die von ihnen gehüteten Tore.

Der 2:2-Zwischenstand zur zweiten Pause war leistungsgerecht. Alle vier Tore fielen im Powerplay und beide Mannschaften konnten gleich ihr jeweils erstes Überzahlspiel in einen Treffer ummünzen. Bei den Starbulls war das zu Beginn der 8. Spielminute der Fall. Brock Trotter spielte hinter dem Tor auf den in der Rundung stehenden Brad Snetsinger, der brachte die Scheibe mit Speed direkt zum Torraum und Alexander Höller versenkte sie direkt im linken oberen Eck zum 1:0. Maximilian Söll glich mit einem Schlagschuss von der blaue Linie, der links oben im Rosenheimer Tor einschlug, zum 1:1 aus (18.). Lukas Gohlke hatte Starbulls-Torwart Mechel effektiv die Sicht verdeckt.

Beim dritten Rosenheimer Powerplay hatte Aaron Reinig seinen großen Auftritt: Nach einem Rückpass von Max Brandl täuschte der Verteidiger einen seiner gefürchteten Schlagschüsse an, ließ damit Peitings Gohlke ins Leere rutschen, legte sich die Scheibe technisch fein vor, wartete auf den idealen Schussmoment und versenkte das Spielgerät dann aus dem Handgelenk ins kurze Eck unter die Latte zum 2:1 (34.). Höller hatte in Unterzahl völlig frei und mit ganz viel Zeit das 3:1 auf dem Schläger, brachte die Scheibe aber nicht an Torwart Hechenrieder vorbei (35.). Stattdessen durften 17 Sekunden vor der zweiten Pause – und ebenfalls im Rahmen ihres dritten Überzahlspiels – wieder die Gäste jubeln: Andreas Feuerecker hatte abgezogen, Mechel konnte parieren, doch im folgenden Gestochere am Torraum schaltete Florian Stauder am schnellsten und traf flach aus der Drehung zum 2:2 (40.).

Nur noch auf ein Tor lief das Spiel im dritten Drittel. Peiting verteidigte leidenschaftlich, fand offensiv aber kaum noch statt. Die Starbulls drückten auf den Führungstreffer, agierten dabei aber nicht mit Brechstange, sondern erarbeiteten sich ihre klaren Torchancen mit Geduld und spielerischer Note. Die größten Einschussmöglichkeiten hatten Dominik Kolb (46.), Marc Schmidpeter (50.) und Zack Phillips (53.), doch Torwart Hechenrieder rettete mit bemerkenswerten Reflexen. Glück hatte der Gästekeeper, als Schmidpeter nach einem Solo nur den Pfosten traf (53.) und Dominik Daxlberger die frei liegende Scheibe nicht im leeren Tor unterbringen konnte (54.). Auch in der Verlängerung lagen die klaren Tormöglichkeiten auf Seiten der Hausherren. Zunächst vergaben zweimal Manuel Edfelder und Brad Snetsinger, ehe Brock Trotter erst Dominic Krabbat aussteigen ließ und dann mit Übersicht Maximilian Vollmayer einsetzte, der per Direktabnahme aus dem linken Bullykreis zum umjubelten 3:2 vollstreckte (65.).

Die Starbulls feiern damit den zehnten Sieg in Folge und bleiben hauchdünn Tabellenführer aufgrund des besseren Torverhältnisses (+78) gegenüber den Blue Devils Weiden (+74). Die am Freitag als Spitzenreiter abgelösten Oberpfälzer konnten dank eines 8:1-Heimsiegs gegen Lindau nach Punkten mit den Grün-Weißen gleichziehen (75 Zähler aus 31 absolvierten Spielen).

Bereits am Mittwoch bestreiten die Starbulls Rosenheim ihr nächstes Heimspiel. Zu Gast im ROFA-Stadion (Spielbeginn 19:30 Uhr) ist dann der Deggendorfer SC. Eintrittskarten müssen online gebucht werden, es gibt keine Abendkasse am Stadion. Details zum Spielbesuch sowie zum Ticketkonzept sind auf www.starbulls.de veröffentlicht. Das Spiel wird auch live per Internetstream auf www.sprade.tv übertragen.


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