Selber Wölfe scheiden im Viertelfinale ausGroßer Coup in Tilburg bleibt aus

(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
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Chancenlos waren die Wölfe aber erneut nicht. Bei konsequenterer Chancenverwertung und einer besseren Powerplayausbeute im Mittelabschnitt, als man 15 Minuten Überzahl ungenutzt ließ, hätte man durchaus die mit vier qualitativ ausgeglichenen Blöcken agierenden Hausherren noch ernsthafter in Gefahr bringen können. „Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf, im Gegenteil. Ich ziehe den Hut vor meinem Team, das bis zum Schluss alles versucht hat und nie aufgegeben hat – Tilburg war ein sehr starker Gegner, extrem kompakt…und war in den entscheidenden Phasen einfach abgeklärter“, so Wölfe-Trainer Henry Thom.

Die Aufgabenstellung für Selb im IJssportcentrum zu Tilburg war unmissverständlich klar: siegen oder fliegen. Die Wölfe starteten entsprechend hochmotiviert und voller Tatendrang gegen den 15-maligen niederländischen Meister. Allen Personalsorgen zum Trotz – es fehlten Lüsch (Gehirnerschütterung) und Moosberger (Matchstrafe) – hatten die Gäste in der Anfangsphase sogar leichte Vorteile und die mögliche Führung auf dem Schläger. Letztere vergab McDonald in Unterzahl, als er nur den Pfosten traf. Tilburg im Glück, auch als Gare ebenfalls noch in zahlenmäßiger Unterlegenheit knapp über das Tor zielte. Dank eines sehr guten Wölfe-Penaltykillings durften die Trappers auch in Überzahl nicht jubeln. Die Wölfe bis dato ebenbürtig, der große Unterschied zu Tilburg war jedoch die Chancenverwertung. Im Stile eines Spitzenteams fackelten die Hausherren nicht lange und besorgten die Führung. Vogelaar war nicht zu halten, bediente den freistehenden Nagtzaam, der Deske keine Chance ließ. Sehenswerter Treffer, im Gegensatz zum 2:0, bei dem reichlich Glück mitspielte. Bastings, dem nach einem unglücklichen Abpraller die Scheibe sprichwörtlich vor die Füße fiel und danke sagte. Resignation bei den Wölfen? Von wegen – die Gäste hatten sofort die richtige Antwort parat. Gare gelang im zweiten Versuch der enorm wichtige Anschlusstreffer, ehe sich die Wölfe selbst das Leben schwer machten. Zwei unnötig gezogene Strafzeiten von Graaskamp und Kolb bedeuteten ein 3:5-Unterzahlspiel und Tilburg bestrafte dies mit dem 3:1.

Kein guter Start für Selb in den Mittelabschnitt. Nur 59 Sekunden waren gespielt, als Tilburg auf 4:1 davonzog. Mitch Bruijsten narrte die komplette Selber Hintermannschaft und überwand Deske per Bauerntrick auf dem falschen Fuß. Aber erneut folgte die einzig richtige Reaktion. McDonald traf nur 13 Sekunden später zum enorm wichtigen 4:2. Die Selber spielten auf Augenhöhe mit dem favorisierten Niederländern, boten den weiterhin mit vier ausgeglichenen Blöcken agierenden Tilburgern die Stirn. Schiener vergab bei einem Breakversuch die Chance zum möglichen dritten Wölfe-Treffer. Und wenn man vorne seine Dinger nicht reinmacht, wird dies bestraft. So auch in Tilburg. Die Trappers zeigten, wie einfach das Toreschießen sein kann. Hermens wurde nicht entscheidend gestört, zog an Freund und Feind vorbei – 5:2. Doch Tilburg schwächte sich mit zahlreichen Undiszipliniertheiten selbst, aus denen die Gäste jedoch kein Kapital schlagen konnten. 15 Minuten standen die Selber in Überzahl, aber es gelang kein weiterer Treffer. Es fehlte an der letzten Präzision im Abschluss, Tilburg fand immer eine Möglichkeit, sich zu befreien. Und zudem stand mit Meierdres ein starker Rückhalt zwischen den Pfosten, der selbst gute Einschussmöglichkeiten von McDonald, Gare, Gollenbeck oder Geigenmüller zunichtemachte.

Als Schiener mit einem Distanzschuss den vorher unüberwindbar scheinenden Meierdres zum 5:3 überwand, gab dies nochmals einen zusätzlichen Ruck für unser Team. Da der erwartete Sturmlauf Tilburgs ausblieb, gab es Chancen auf beiden Seiten, beide Torsteher hatten gute Möglichkeiten, sich auszuzeichnen. Deske stand etwas mehr im Mittelpunkt, als er einen Penalty gegen De Hondt, der regelwidrig beim Torabschluss gehindert wurde, souverän parierte. Die Gäste wollten nichts unversucht lassen, aber es fehlte die Kraft, die starken Tilburger nochmals ernsthaft spielerisch in Gefahr zu bringen. 126 Sekunden vor Ende machte Tilburg mit dem 6:3 den Deckel drauf – Tilburg feierte, aber auch die Wölfe konnten erhobenen Hauptes vom Eis gehen.

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