Starbulls empfangen DeggendorfSpitzenspiel am Feiertag

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Dabei treffen die Grün-Weißen als Spitzenreiter auf den Tabellenzweiten, dem sie in einem intensiv und hart geführten Vorbereitungsspiel im September mit 5:6 unterlagen. Spielbeginn im emilo-Stadion ist am Mittwoch um 17 Uhr.

„In so einem Spiel zählt nur, dass man am Ende drei Punkte mitnimmt“, sagte Manuel Kofler am Sonntagabend nach der Schlusssirene in der Miesbacher Eisssporthalle – wohl wissend, dass der Rosenheimer Sieg in der Schlussphase am seidenen Faden hing und es im zweiten Drittel Spielphasen gab, in denen beim Stand von 1:1 der Führungstreffer des TEV Miesbach in der Luft lag. Letztlich reichten die Tore von Petri Lammassaari, der in der 17. Minute einen Rückpass von Michael Fröhlich verwandelte, und von Tobias Draxinger, der unmittelbar nach Beginn des dritten Drittels im Powerplay abgefälscht von der blauen Linie traf, zur vollen Punktausbeute. Der auf dem letzten Tabellenplatz rangierende TEV Miesbach hatte sich mit leidenschaftlichem Kampf als Team ebenso ein Riesenlob verdient wie Torwart Anian Geratsdorfer, der die Rosenheimer Stürmer wiederholt zur Verzweiflung brachte. Vor allem im ersten Abschnitt hatten es die Starbulls versäumt, sich eine klare und beruhigende Führung herauszuschießen.

Manuel Kofler sah sich dabei phasenweise an das Vorbereitungsspiel Anfang September in Deggendorf erinnert, als sein Team den Gegner spielerisch voll im Griff hatte und eine klare Mehrheit an Torchancen besaß. Trotzdem gingen die Gastgeber mit einem 6:5-Sieg vom Eis. Am Mittwoch kreuzen sich die Wege der beiden Teams nun erneut, diesmal in Rosenheim und unter Pflichtspielbedingungen. Es ist eine echte Spitzenpartie, die um 17 Uhr im emilo-Stadion angepfiffen wird. Die Starbulls haben als Spitzenreiter der Oberliga Süd 27 Punkte auf dem Konto, Gegner Deggendorf als Tabellenzweiter deren 23. Interessant ist dabei natürlich die Tatsache, dass beiden Kontrahenten bisher – je einmal auswärts und zuhause –– nur gegen Teams ihrer „Untergruppe“ gespielt haben und die Liga erst jetzt am 11. Spieltag quasi „verzahnt“ wird.

Dass Deggendorf die Qualität einer Spitzenmannschaft besitzt, ist freilich unbestritten. Trainer John Sicinski kann auf ein eingespieltes Team der vergangenen Oberliga-Saison zurückgreifen, das auf einzelnen Positionen gezielt verstärkt wurde. So konnte für das Tor mit dem starken Cody Brenner ein Rückkehrer aus Regensburg ebenso gewonnen werden wie mit Vilos Vavrusa ein Verteidiger mit DEL-2-Erfahrung aus Freiburg. Bei den „Importspielern“ scheint der DSC im Festhalten an den Stürmern Kyle Gibbons (USA) und Curtis Leinweber (Kanada) eine gute Entscheidung getroffen zu haben. Gemeinsam haben die beiden Stürmer in den ersten zehn Spielen bereits 37 Scorerpunkte verbucht. Insgesamt haben die Niederbayern schon 44 Mal – und damit zwei Mal öfters als die Starbulls – ins Schwarze getroffen. Dabei zeichnet die Deggendorfer aus, dass sie nicht viele Chancen brauchen, um Torerfolge bejubeln zu können. Trainer John Sicinski legt vor allem Wert auf kompromisslose „Aufräumarbeit“ in der eigenen Verteidigungszone. Die große Herausforderung, die auf die Grün-Weißen am Feiertag zukommt, ist demnach klar abgesteckt: ein Abwehrbollwerk knacken, Zweikampfhärte annehmen, schnelle Gegenstöße effektiv unterbinden.

Die Zusammenstellung der Rosenheimer Sturmreihen wird sich für das mit Spannung erwartete Spitzenspiel notgedrungen wieder ändern. Dominik Daxlberger ist nach seiner Spieldauerdisziplinarstrafe in der Schlussphase des Spiels vom Sonntag gesperrt. Damit ist auch die Option von vier kompletten Angriffsformationen nicht gegeben.


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