Selber Wölfe verlieren Spiel und zwei SpielerNachwuchsgoalie Timon Bätge gab sein Debüt

(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
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„Wir haben ein sehr starkes Auswärtsspiel abgeliefert und hätten den Sieg verdient gehabt. Ich brauche meine Jungs nicht aufbauen, denn sie wissen, wie gut sie gespielt haben – leider wurde dies nicht belohnt“, so Wölfe-Coach Henry Thom. Neben der Niederlage gab es mit Goalie Kümpel und Moosberger noch zwei Verletzte zu beklagen, die beide vorzeitig die Partie beenden mussten. Die genauen Diagnosen werden erst weitere Untersuchungen zeigen. Kümpels Ausfall bedeutete für den 18-jährigen Timon Bätge sein ungeplantes Oberligadebüt und Thom hatte für den Selber Nachwuchsgoalie lobende Worte parat. „Timon hat Ruhe ausgestrahlt, ein paar gutes Saves gehabt – bin mit seiner Leistung zufrieden.“

Die ausgelobte Taktik im richtungsweisenden Meisterrundenspiel lautete kurz und knapp: Anfangsphase möglichst ohne Gegentor überstehen. Dies gelang hervorragend, denn es waren die  Wölfe, die das Spiel sofort an sich zogen. In die Karten spielte den Selbern der sehr schnelle Führungstreffer. Ganze 18 Sekunden waren von der Uhr, als McDonald trocken abzog und ansatzlos den Puck über die Stockhand von Engelbrecht ins lange Toreck einschoss. Das saß – wie auch ein unnötiger Stockschlag gegen den Selber Torschützen, der in die Kabine musste und erst nach längerer Behandlungspause auf das Eis zurückkehrte. Trotz notwendiger Umstellungen durch den Ausfall von McDonald bedingt, präsentierten sich die Wölfe mit gutem Forechecking und zwangen die Hausherren bereits im Spielaufbau zu Fehlern. Die wenigen Entlastungsangriffe waren sichere Beute von Goalie Kümpel. Die Niederbayern fanden keinen Zugriff zum Spiel und als der Ex-Selber Meier auf der Strafbank saß, traf Ondruschka per Schlagschuss zum 2:0. Die Gastgeber waren sichtlich beeindruckt, hatten aber das Glück auf ihrer Seite, als Reiter auf 1:2 verkürzte.

Die Gäste starteten in den Mittelabschnitt mit einer 43-sekündigen 5:3-Überzahl. Obwohl die Scheibe gut lief, fanden die zahlreichen Schüsse nicht ins gewünschte Ziel. Auch bei fünf gegen fünf waren die Wölfe tonangebend, rissen das Geschehen immer wieder an sich, aber Landshut bzw. Goalie Engelbrecht im Glück. Selb drängte auf den dritten Treffer, der förmlich in der Luft lag, aber Piwowarczyk freistehend, der den Puck nicht richtig traf, wie auch Müller gut postiert, hatten kein Glück. Zweimal rettete unmittelbar hintereinander der Pfosten für den EVL, es brannte lichterloh in der Defensive der Niederbayern, folgerichtig zog EVL-Coach Kammerer die Reißleine und nahm eine Auszeit zum Verschnaufen. Zum richtigen Zeitpunkt und vermutlich die richtigen Worte gewählt, denn sein Team sortierte sich kurz und aus dem Nichts glich Reiter auf 2:2 aus. Aber es kam noch schlimmer aus Selber Sicht. Nach einer Rettungsaktion fiel EVL-Oldie Trew – sicherlich unbeabsichtigt – auf Goalie Kümpel, der danach verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Nach Deske, Kessler mit Kümpel der dritte verletzte Goalie innerhalb der letzten Wochen. Der 18-jährige Bätge musste bei seinem Oberliga-Debüt ran und hatte gleich ein paar gute Szenen zu bewältigen.

Die Chance des Hausherrn erstmals in Führung zu gehen, verhinderten die Gäste dank eines bärenstarken Penaltykillings. Schüsse wurden geblockt und der EVL fand weiterhin nur schwer in sicheres Kombinationsspiel. Das Wolfsrudel mobilisierte erfolgreich letzte Kraftreserven gegen die weiterhin mit vier Blöcken auflaufenden Hausherren, ehe ausgerechnet ein Ex-Wolf für einen Dämpfer sorgte. Schadewaldt verwertete seinen eigenen Abpraller nach einem Schlagschuss und ließ Bätge keine Chance. Aber die Selber hatten das Spiel noch nicht abgehakt, noch war ausreichend Zeit auf der Uhr, aber im Abschluss hatten die Wölfe nicht das Glück auf ihrer Seite, Pozivil und Piwowarczyk scheiterten an Engelbrecht. Nach Kümpel musste auch Moosberger nach einem Zweikampf verletzt vorzeitig abbrechen. Dem nicht genug. Fischhauer gelang auf der Gegenseite das 4:2.

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Oberliga Süd Playoffs

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Eisbären Regensburg Regensburg
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Eisbären Regensburg Regensburg
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Selber Wölfe Selb