Siebter Derbysieg in FolgeSelber Wölfe

Siebter Derbysieg in FolgeSiebter Derbysieg in Folge
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Und wieder hatten die VER-Fans im oberfränkischen Eishockey-Derby Grund zum Jubeln: Zum siebten Mal in Folge setzten sich die Wölfe gegen die Tigers durch. Nach dem entscheidenden Penalty von Geisberger – zuvor hatte bereits Piwowarczyk verwandelt und Suvelo zwei Mal pariert – wurde die Netzsch-Arena zum Tollhaus. Das war sie auch schon während der regulären Spielzeit einige Male. Beide Fanlager – die Gäste waren mit etwa 500 Anhängern angereist – peitschten ihre Mannschaften lautstark nach vorne.

Vor dem Spiel war der Selber Trainer Cory Holden zum Improvisieren gezwungen. Durch die Ausfälle der Verteidiger Schadewaldt, Schütt (beide verletzt) und Schneider (gesperrt) rückten Hendrikson und Neumann nach hinten. Und auch Meier biss buchstäblich auf die Lippen, nachdem er am Freitag nach einem Pucktreffer mit acht Stichen im Gesicht genäht werden musste.

Beide Mannschaft drückten vom ersten Bully weg auf das Tempo. Die ersten beiden kleineren Möglichkeiten hatten die Tigers, ehe nach drei Minuten die Wölfe erstmals richtig gefährlich vor EHC-Keeper Bädermann auftauchten. Hördler brachte die Scheibe aber nicht im Netz unter. Nach einer Strafzeit gegen VER-Stürmer Pauker drohte wieder Gefahr – aber nicht für die Selber, sondern für Bayreuth. Mudryk erkämpfte sich den Puck gegen Potac, der sich nur mit einem Foul zu helfen wusste und ebenfalls in die Kühlbox musste. Bei 4:4 tauchte Mudryk plötzlich alleine vor Bädermann auf, scheiterte aber am guten Keeper der Gäste.

Auf der Gegenseite war in der siebten Minute wieder richtig dicke Luft – und das nicht nur wegen des Bodennebels, der immer wieder über die Eisfläche zog. Irgendwie rettete VER-Keeper Suvelo gemeinsam mit seinen Vorderleuten. Nachdem Juhasz kurz darauf nur das Außennetz des Selber Tores getroffen hatte, ließen es beide Teams ein wenig ruhiger angehen. Das hohe Tempo forderte wohl ein wenig Tribut.

Auf Seiten der Gäste hatte Geigenmüller noch eine gute Möglichkeit, nachdem er sich gegen drei Selber durchgesetzt hatte. Und die Tigers blieben die etwas aktivere Mannschaft – bis Sevo und Herman einen kapitalen Bock schossen. Nutznießer war zunächst Geisberger, der noch an Bädermann scheiterte. Der Puck blieb aber in den Reihen der Wölfe. Mudryk schaltete am schnellsten und überlistete den etwas verdutzt wirkenden EHC-Keeper.

Im zweiten Drittel brachte Schiedsrichter Aumüller mit fragwürdigen Strafzeiten mehrmals die Selber Spieler und Fans gegen sich auf. Im Penalty-Killing agierten die Wölfe aber richtig stark, störten aggressiv und zwangen die Tigers zu Fehlern. Zweimal hatten die Hausherren in Unterzahl die Möglichkeit zum 2:0. In der 24. Minute pfiff der Unparteiische nach einem Meier-Pass den durchgebrochenen Mudryk wegen angeblichen Abseits zurück, kurz darauf bekam Piwowarczyk die große Break-Chance, verzog den Puck aber. Der VER war jetzt am Drücker, die Halle brodelte, das Dach der Netzsch-Arena wackelte.

Bayreuth befreite sich aber wieder. Die Begegnung wurde weiter sehr intensiv geführt mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Eigentlich keine richtige Möglichkeit war die Szene, die 30 Sekunden vor Ablauf des Mittelabschnitts zum 1:1-Ausgleich führte. Geigenmüller überwand Suvelo – nahm dabei aber wohl die Hand zu Hilfe. Alle Selber Proteste halfen freilich nichts.

Im Schlussdrittel wurde zunächst Schiedsrichter Aumüller immer häufiger zum Buhmann der Selber Fans. Ihrer Meinung nach ließ der Mann aus Ottobrunn zu viele Fouls der Tigers ungeahndet. Das Spiel lebte nun vor allem von der Spannung. Wer würde den entscheidenden Fehler machen? In der 50. Minute wäre es fast EHC-Keeper Bädermann gewesen. Er ließ den Puck durch die Schoner rutschen, bekam aber gerade noch die Hände drauf. Was immer schlechter wurde, waren die Sichtverhältnisse. In der 56. Minute ließ der Schiedsrichter alle Spieler beider Teams einige Runden drehen, um den Nebel zu vertreiben. Was nur kurz klappte. Die dicke Chancen zum Siegtreffer bot sich 66 Sekunden vor Schluss Geisberger. Er scheiterte aber erneut an Bädermann, der wie Suvelo eine starke Partie ablieferte.

Da auch in der Verlängerung keine Tore fielen, ging es ins Penaltyschießen. Und hier bewiesen die Wölfe – wie schon am Freitag in Freiburg – die besseren Nerven und hatten den besseren Torwart.

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