Selber Wölfe lassen nichts anbrennen

von Hockeyweb, Dienstag 2. Januar 2018, Lesedauer: ca. 2 Minuten

(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)

​Auftakt nach Maß für die Selber Wölfe zum Start des Jahres 2018. Im ersten Heimspiel erfüllte der VER sein Pflichtprogramm und setzte sich standesgemäß mit einem ungefährdeten 5:0 (1:0, 3:0, 1:0)-Heimerfolg gegen das Tabellenschlusslicht TEV Miesbach durch.

Der fünfte Sieg der Wölfe in Folge bedeutete für die Gäste die mittlerweile 27. Niederlage in der laufenden Saison. Die Selber hatten Gegner und Scheibe zu jeder Zeit im Griff, die Niederlage der Oberbayern hätte bei konsequenterer Chancenverwertung der Hausherren noch deutlich höher ausfallen können. Goalie Kümpel, der den Vorzug vor Teamkollegen Deske erhielt, erlebte einen ruhigeren Arbeitstag und durfte sich am Ende über einen Shutout freuen.

Die Wölfe hatten von Beginn an das Spiel klar im Griff, wie erwartet versuchten die Miesbacher ihr Heil zunächst in der Defensive und beschränkten sich in den ersten Minuten darauf, das Kombinationsspiel der Gastgeber zu stören, was aber nicht lange gelang. Ein feines Zuspiel von Piwowarczyk verwandelte McDonald eiskalt zur frühen Führung. Der TEV musste nun etwas offener spielen und TEV-Goalie Ewert stand mehrmals im Brennpunkt. In der ersten Strafzeit des Spiels hatten die Wölfe Chancen in Hülle und Fülle, scheiterten aber allesamt am gut aufgelegten Gäste-Goalie. Die Selber erhöhten den Druck, Torchancen wurden reihenweise herausgespielt, aber es wurde versäumt, die Überlegenheit auf die Anzeigentafel zu bringen. Miesbach hatte die erste vielversprechende Gelegenheit drei Minuten vor der ersten Pause durch einen Schlagschuss von der blauen Linie, der Goalie Kümpel aber keine große Mühe bereitete.

Das zweite Drittel begann wie das erste aufgehört hatte. Die Gastgeber stetig im Vorwärtsgang, der TEV nur noch in der eigenen Defensive anzutreffen. Gare tauchte nach zwei Minuten ganz allein vor dem Tor auf – nach einem Traumpass von Böhringer aus dem eigenen Drittel – traf aber nur das Gestänge. In der darauffolgenden Überzahl fiel das 2:0. Schiener bediente Müller mustergültig – Letzterer hatte keine große Mühe, den Puck im rechten Winkel zu versenken. 13 Sekunden später erneuter Jubel bei den Wölfe-Fans. Geisberger hielt geschickt die Kelle hin und durfte sich als Torschütze zum 3:0 feiern lassen. Die Gäste aus Niederbayern blieben spielerisch extrem blass, selbst bei eigenem Überzahl waren es die Wölfe, die sich gute Torchancen herausspielten. Einzig TEV-Goalie Ewert war es zu verdanken, dass es nur 3:0 für die Wölfe stand. Der vierte Treffer erhielt keine Anerkennung des Schiedsrichtergespannes – Moosberger hatte seinen Schläger zu hoch. Chancen wie am Fließband der Hausherren, 42 Sekunden vor der Pausensirene fiel dann doch der vierte Selber Treffer durch Hördler.

Die Wölfe hatten noch nicht genug, spielten weiter druckvoll nach vorn und erarbeiteten sich weitere Möglichkeiten. Mudryk war es erneut in Überzahl vorbehalten, einen Treffer zu markieren – das 5:0. Die Wölfe in allen Belangen den Gästen überlegen, Miesbach versuchte sich aber gegen die übermächtig wirkenden Wölfe nach Kräften zu wehren. Das Gästetor war unter Dauerbeschuss, aber so sehr sich dieSelber auch bemühten, die schwarze Hartgummischeibe wollte nicht mehr über die Torlinie. Die Gäste machten sich das Leben mit unnötigen Strafzeiten noch zusätzlich schwer, aber die Wölfe konnten in den Überzahlspielen kein weiteres Kapital mehr daraus schlagen.