Spitzentrio der Oberliga unter sichEHC Bayreuth

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Wochenlang dominierte die Topreihe der Donaustädter um Torjäger Louke Oakley und Spielmacher David Stieler zusammen mit ihrem kongenialen Partner Vitali Stähle die ganze Liga. Doch seit geraumer Zeit sucht der sehr erfahrene Doug Irwin (Ex-ESVB) auf der Trainerbank aber nach Lösungen für etwas mehr Verteilung der Torgefahr im Angriff zwischen den Blöcken. Sogar die Trennung des Trios probierte er aus, um zumindest eine zweite „Scoringlinie“ zu bilden.

Die Bilanz ist seitdem durchwachsen  und nun fehlt den Domstädtern auch noch der punktbeste Verteidiger der Süd-Liga Barry Noe wegen Verletzung. Weil es außer von dem Deutschkanadier aus den hinteren Reihen aber eher wenig produktive Offensivaktionen gibt, schmerzt dieser Ausfall besonders. Aus den letzten fünf Partien holte man z.B. von 15 Zählern noch acht und auswärts setzte es in Erding und Angstgegner Peiting sogar zwei herbe Niederlagen mit zusammen 5:13 Toren, so dass die SOS-Linie zuletzt wieder vereinigt wurde. Im Gehäuse steht meist Routinier Martin Cinibulk, aber auch Talent Hähl oder Förderlizenztorwart M.Eisenhut hatten schon ihre Einsätze. Mit 66 Punkte und die starke Tordifferenz von plus 57 liegt man nur noch auf Schlagdistanz vor den Tigers (zwei Zähler dahinter). Es geht im diesem Duell also ganz direkt um Tabellenplatz zwei. Bei der Heimstärke des EHC könnte das für die Play-offs ein echter Faustpfand sein. Aufgepasst aber auf die Special Teams des EVR, denn Powerplayquote und Unterzahlbilanz sind fast genauso eindrucksvoll wie beim EHC Bayreuth. Beim glänzenden 6:2-Heimsieg zeigten die Tigers aber schon, wie man die Rot-Weißen schlagen kann.

Sonntag geht’s dann zum inzwischen souveränen Tabellenführer ganz in den Südwesten der Republik. Die Wölfe sind das einzige Team, welches sich schon länger kaum noch eine Blöße gibt. Vielleicht sind die Wagnerstädter aber sogar so etwas wie der Angstgegner des Teams von der Dreisam, denn beide hochklassigen Partien (2:1; 5:4) beendete man als Drei-Punkte-Sieger. 71 Punkte, den drittbesten Angriff und die stabilste Abwehr der Liga ist die aktuelle Bilanz des großen Meisterschaftsfavoriten. Im Gegensatz zu Regensburg hat das Team von Coach Sulak einen sehr breit aufgestellten Kader. Tobias Kunz, Nikolas Linsenmaier und die Billich Brüder Steven und Chris sowie Jakub Wiecki neben dem neuen Kontingentstürmer Petr Haluza prägen den sehr guten und vor allem ausgeglichen besetzten Sturm der Breisgauer. Der neue Tscheche kam nach holprigem Start zuletzt richtig gut in Fahrt (elf Punkte aus fünf Spielen). Oder im Tor teilen sich die fast gleichstarken Topgoalies Fabian Hönkhaus und Christopher Mathis die Einsätze. Wenn es überhaupt Schwachpunkte gibt, dann vielleicht die Torgefahr von den Defensivspielern, aber das wäre nun wirklich jammern auf übertrieben hohen Niveau. Mit momentan gut über 1700 Zuschauern pro Heimspiel steigt in der altehrwürdigen Franz-Siegel-Halle auch das Publikumsinteresse immer weiter.

Beste Werbung und Steigerung des eigenen Selbstbewusstseins betrieben die Gelb-Schwarzen am letzten Wochenende. Erst die Gala im kleinen Derby gegen Weiden (9:2) und dann der „Sieg des Willens“ in Erding (5:4 n.P.) unter schwierigsten Umständen und einer überragenden läuferischen Demonstration als Sahnehäubchen. Verteidiger Kasten kehrt dafür nach seiner Sperre wieder in die Mannschaft zurück. Und bis auf den verletzten Thielsch und den nach Weiden abgewanderten Dam hofft Tigers-Coach Waßmiller darauf „alle Mann an Bord“ zu haben. Besonders gefährlich ist nun seit Wochen schon das Powerplay der Oberfranken. Die Scheibe läuft da oft schnell und perfekt durch die Reihen, bis einer wirklich frei und in guter Position heraus gespielt ist. Dazu wurde auch die Arbeit im Slot für Abpraller und dem Torwart die Sicht zu nehmen wieder verstärkt und der Lohn sind sehr viele Überzahltreffer, die man auch bei den beiden Topspielen sicher gut gebrauchen kann. Für das Heimspiel gegen Regensburg läuft der Kartenvorverkauf sehr gut, was endlich einmal auch außerhalb der Derbys auf eine sehr gute und stimmungsvolle Kulisse hoffen lässt. Verdient haben sich die Tigers das mit ihrer überragenden Heimserie schon lange. Fünf Siege am Stück und herausragende 15 ungeschlagene Heimspiel sind zum Beispiel die aktuellen Serien des EHC Bayreuth.


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