Selber Wölfe verpflichten Verteidiger Henry Hoffmann „Kölscher Jung“ aus Oklahoma wird ein Wolf

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Das aus dem Kölner Eishockeynachwuchs stammende Verteidigertalent, das die letzten Jahre in der amerikanischen Collegeliga ACHA Division 2 und ACHA Division 1 Spielerfahrung sammeln durfte, will mit den Wölfen in sein erstes Profijahr in Deutschland starten. Der 22-Jährige unterschrieb einen Einjahresvertrag und wird die Rückennummer 3 tragen.

„Ich fühle mich als Kölscher Jung, auch wenn ich in Bergisch Gladbach, das im Osten an die Dommetropole grenzt, geboren und aufgewachsen bin“, so der sympathische Mann, der trotz seines jungen Alters schon einiges erlebte. Zum Eishockey kam er im Alter von acht Jahren, stand aber schon mit drei Jahren auf den Kufen. Nach seiner ersten Saison bei dem lokalen Verein fand er gleich Gefallen an der schnellsten Mannschaftssportart der Welt. Durch seinen Ehrgeiz und die Liebe zum Eishockey, ging er den Weg nach Köln zu den Junghaien. Er entwickelte großes Talent und durchlief dann alle Nachwuchsteams der Kölner Haie bis hinauf in die DNL.

Später einmal das Hobby zum Beruf machen – dieser Wunsch war auch bei Hoffmann in früher Jugend allgegenwärtig. Dennoch stand für ihn kurz vor dem Abitur fest, dass der Sport etwas hinten  anstehen und die Schule in den Fokus rücken muss. Als in der Saison 2015/16 – er absolvierte gerade seine zweite Saison mit der Kölner 1b in der Regionalliga – die Hälfte der Spielzeit vorbei war, bot sich für Hoffmann die einmalige Chance, nach Kanada zu gehen und in Vancouver eine Universität zu besuchen. Er musste nicht lange überlegen, was er jedoch nicht bedachte: „Nachdem ich in Deutschland vorher 13 Spiele absolviert hatte, durfte ich in Vancouver in dieser Saison nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen, trainierte aber bei einem Team in einer Top-Juniorenliga voll mit.“ Für den ehrgeizige „Neuselber“ war dies noch mehr Motivation. Er empfahl sich über gute Leistungen für höhere Aufgaben. Der Lohn: Eine Offerte am Willston State College in den Vereinigten Staaten von Amerika. Williston, eine kleines Öldorf in North Dakota, irgendwo im Niemandsland, war für den Großstadtmenschen Henry ein Art Kulturschock: „Ja, das war schon was ganz anderes als in Köln an der Rheinpromenade. Weit und breit keine Zivilisation, nur Ölfelde, aber sportlich hat es mich unheimlich weitergebracht.“

Die Kombination aus Schule und Eishockey – Hoffmann füllte beides sehr gut aus, sportlich machte er einen weiteren großen Schritt, legte parallel erfolgreich drei Abschlüsse an seinen zwei Universitäten ab. Auch sportlich legte Hoffmann nach: „Nach zwei Jahren ACHA Division 2 wechselte ich nach Oklahoma in die deutlich stärkere ACHA Division 1, erhielt dort noch mehr Verantwortung und Eiszeit.“ Hoffmann ist ehrlich: Amerika hätte ihn auch dieses Jahr schon wieder gereizt. Sein Plan war, im kommenden Herbst wieder rüberzugehen und dort seinen Master „nachzulegen“. Der Plan wurde aber durch Corona zunichte gemacht: „Die Situatuion in Amerika, was die Covid-19-Pandemie angeht, dürfte vielen bekannt sein. Mir war alles zu unsicher, deshalb suchte ich nach einer Möglichkeit, auf hohem Niveau in Deutschland meine Profikarriere zu starten. Zeitgleich werde ich aber den Master in Business Administration online über die Universität in Oklahoma beginnen.“


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