Selber Wölfe starten in die Meisterrunde14 Spiele Play-off-Feeling

(Foto: Selber Wölfe)(Foto: Selber Wölfe)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Freitag, 12. Januar, zweite Drittelpause. Die Wölfe führen gegen die Bulls Sonthofen mit 2:1 und sowohl Deggendorf als auch Rosenheim liegen zu diesem Zeitpunkt zurück. Die Wölfe sind Tabellenführer. 20 Spielminuten später ist die leise Hoffnung auf die Tabellenführung aber futsch.

„Natürlich ärgert mich das“, sagt VER-Trainer Henry Thom. „Aber nicht, weil wir nicht Tabellenführer geworden sind. Wir haben das Spiel gegen Sonthofen aus der Hand gegeben und das war unnötig. Klar ist es schön, von ganz oben zu grüßen. Aber die Oberliga ist heuer sehr eng zusammengerückt und es war noch nie so spannend an der Spitze. Nach dem Sieg in Weiden ist aber eines für uns noch wichtiger als der Tabellenplatz. Wir müssen wieder Kräfte sammeln. Die letzten Wochen waren extrem und die Meisterrunde wird noch härter. Wir freuen uns, uns mit den besten zu messen und am Freitag geht’s los.“

Und da wartet gleich wieder Sonthofen. Auswärts. Dort, wo die Wölfe in dieser Saison noch keinen Punkt entführt haben. Gegen die einzige Mannschaft, gegen die wir bisher eine negative Bilanz haben. Thom: „Und das darf uns herzlich egal sein. Jedes Spiel geht bei null los. Wir dürfen die drei Niederlagen heuer nicht in unsere Köpfe lassen. Stattdessen können wir zeigen, was wir aus den Niederlagen gegen die Bulls bisher gelernt haben. Sie stehen immer tief, fahren überfallartige Konter und haben auch den Kader dazu, eiskalt zuzuschlagen. Sonthofen wird sich mit Platz Sechs aus der Hauptrunde nicht zufriedengeben. Und wir geben uns nicht mit den bisherigen Ergebnissen gegen sie zufrieden. Es wird ein heißer Tanz im Allgäu.“

Heiß wird es auch am Sonntag in der Netzsch-Arena zugehen. Denn dann sind die Starbulls Rosenheim im Vorwerk zu Gast. Zwei Duelle gab es heuer zwischen dem DEL2-Absteiger und den Wölfen zu bestaunen. Bei der Sonderzugfahrt nach Oberbayern gab es für Selb nicht zu holen (1:6). In der Netzsch-Arena waren die Starbulls allerdings auf verlorenem Posten (8:4). Thom sagt: „Rosenheim hat vor allem in der Defensive unglaubliches Potential in der Mannschaft. Gegen diesen Gegner werden Fehler eiskalt bestraft und du musst effizient auftreten. Sie lassen nicht viel zu. Das erste Spiel bei uns war ein absolutes TopSpiel und ich erwarte am Sonntag nichts anderes. Hohes Tempo, zwei TopMannschaften und beste Unterhaltung, bei der ich hoffentlich nicht wieder zu schnell altere.“

Beide Mannschaften trennen zwei Punkte und im Rennen um die besten vier Plätze, die Heimrecht in der ersten Runde der Play-offs gegen den Norden garantieren, wird niemand etwas herschenken. „Nach der Niederlage in Rosenheim waren wir alle enttäuscht. Aber wenn man nach Spielende von 2000 Fans, Selbern und Rosenheimern, die miteinander feiern und singen nochmal aufs Eis geholt wird, ist man einfach mächtig stolz. Diese Unterstützung brauchen wir auch zu Hause, um über unsere Grenzen gehen zu können.“