Siegen oder SommerpauseSelber Wölfe

Siegen oder SommerpauseSiegen oder Sommerpause
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Siegen oder Fliegen: In der Scania-Arena in Duisburg entscheidet sich am Freitag, ob die Selber Wölfe im Play-off-Viertelfinale am Sonntag noch einmal vor heimischer Kulisse zum dann entscheidenden fünften Spiel der Serie gegen die Füchse aus dem Ruhrpott antreten dürfen – oder sich schon in die Sommerpause verabschieden müssen. 2:1 für den EV Duisburg steht es in der Serie, in der kurioser Weise beide Teams ihre bisherigen Heimspiele abgaben. Die Wölfe unterlagen mit 1:3 und 1:2. Die Füchse mussten sich zu Hause mit 0:3 geschlagen geben.

Nicht zuletzt daraus schöpfen die Selber Verantwortlichen ihre Hoffnung, dem drohenden Saison-Aus noch einmal von der Schippe springen zu können. „Wir haben schon einmal in Duisburg gewonnen. Es spricht nichts dagegen, dies ein zweites Mal zu schaffen“, denkt Trainer Cory Holden gar nicht daran, die Flinte frühzeitig ins Korn zu werfen. „Hochfahren, alles geben, Tore schießen“, lautet die Devise des Selber Trainers, dem am Dienstag bei der 1:2-Niederlage die letzte Konsequenz im Abschluss gefehlt hat. „Wir haben gedrückt und gedrückt. Aber ein Tor reicht selten, um zu gewinnen.“

Holden erwartet in Duisburg erneut ein von beiden Mannschaften sehr intensiv geführtes Spiel mit hohem Tempo und einigen Nickligkeiten. „Das gehört zu den Play-offs dazu. Wir sind jedenfalls bereit dazu.“ Auch der Duisburger Trainer Fritz Fritzmeier will nicht ausschließen, dass die Emotionen wieder ein bisschen höher kochen als noch am Dienstag. „Es passiert im Eishockey, dass mal ein paar Leute einen Aussetzer haben. Die Jungs spielen ja auch um ihre Zukunft und haben das ganze Jahr hart gearbeitet, um in die Play-offs zu kommen.“ Fritzmeier sieht die Serie jedenfalls noch nicht entschieden. „Uns erwartet sicher wieder eine top Selber Mannschaft, die gut eingestellt sein wird.“

Die Fahnen der Oberliga Süd hoch halten können die Wölfe mit derselben Besetzung wie am Dienstag. Es fahren alle Spieler mit in den Ruhrpott. Nur zu unterschiedlichen Zeiten. Um 11 Uhr rollt der große Wölfe-Bus los, erst am frühen Nachmittag werden sich mehrere berufstätige Spieler mit einem Kleinbus auf die lange Reise begeben. Da trifft es sich gut, dass wegen eines Fußball-Freundschaftsspiels zwischen dem MSV Duisburg und Borussia Mönchengladbach im benachbarten Wedau-Stadion das erste Bully auf 20.30 Uhr verlegt worden ist.

Ärgerlich findet der Selber Trainer dagegen die unterschiedlichen Regelungen für Förderlizenzspieler im deutschen Eishockey. „Wir müssen auf Achim Moosberger, der aus der zweiten Liga kommt, verzichten. Duisburg dagegen kann seine DEL-Spieler weiter einsetzen, bevor die nicht das erste Play-off-Spiel für Köln bestritten haben. Da müssen die gleichen Regeln für alle gelten.“

Aber egal, wer heute auf Duisburger Seite auflaufen wird: Die Selber wollen im Play-off-Rennen bleiben und ein entscheidendes fünftes Spiel am Sonntag (18 Uhr) in eigener Halle erzwingen. „Wir lassen die Köpfe nicht hängen. Es wird eine Mannschaft auf dem Eis stehen, die alles geben wird“, verspricht Holden allen Fans, die mit in den „Pott“ reisen, einen aufopferungsvollen Kampf.

Sollten sich die Wölfe am Freitag und auch im dann notwendigen fünften Spiel am Sonntag (in Selb) gegen Duisburg noch durchsetzen können, käme es zu folgenden Halbfinalspielen: VER Selb – EC Bad Nauheim, Kassel Huskies – Löwen Frankfurt. Kommt Duisburg weiter, lauten die Paarungen: Kassel Huskies – EV Duisburg, EC Bad Nauheim – Löwen Frankfurt.

Die Termine der Best-of-Five-Serie sind 28. und 30. März sowie 1., 5. und 7. April.


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