Selber Wölfe siegen in Miesbach nach drei Toren im SchlussdrittelPflichtaufgabe erfüllt

Besser spät als nie: Die Selber Wölfe gewinnen beim TEV Miesbach. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)Besser spät als nie: Die Selber Wölfe gewinnen beim TEV Miesbach. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
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Ein Doppelschlag im Schlussabschnitt verhinderte längeres Zittern und stellte frühzeitig die Weichen auf Sieg. Garant für den wichtigen Auswärtserfolg war die zweite treffsichere Formation um einen stark aufspielenden und zweifachen Torschützen Gare. Neuzugang McDonald konnte ein sehr ansprechendes Debüt im Wölfe-Trikot bescheinigt werden. Mit einem Tor, einer Vorlage und einer Strafzeit fügte er sich gut ins Wölfe-Team ein.

Keinen guten Start erwischten die Wölfe beim Schlusslicht. In einem zerfahrenen ersten Spielabschnitt taten sich die Gäste schwer und suchten lange vergeblich nach der spielerischen Linie. Es waren die Hausherren, die zur Überraschung der gut 150 mitgereisten Selber Fans ein leichtes Chancenplus zu verzeichnen hatten und nicht unverdient in Führung gingen. Mit der ersten Chance netzte der Tabellenletzte nach nur 28 Sekunden zur Führung ein – Deske ohne Abwehrchance. Letzterer war es, der in der Folge mehrere Male Kopf und Kragen riskieren musste, Stemke hatte die Riesenchance, auf 2:0 zu stellen. Im Wölfe-Spiel war viel Sand im Getriebe, der TEV Miesbach immer wieder gefährlich mit überfallartigen Angriffen. Die Selber brauchten lange Anlaufzeit, hatten aber ihre Chancen. Geisberger nach herrlichem Zuspiel von Mudryk oder wenig später Moosberger, vergaben den möglichen Ausgleich. Ähnlich ging es Müller, der kurz vor der Pause von Neuzugang McDonald gut in Szene gesetzt wurde, alleine auf den Goalie zufuhr und scheiterte.

Die Kabinenansprache von Wölfe-Coach Thom war scheinbar lauter und unmissverständlich. Denn seine Jungs kamen wie verwandelt und mit reichlich Schwung aus der Kabine. Gare, einer der Aktivposten, traf nur den Pfosten, aber noch in der gleichen Minute markierte Letztgenannter den verdienten Ausgleich. Der Wölfe-Routinier legte seine ganze Wut in den Schlagschuss und ließ TEV-Goalie Geratshofer mit einem platzierten Schuss ins obere rechte Toreck keine Abwehrchance. Es entwickelte sich ein munteres Spielchen und die Wölfe kamen von Minute zu Minute besser in die Partie. Müller traf nur den Pfosten und auch in Überzahl blieb uns ein weiterer Einschuss nicht vergönnt. Die Gastgeber stets gefährlich, Reiter prüfte in Unterzahl Goalie Deske. Für reichlich Diskussion auf Miesbacher Seite sorgte unser Führungstreffer, aber der Treffer – der zweite von Gare an diesem Abend – fand Anerkennung. Während es die Gäste nicht schafften, die Führung auszubauen, fiel auf der Gegenseite nach schönen Einzelaktion durch Stemke der Ausgleich.

Die Selber Wölfe starteten im Schlussabschnitt wie die Feuerwehr und schnürten die Einheimischen förmlich in deren Drittel ein. Miesbach war nur noch mit Defensivaufgaben beschäftigt, der Druck der Gäste wurde immer größer. Schiener, Mudryk oder Hördler – alle scheiterten am möglichen dritten Treffer. Dieser fiel dann, in Überzahl und durch Neuzugang McDonald, der von Gare in Szene gesetzt wurde. Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Mudryk erhöhte mit einem Schuss aus spitzem Winkel auf 4:2. Der Bann war gebrochen, Miesbach hatte nichts mehr entgegenzusetzen und die Wölfe hatten alles im Griff. Nach einem Stockschlag gegen Schiener kassierte der Hausherr noch eine große Strafe, im folgenden Überzahlspiel machte Geisberger mit dem 5:2 endgültig alles klar.