Selber Wölfe unterliegen Rosenheim – Kümpel verletztStark gespielt, aber keine Punkte

Manuel Kümpel musste verletzt vom Eis. Nachwuchsgoalie Timon Bätge übernahm. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe) (PIXMAWI
Mario Wiedel)Manuel Kümpel musste verletzt vom Eis. Nachwuchsgoalie Timon Bätge übernahm. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe) (PIXMAWI Mario Wiedel)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Wölfe kämpften bis zum Schluss, um sich zumindest in die Verlängerung zu retten, doch es fehlte letztendlich das nötige Quäntchen Glück. Tragisch die abermalige Verletzung von Deske-Vertreter Manuel Kümpel im Selber Tor, der in der 37. Minute in die Kabine musste. Nachwuchsgoalie Timon Bätge erledigte seinen Job jedoch hervorragend und hätte fast noch die Overtime festgehalten.

Das Spiel war noch keine Minute alt, da jubelten die Wölfe schon zum ersten Mal: Nijenhuis hatte einfach mal abgezogen, Gare hielt den Schläger rein und fälschte die Scheibe unhaltbar für Endres im Rosenheimer Tor ab. Selb spielte weiter gefällig auf und ließ die Starbulls kaum zur Entfaltung kommen. Doch viele Chancen brauchten die Gäste nicht. Kumeliauskas tankte sich durch, irgendwie kam Mitchell an die Scheibe und diese nahm einen ganz krummen Weg an Kümpel vorbei ins Tor zum Ausgleich. Anders noch als in den Spielen zu vor beeindruckte dies die Thom-Schützlinge allerdings wenig. In Überzahl kamen einige Schüsse auf Endres‘ Tor, bis letztendlich Kabitzkys Abschluss von der blauen Linie über Graaskamp den Weg in die Maschen zur erneuten Wölfe-Führung fand. Zwei Minuten später traf Müller nur den Pfosten. Was dann folgen sollte, stellte den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf. Zunächst vertändelte McDonald gegen Mitchell in Überzahl im eigenen Drittel den Puck und Kumeliauskas nahm das Geschenk zum erneuten Ausgleich dankend an. Zu allem Überfluss nutzten die Gäste eine Strafe gegen Gare in Person von Fröhlich nach sauberer Passstafette zur erstmaligen Führung.

Im zweiten Spielabschnitt ging es zunächst hin und her, ohne dass auf einer der beiden Seiten ein Treffer bejubelt werden konnte. Schiener auf Zuspiel von Silbermann scheiterte ebenso wie später Kolb und Gare im Zusammenspiel. Auf der anderen Seite konnte Kümpel einen Heidenreich-Abschluss entschärfen und Vollmayer scheiterte im Alleingang. In der 32. Minute flammte allerdings wieder Jubel auf in der Netzsch-Arena. Gelke hatte sich in Überzahl ein Herz gefasst und hämmerte den Puck per Fernschuss zum zwischenzeitlichen Ausgleich in die Maschen. Doch im direkten Gegenzug vergaßen die Wölfe Fröhlich, der mutterseelenallein vor Kümpel auftauchte und das Zuspiel von Kumeliauskas und Mitchell verwerten konnte. In der 37. Minute musste Kümpel, der zuvor vom Gegenspieler das Bein weggezogen bekam, verletzt vom Eis. Für ihn kam Bätge, der seine Sache sehr gut machen sollte, ins Spiel. In der 40. Minute war er jedoch machtlos, als Reiter zu viel Raum gewährt wurde und diesen mit einem platzierten Schuss zum 3:5 nutzte.

In den letzten 20 Spielminuten versuchten die Wölfe nochmal alles. Graaskamp, Kabitzky, Gelke und mehrmals Schmidt verzogen knapp oder scheiterten an Endres. Im weiteren Verlauf zeichnete sich Bätge zweimal mit sehr starken Paraden gegen Mitchell aus und hielt seine Farben so weiter im Spiel. Als Schmidt in der 56. Minute in Überzahl den Anschlusstreffer zum 4:5 markieren konnte, war die Verlängerung zum Greifen nah. Thom zog Bätge für einen zusätzlichen Feldspieler. Dies sollte nichts mehr einbringen und Draxinger konnte 42 Sekunden vor Schluss sogar noch den Puck zum Endstand von 4:6 im verwaisten Selber Gehäuse unterbringen.


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