Selber Wölfe stürmen ins Viertelfinale4:1 gegen die Hannover Indians

Die Selber Wölfe jubeln: Der VER steht im Viertelfinale. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)Die Selber Wölfe jubeln: Der VER steht im Viertelfinale. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
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Denkbar schlecht starteten die Wölfe ins Spiel: Bereits nach wenigen Spielsekunden leisteten sich die Gastgeber einen unnötigen Scheibenverlust in der neutralen Zone, zwei Angreifer liefen gegen einen Verteidiger auf Deskes Tor zu, Pohanka ließ sich diese Einladung nicht entgehen und netzte zur Gästeführung ein. Diese kalte Dusche beeindruckte das Wolfsrudel aber keineswegs. Gollenbeck setzte die erste Duftmarke, doch seinen Schuss fischte Gästetorhüter Beech gekonnt aus dem Winkel. Die Partie ging im weiteren Verlauf rauf und runter, beide Teams erarbeiteten sich immer wieder gute Einschussmöglichkeiten und die zahlreichen und stimmgewaltigen Anhänger beider Mannschaften wurden gut unterhalten. Richtig laut wurde es in der Netzsch-Arena, als in der 13. Minute McDonald mit einem seiner unwiderstehlichen Soli zunächst noch scheiterte, dann aber wunderbar über Gare Nijenhuis bediente, der die Scheibe vorbei an Freund und Feind zum Ausgleich in die Maschen hämmerte. Im weiteren Verlauf zogen die Gäste eine Strafzeit. Das fällige Powerplay der Wölfe sah gefällig aus, die Scheibe lief schnell und flüssig. Irgendwann war McDonald freigespielt und zirkelte die Scheibe zur Wölfe-Führung ins Tornetz.

Die Indians standen mit dem Rücken zur Wand, mussten sie das Spiel doch unbedingt für sich entscheiden, um eine frühzeitige Sommerpause zu verhindern. Sie übten nun in der Offensive mächtig viel Druck aus, dennoch stand die VER-Abwehr sattelfest und Goalie Deske hatte wieder einen Sahnetag erwischt. Zudem waren die Hausherren stark im Umschaltspiel und tauchten ihrerseits ein ums andere Mal gefährlich vor Beech auf. Die Zuschauer waren weiter voll dabei und unterstützten ihre Mannschaften mit voller Leidenschaft. In der 35. Minute fasste sich Graaskamp ein Herz und donnerte den Puck unhaltbar für Beech in den Giebel.

20 Minuten fehlten den Wölfen samt Anhang zum vorzeitigen Einzug ins Viertelfinale. Und das Rudel agierte absolut abgebrüht. Man versuchte, die Scheibe möglichst lange in den eigenen Reihen zu halten, um den Niedersachsen möglichst wenige Chancen zu geben, selbst gefährlich vor Deske aufzutauchen. Die Gäste erhöhten die Schlagzahl von Minute zu Minute und wurden in ihren Aktionen auch immer giftiger, doch Selb hielt gut dagegen und ließ sich vor allem nicht provozieren. In der 53. Minute hatten die Indians die beste Gelegenheit aus dem Spiel heraus den Anschluss zu erzielen, doch Deske verhinderte den möglichen Treffer der Gäste durch Pohanka mit einer Glanztat. Die Uhr lief nun für die Wölfe und als alle im Stadion die große Schlussoffensive der Hannoveraner erwarteten, schwächten sich diese durch Undiszipliniertheiten selbst: Erst Trattner und dann Peleikis mit unnötigen Strafen. Die Wölfe-Fans waren nun schon siegessicher, doch bei doppelter Unterzahl bekamen die Indians 98 Sekunden vor Schluss noch einen Penalty zugesprochen. Urplötzlich konnte es wieder spannend werden. Doch Deske blieb gegenüber Weyrauch Sieger und wenig später war es McDonald, der mit seinem Treffer ins inzwischen verwaiste Indians-Tor den Endstand herstellte.