Selber Wölfe schlagen spät zuOvertime-Sieg nach 0:2-Rückstand gegen Weiden

(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe) (PIXMAWI
Mario Wiedel)(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe) (PIXMAWI Mario Wiedel)
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Gut 2700 Zuschauern wurde eine temporeiche und bis zur Schlusssekunde hochspannende Eishockeypartie geboten. Vier Sekunden vor Ende sorgte Wölfe-Kapitän Ondruschka mit seinem erlösenden Treffer zum 2:2-Ausgleich, Kabitzky verwandelte mit seinem vielumjubelte Siegtreffer 83 Sekunden vor Ende der fünfminütigen Verlängerung die Netzsch-Arena endgültig in ein Tollhaus. Ein letztendlich verdienter Erfolg, die Wölfe gaben sich trotz 0:2-Rückstands nie auf und erarbeiteten sich diesen Derbysieg.

Prächtige Derbykulisse und phantastische Atmosphäre im weiten Rund. Die Akteure ließen sich davon sofort anstecken und es entwickelte sich ein schön anzuschauender Schlagabtausch. Große Torchancen blieben auf beiden Seiten lange Mangelware, dafür überwog das kämpferische Element, kein Puck wurde verlorengegeben. Die Gäste standen gut und wirkten bei Kontern brandgefährlich, was uns durchaus vor knifflige Aufgaben stellt. Die Blue Devils brachten die Pucks gut zum Tor, die Selber hingegen spielten oftmals zu kompliziert – Fehlpässe und Abstimmungsprobleme im Spielaufbau waren die Folge. Aus einer Unachtsamkeit von Deske resultierte folglich der Führungstreffer der Blue Devils – mit einer ihren ersten richtigen Torchancen gingen die Oberpfälzer mit 1:0 in Front. Mit diesem Ergebnis ging es auch zum ersten Pausentee, nachdem die Selber Stürmer ihr Visier noch nicht richtig eingestellt hatten – McDonald, Gare oder auch Graaskamp zweiter Sieger gegen Weidens Goalie.

29 Sekunden waren erst von der Uhr, als Blue-Devils-Topscorer Rubes mit seinem siebten Saisontreffer zur 2:0-Führung traf. Ein Treffer mit Wirkung, es dauerte etwas, bis die Gastgeber wieder richtig in den Rhythmus kamen. Weiden spielte im Gegensatz sehr einfach, ließ die Scheibe gut in den eigenen Reihen laufen, die Hausherren versuchten es zu umständlich und was durchkam, war sichere Beute von Filimonov.

Mit mächtig Wut im Bauch starteten die Wölfe eine sehenswerte Aufholjagd. Graaskamp scheiterte gut postiert, wenig später gelang McDonald der mehr als überfällige Anschlusstreffer. Die Wölfe hatten nun deutlich Oberwasser, Weiden fand nur noch selten statt, die wenigen Angriffsbemühungen waren meist Entlastungsangriffe. Das Chancenübergewicht war eindeutig auf Wölfeseite, aber die schwarze Hartgummischeibe wollte einfach nicht den Weg ins gegnerische Tor finden. Der sehr glücklos agierende McDonald hatte die riesige Chance zum Ausgleich in Unterzahl, aber er scheiterte alleine auf Filimonov zulaufend am Weidner Keeper, wenig später nochmals McDonald ohne das nötige Glück im Abschluss. Als sich die Weidner Schlachtenbummler schon langsam die Siegeslieder zum Derbysieg anstimmten, kam die große Stunde der Wölfe und eine sensationelle Schlussphase nahm ihren Lauf. Wölfe-Coach Thom setzte alles auf eine Karte, nahm 94 Sekunden vor Ende Deske für einen weiteren Feldspieler vom Eis und 64 Sekunden vor Schluss eine Auszeit. Mit Erfolg. Die Selber warfen alles nach vorne, Dauerbelagerungszustand im Weidener Drittel und 4,9 Sekunden vor der Sirene schafften die Wölfe das Unvorstellbare. Ondruschka mit seinem Tor zum 2:2 ließ die Netzsch-Arena beben und sicherte seinen Farben das Unentschieden und die Verlängerung.

Die Verlängerung war nichts für schwache Nerven. Devils-Stürmer Clayton scheiterte mit Bauerntrickversuch an Deske, auf der Gegenseite verzogen Müller und Gare nur knapp. Das schönste – und natürlich wichtigste Tor des Abends – war Stürmer Kabitzky vorbehalten, der Filimonov mit einem sehenswerten Treffer ins rechte obere Eck keine Chance ließ und den Derbysieg für Selb perfekt machte.

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