Selber Wölfe wachen in Peiting zu spät auf30 Eishockeyminuten mit Leidenschaft sind zu wenig

(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe) (PIXMAWI
Mario Wiedel)(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe) (PIXMAWI Mario Wiedel)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Zwischenzeitlich lagen die Schützlinge von Coach Herbert Hohenberger mit 0:4 aussichtslos zurück, ehe ein Ruck durch das Team ging und die zu spät begonnene Aufholjagd eingeleitet wurde. Dass erneut mehr drin gewesen wäre, sah auch Co-Trainer Marc Thumm, der sichtlich angesäuert wirkte: „Es geht nicht, dass wir jedes Mal einem Rückstand hinterherlaufen müssen – wenn wir immer nur 30 Minuten Eishockey spielen, gewinnen wir gegen diese Gegner in der Liga einfach keinen Blumentopf.“

Coach Hohenberger war erneut zu Umstellungen gezwungen. Zwar meldete sich Gelke nach Verletzungspause zurück, dafür fehlte Routinier Gare mit einer Verletzung, dessen Platz Förderlizenzspieler Zimmermann neben McDonald und Pisarik einnahm. Die Hausherren mit zuletzt vier Heimsiegen in Folge starteten mit gehörig Rückenwind in den Segeln. Gut vier Minuten waren gespielt, da packte Winkler den Hammer an der blauen Linie aus, Nagtzaam hielt den Schläger rein und die Scheibe zappelte in den Maschen. Eine Minute später spielte Maier die Scheibe quer auf Krabbat, der kam völlig unbedrängt zum Abschluss und ließ Deske beim 0:2 aus Wölfe-Sicht keine Chance. Und weiter waren es die Hausherren, die den Ton angaben. Nagtzaam setzte Heger schön in Szene und sofort wurde es wieder brenzlig vor dem Selber Kasten. Diesmal behielt jedoch Deske die Oberhand. Gegen die kompakt stehenden Peitinger hatten die Gäste sichtlich Probleme im Spielaufbau. Und wenn sie dann einmal durch waren, hatte der Schiedsrichter etwas dagegen. 13. Spielminute, Kolb mit dem Schuss, alle Wölfe-Cracks bejubelten den Treffer, doch nach kurzer Rücksprache mit seinem Linesman entschied Hauptschiedsrichter Polazek gegen die Wölfe. Kurz darauf brach Pisarik auf der linken Seite durch, kam zum Abschluss, aber Goalie Magg war auf dem Posten. Die Hausherren blieben aber weiter gefährlich. Als Böhringer zwei Minuten vor Drittelende eine Strafzeit verbüßte, erhöhten die Gastgeber auf 3:0.

Auch im zweiten Drittel taten sich die Selber äußerst schwer. Die Hausherren verteidigten clever und ließen kaum zwingende Torchancen zu. Fünf Minuten nach Wiederbeginn war es Gelke, der sich gegen zwei Gegenspieler sehenswert durchsetzte und zum Abschluss kam – Goalie Magg parierte jedoch in höchster Not. Auf der anderen Seite umkurvte Winkler die halbe Selber Hintermannschaft, konnte jedoch seinen Pass nicht an den Mann bringen. Wenig später brannte es erneut lichterloh vor dem VER-Kasten, als Gohlke im Slot frei zum Schuss kam. Peiting weiter im Vormarsch, gegen Heger rettete nur der Pfosten. Von den Wölfen war lange Zeit nur wenig zu sehen und Peiting schraubte das Ergebnis in die Höhe: Nagtzaam hatte im Slot alle Zeit der Welt, zog einfach mal ab und Deske rutschte die Scheibe durch die Schoner. Peiting führte mit 4:0 und nach dem Spielverlauf durchaus verdient. Als Peiting sich zu sicher fühlte, ging urplötzlich ein Ruck durch das Selber Team und der Weckruf folgte in der 37. Minute: McDonald steckte die Scheibe auf Zimmermann hinterm Tor durch, Pisarik lauerte vor dem Tor und der Wölfe-Torjäger traf zum 1:4. Keine zwei Minuten später: Auf beiden Seiten verbüßten Spieler Strafminuten, Kabitzky hatte viel Platz, zog in die Mitte und schlenzte den Puck unter die Latte. Nur noch 4:2 – die Wölfe meldeten sich zurück.

Durch die beiden Treffer starteten die Selber wie beflügelt in den Schlussabschnitt. Hirschberger und Klughardt störten die Peitinger früh im Spielaufbau, die Scheibe kam zu Schiener, der kam völlig ungehindert zum Abschluss und verwandelte eiskalt zum 3:4-Anschluss. Die Wölfe, dank drei Treffer in gut fünf Minuten, waren wieder im Spiel zurück und schöpften weiter Hoffnung. Peiting blieb zwar gefährlich, die besseren Möglichkeiten erspielten sich jetzt aber die Gäste. Bange Minuten brachen an, als Kolb zwei Strafminuten wegen Hakens absitzen musste. Die Chance zum 4:4 bot sich, als kurz hintereinander die Selber gleich zweimal in Überzahl agierten. Selb drängte auf den Ausgleich, aber das Tor wollte nicht fallen. Kurz vor Schluss setzte Wölfe-Coach Hohenberger nochmal alles auf eine Karte und brachte einen sechsten Feldspieler für seinen Torhüter. Am Ende kam die Aufholjagd aber zu spät. Acht Sekunden vor Schluss setzte Feuerecker dem Aufbäumen ein Ende und traf ins längst leere Selber Tor zum 3:5-Endstand aus Wölfe-Sicht.


Du willst die wichtigsten Oberliga-News, Spielpläne und Live-Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die Hockeyweb-App mit Push-Nachrichten für die wichtigsten News Deiner Lieblings-Sportart. Erhältlich im App-Store für Apple​  und Android​.
Bad Tölz steht auf Rang zwei
Blue Devils Weiden sofort auf dem Weg zum Klassenprimus

​Der Auftakt im Oberliga-Süden hatte schon ein paar Schmankerl. Überraschend dabei der Auftritt des Titelverteidigers, der sofort auf Platz eins sprang und beim Erfo...

Spielerinnen des ECDC Memmingen und EC Bergkamen betroffen
Kohlenmonoxid! Spielabbruch in der Frauen-Eishockey-Bundesliga

​Große Besorgnis in Memmingen: Nach einem Bericht der Allgäuer Zeitung, den der ECDC Memmingen auf der Facebook-Seite seiner Frauen-Eishockey-Mannschaft inzwischen w...

Guter Start für den Titelverteidiger
Blue Devils Weiden sind erster Tabellenführer

​Das war der perfekte Start für den Titelverteidiger in der Oberliga Süd. Die Weidener Blue Devils eroberten mit einem überlegenen Erfolg gegen den Aufsteiger EHC Kl...

Indians legen los
Kracher-Auftakt für den ECDC Memmingen

​Mit zwei schweren Partien, darunter das Topspiel gegen Weiden, starten die Memminger Indians in die neue Saison. Nach dem Auswärtsauftritt in Bad Tölz am Freitag fo...

Am Sonntag beim Aufsteiger EHC Klostersee in Grafing
EV Lindau Islanders empfangen Passau Black Hawks zum Auftakt

​Die Vorbereitung der EV Lindau Islanders ist Geschichte, ab jetzt geht es nur noch um Punkte in der Oberliga Süd: Am Freitag (30. September, 19.30 Uhr) erwarten die...

Heimspiel am Sonntag
Oberliga-Auftakt für Passau Black Hawks gegen Lindau und Landsberg

​Die Passau Black Hawks starten am Freitag, 30. September, beim EV Lindau in die Oberliga-Saison 2022/23. Nur zwei Tage später empfangen die Habichte am Sonntag um 1...

Seit Mittwoch Kurztrainingslager in Sachsen
SC Riessersee trifft zweimal auf Leipzig

​Am Mittwoch machte sich der SC Riessersee nach der morgendlichen Trainingseinheit auf den Weg nach Leipzig, um dort in ein Kurztrainingslager einzusteigen....

Doppelter Vergleich gegen Ligakonkurrenten
Letzter Heim-Test der Memminger Indians

​Am kommenden Wochenende geht die Vorbereitungsphase der Memminger Indians bereits in die letzte Phase. Mit zwei Spielen gegen Oberligisten stehen weitere Standortbe...

Oberliga Süd Hauptrunde

Dienstag 04.10.2022
Höchstadter EC Höchstadt
- : -
ECDC Memmingen Memmingen
EV Füssen Füssen
- : -
EHF Passau Black Hawks Passau
Tölzer Löwen Bad Tölz
- : -
EV Lindau Lindau
Blue Devils Weiden Weiden
- : -
Starbulls Rosenheim Rosenheim
Mittwoch 05.10.2022
HC Landsberg Riverkings Landsberg
- : -
EHC Klostersee Klostersee
Freitag 07.10.2022
EHC Klostersee Klostersee
- : -
Tölzer Löwen Bad Tölz
EV Füssen Füssen
- : -
Höchstadter EC Höchstadt
EHF Passau Black Hawks Passau
- : -
Starbulls Rosenheim Rosenheim
SC Riessersee Riessersee
- : -
HC Landsberg Riverkings Landsberg
ECDC Memmingen Memmingen
- : -
EC Peiting Peiting
Deggendorfer SC Deggendorf
- : -
Blue Devils Weiden Weiden