Selber Wölfe wachen in Peiting zu spät auf30 Eishockeyminuten mit Leidenschaft sind zu wenig

(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe) (PIXMAWI
Mario Wiedel)(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe) (PIXMAWI Mario Wiedel)
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Zwischenzeitlich lagen die Schützlinge von Coach Herbert Hohenberger mit 0:4 aussichtslos zurück, ehe ein Ruck durch das Team ging und die zu spät begonnene Aufholjagd eingeleitet wurde. Dass erneut mehr drin gewesen wäre, sah auch Co-Trainer Marc Thumm, der sichtlich angesäuert wirkte: „Es geht nicht, dass wir jedes Mal einem Rückstand hinterherlaufen müssen – wenn wir immer nur 30 Minuten Eishockey spielen, gewinnen wir gegen diese Gegner in der Liga einfach keinen Blumentopf.“

Coach Hohenberger war erneut zu Umstellungen gezwungen. Zwar meldete sich Gelke nach Verletzungspause zurück, dafür fehlte Routinier Gare mit einer Verletzung, dessen Platz Förderlizenzspieler Zimmermann neben McDonald und Pisarik einnahm. Die Hausherren mit zuletzt vier Heimsiegen in Folge starteten mit gehörig Rückenwind in den Segeln. Gut vier Minuten waren gespielt, da packte Winkler den Hammer an der blauen Linie aus, Nagtzaam hielt den Schläger rein und die Scheibe zappelte in den Maschen. Eine Minute später spielte Maier die Scheibe quer auf Krabbat, der kam völlig unbedrängt zum Abschluss und ließ Deske beim 0:2 aus Wölfe-Sicht keine Chance. Und weiter waren es die Hausherren, die den Ton angaben. Nagtzaam setzte Heger schön in Szene und sofort wurde es wieder brenzlig vor dem Selber Kasten. Diesmal behielt jedoch Deske die Oberhand. Gegen die kompakt stehenden Peitinger hatten die Gäste sichtlich Probleme im Spielaufbau. Und wenn sie dann einmal durch waren, hatte der Schiedsrichter etwas dagegen. 13. Spielminute, Kolb mit dem Schuss, alle Wölfe-Cracks bejubelten den Treffer, doch nach kurzer Rücksprache mit seinem Linesman entschied Hauptschiedsrichter Polazek gegen die Wölfe. Kurz darauf brach Pisarik auf der linken Seite durch, kam zum Abschluss, aber Goalie Magg war auf dem Posten. Die Hausherren blieben aber weiter gefährlich. Als Böhringer zwei Minuten vor Drittelende eine Strafzeit verbüßte, erhöhten die Gastgeber auf 3:0.

Auch im zweiten Drittel taten sich die Selber äußerst schwer. Die Hausherren verteidigten clever und ließen kaum zwingende Torchancen zu. Fünf Minuten nach Wiederbeginn war es Gelke, der sich gegen zwei Gegenspieler sehenswert durchsetzte und zum Abschluss kam – Goalie Magg parierte jedoch in höchster Not. Auf der anderen Seite umkurvte Winkler die halbe Selber Hintermannschaft, konnte jedoch seinen Pass nicht an den Mann bringen. Wenig später brannte es erneut lichterloh vor dem VER-Kasten, als Gohlke im Slot frei zum Schuss kam. Peiting weiter im Vormarsch, gegen Heger rettete nur der Pfosten. Von den Wölfen war lange Zeit nur wenig zu sehen und Peiting schraubte das Ergebnis in die Höhe: Nagtzaam hatte im Slot alle Zeit der Welt, zog einfach mal ab und Deske rutschte die Scheibe durch die Schoner. Peiting führte mit 4:0 und nach dem Spielverlauf durchaus verdient. Als Peiting sich zu sicher fühlte, ging urplötzlich ein Ruck durch das Selber Team und der Weckruf folgte in der 37. Minute: McDonald steckte die Scheibe auf Zimmermann hinterm Tor durch, Pisarik lauerte vor dem Tor und der Wölfe-Torjäger traf zum 1:4. Keine zwei Minuten später: Auf beiden Seiten verbüßten Spieler Strafminuten, Kabitzky hatte viel Platz, zog in die Mitte und schlenzte den Puck unter die Latte. Nur noch 4:2 – die Wölfe meldeten sich zurück.

Durch die beiden Treffer starteten die Selber wie beflügelt in den Schlussabschnitt. Hirschberger und Klughardt störten die Peitinger früh im Spielaufbau, die Scheibe kam zu Schiener, der kam völlig ungehindert zum Abschluss und verwandelte eiskalt zum 3:4-Anschluss. Die Wölfe, dank drei Treffer in gut fünf Minuten, waren wieder im Spiel zurück und schöpften weiter Hoffnung. Peiting blieb zwar gefährlich, die besseren Möglichkeiten erspielten sich jetzt aber die Gäste. Bange Minuten brachen an, als Kolb zwei Strafminuten wegen Hakens absitzen musste. Die Chance zum 4:4 bot sich, als kurz hintereinander die Selber gleich zweimal in Überzahl agierten. Selb drängte auf den Ausgleich, aber das Tor wollte nicht fallen. Kurz vor Schluss setzte Wölfe-Coach Hohenberger nochmal alles auf eine Karte und brachte einen sechsten Feldspieler für seinen Torhüter. Am Ende kam die Aufholjagd aber zu spät. Acht Sekunden vor Schluss setzte Feuerecker dem Aufbäumen ein Ende und traf ins längst leere Selber Tor zum 3:5-Endstand aus Wölfe-Sicht.


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